Pal Dardai:
Kompliment an Darmstadt für die Fans und den Klub – es war ein echtes Fußballfest. Nach neun Auswärtsniederlagen in Folge wollten wir taktisch etwas anderes probieren und auf Konter lauern. Wir hatten dann auch gute Möglichkeiten erspielt und zwei schöne Tore erzielt. In der zweiten Halbzeit waren wir nicht mehr ganz so gut, haben aber kein Gegentor kassiert, was auch wichtig war. In der Endphase hat das dritte Tor gefehlt, dann wäre das Spiel entschieden gewesen. Kompliment an Darmstadt für ihre Mentalität. Darmstadt hat eine gute Rückrunde gespielt, man sieht die Handschrift von Torsten Frings."
Torsten Frings:
Glückwunsch zum verdienten Sieg für die Hertha. Ich muss ehrlicherweise sagen, dass ich nicht ganz zufrieden bin, denn wir haben besonders in der ersten Halbzeit kein gutes Spiel gemacht. Wir hatten uns vorgenommen, unseren Fans ein gutes Spiel zu bieten und drei Punkte zu holen, auch wenn es schwer werden würde. Allerdings hatte ich ein bisschen das Gefühl, dass die Luft vielleicht raus war. In der Pause ist es in der Kabine dann ein bisschen lauter geworden. Wir wollten nochmal alles geben für die Fans, die uns immer gefeiert haben. Wir konnten den Bock dann aber in der zweiten Halbzeit nicht mehr umstoßen. Hut ab vor den Fans, wie unsere Fans unsere Mannschaft feiern, sie beweisen ein gutes Gespür. Hut ab auch vor meinem Team, wie es sich in der Rückrunde präsentiert hat, auch wenn es bereits abgeschlagen war.
(Die Pressekonferenz im Video)
Dominik Stroh-Engel:Für mich war es eine Riesensause, die mir unheimlich Spaß gemacht hat. Ich hatte hier vier geile Jahre, in denen ich alles erlebt habe. Ich danke auch dem Trainer, dass er Benny Gorka und mich heute noch gebracht hat. Der Moment der Einwechslung war einfach nur geil. Die Sprechchöre habe ich die komplette Zeit wahrgenommen. Das ist mit Worten schwer zu beschrieben und ein Gänsehautgefühl hoch 10. Es war ein richtig schöner Abstieg, da hatte ich schon ein wenig Pipi in den Augen.“
Jerôme Gondorf:Wir wollten uns mit einem Sieg vom Heimpublikum verabschieden, von daher ist die Niederlage schon ein wenig traurig. Wir waren ganz gut im Spiel, bekommen dann zwei blöde Gegentore und dann hat das Spiel seinen Lauf genommen. Trotzdem verdient der ganze Verein ein Lob für die Bereitschaft, immer weiter zu kämpfen und für die Moral, die wir jede Woche gezeigt haben. Trotz des Abstiegs haben wir die Liga bereichert. Es bleiben ganz viele Momente aus den beiden Jahren hängen. Wir waren das beste Beispiel, was möglich ist, wenn alle zusammen an einem Strang ziehen von der Mannschaft über die Fans bis zu jedem Praktikanten.
Sandro Sirigu:Wir haben uns viel vorgenommen vor den eigenen Fans und sind eigentlich ganz gut ins Spiel reingekommen. Dann kam das Tor. Danach sind wir etwas in alte Muster verfallen. Wir haben uns nochmal in der Halbzeit eingeschworen. Wir wollten uns unbedingt anständig verabschieden, was wir in der ersten Halbzeit nicht geschafft haben. Wir sind raus gekommen und ich denke, dann haben wir eine bessere zweite Halbzeit gespielt und noch ein paar Torchancen gehabt. Zum Schluss war es dann auch ein verdienter Sieg für Berlin. Nichtsdestotrotz ist es natürlich schade, sich mit einer Niederlage vor den eigenen Fans zu verabschieden. Unsere Fans sind wirklich erstklassig sind und werden es auch bleiben. Ich glaube, in keinem anderen Verein ist sowas je passiert. „Aus Tradition anders“ sagt man immer so schön und es ist wirklich so. Das wurde heute wieder einmal eindrucksvoll bewiesen. Gerade die zweite Halbzeit, das war 45 Minuten Gänsehaut von den Fans. Also was die da abgeliefert haben, das war schon mehr als erstklassig, das war schon fast Champions League. Leider haben wir es nicht geschafft, die Unterstützung aufs Spielfeld zu kriegen.
Aytac Sulu:Ich glaube, wenn man abgestiegen ist und das letzte Spiel zu Hause verliert, dann ist die Stimmung normalerweise nicht so, wie sie jetzt bei uns ist. Das zeigt wieder, dass unsere Fans und Zuschauer sehr demütig sind, wissen, wo wir herkommen und uns auch in schlechten Zeiten unterstützen. Wir sind überglücklich, dass wir diese Fans hinter uns haben.