FAQs zum verlegten Testspiel gegen San Antonio
Der SV 98 beantwortet die wichtigsten Fragen zum verschobenen Testspiel der Lilien beim Kooperationspartner San Antonio FC.
Trotz Rückstand im dritten Spiel in Folge gepunktet: 1:1 (0:1) heißt es für die Lilien am Ende gegen den FC Ingolstadt. Tobi Kempe (67.) traf die Hausherren im zweiten Durchgang.
Gleich die ersten Situationen der Partie zeigten, wo es heute im Merck-Stadion am Böllenfalltor lang gehen sollte: Beide Mannschaften führten eine zweikampfintensive erste Viertelstunde. Die ersten Minuten auf dem Platz gehörten den Hausherren, die das Offensivspiel suchten. Die erste aussichtsreiche Situation hatte aber der FC Ingolstadt: Nach einer Kopfballverlängerung von Pledl jagte Leipertz das Leder aus 16 Metern rechts am Gehäuse von Heuer Fernandes vorbei (11.). Acht Minuten später machte es Leipertz zu Ungunsten der Darmstädter besser: Der Stürmer wurde von Kittel in den freien Raum geschickt und spitzelte das Spielgerät aus acht Metern am herauskommenden Heuer Fernandes vorbei ins Tor – 0:1 (18.).
In den nächsten zehn Minuten spielte sich das Geschehen hauptsächlich im Mittelfeld ab. Die erste hochkarätige Chance gegen bis dahin defensiv gutstehenden Ingolstädter hatten die Darmstädter in der 31. Spielminute: Boyd köpfte das Spielgerät nach einem weiten Einwurf aus sieben Metern gegen den Pfosten. Von da aus gelangte der Ball zu Kempe, der die Situation noch einmal heiß machte und in den Fünfmeterraum flankte. Matip klärte mit etwas Glück über den eigenen Balken.
Danach bemühten sich die Lilien, kamen aber zu selten in aussichtsreiche Positionen, um Nyland im Ingolstädter Tor gefährlich zu werden. Ein Standard brachte die nächste hochbrisante Situation ein: Gaus foulte den auf der linken Seite durchgestarteten Jones kurz vor dem Strafraum und kassierte Gelb. Den Freistoß schlenzte Kempe nur haarscharf am langen Pfosten vorbei (42.). Im Gegenzug hatten die Schanzer eine Konterchance, doch Heuer Fernandes war hellwach und parierte an der Strafraumgrenze stark gegen den anstürmenden Leipertz (43.).
Schuster musste in der Halbzeit umstellen: Der für en verletzten Stark eingewechselte Rosenthal agierte als hängende Spitze, dafür rückte Ji auf den rechten Flügel und Kempe zog auf die Sechs. Und die Umstellungen zeigten gleich Wirkung. In der 52. Spielminute hatte Ji eine Riesenchance. Erst krallte sich Boyd auf dem linken Flügel nach einer Nachlässigkeit von Wahl den Ball. Seine Flanke erreichte zunächst niemanden, aber Ji hetzte dem Ball hinterher, visierte das von ihm aus linke Eck an und verfehlte nur knapp.
Die Schanzer standen nun viel defensiver und beschränkten sich darauf, Nadelstiche mit Kontern zu setzen. Darmstadt hingegen übernahm das Zepter der Partie und drückte mit dem eigenen Publikum im Rücken den FCI in die eigene Spielhälfte. Die Drangphase der Lilien wurde belohnt. Nach einem Berührung von Wahl an dem heranstürmenden Holland im Sechzehner zeigte Schiedsrichter Siewer auf den Punkt. Den fälligen Elfmeter haute Kempe in die Maschen, keine Chance für Nyland – 1:1 (67.)!
Sieben Minuten später hatte Kempe die nächste vielversprechende Chance auf dem Schlappen: Nach einem ansehnlichen Doppelpass zwischen Ji und Rosenthal traf der Schütze zum 1:0 den Ball nicht mit voller Kraft, sein Flachschuss landete neben dem Gehäuse der Ingolstädter (74.).
Die Zuschauer auf den Rängen merkten: Die Lilien wollten unbedingt den Sieg – und investierten alles! Ingolstadt kam in der Offensive fast gar nicht mehr zum Zug. In der 81. Minute hatten die Schanzer dennoch eine gute Kontermöglichkeit. Kittel setzte sich auf der rechten Seite in Szene und passte von der Grundlinie aus zu Lex. Dessen Schuss aus knapp 13 Metern ging nur knapp über den Balken drüber.
Drei Uhrzeigerumdrehungen später war es Ji, der den Siegtreffer auf den Füssen hatte. Der Südkoreaner tauchte nach einem Zuspiel halblinks vor dem Ingolstädter Schlussmann auf, scheiterte aber vom linken Fünfereck am herausstürmenden Keeper (84.). Wieder drei Minuten später hatten die Lilien Glück. Hartmanns Distanzschuss aus knapp 25 Metern flog knapp rechts am Pfosten vorbei. Kurz darauf war Schluss und die Darmstädter erkämpften sich nach einer bärenstarken zweiten Hälfte einen Punkt im Abstiegskampf.