FAQs zum verlegten Testspiel gegen San Antonio
Der SV 98 beantwortet die wichtigsten Fragen zum verschobenen Testspiel der Lilien beim Kooperationspartner San Antonio FC.
Hätte irgendjemand vor der Saison prophezeit, dass man sich nach einem 1:1 in Bochum ärgern würde -der wäre wohl für verrückt erklärt worden. Doch tatsächlich überwog nach dem Punktgewinn beim hochfavorisierten Aufstiegskandidaten die Enttäuschung, zumindest unmittelbar nach dem Abpfiff. Der Grund: Der mehr als unglückliche Ausgleichsgegentreffer in der vierten Minute der Nachspielzeit.
Mit etwas Abstand blickten die Lilien dann aber auch auf die vielen positiven Aspekte des hart umkämpften Auswärtsduells im Pott. "Wenn man sieht, wie das Stadion hier ein 1:1 gegen uns feiert, dann sagt das vieles über unsere Leistung aus", erklärte beispielsweise Hanno Behrens, unermüdlicher Arbeiter im defensiven Mittelfeld.
Auch Jerôme Gondorf merkte an, dass man "heute wenig bis gar nichts zugelassen" habe: "Aber wir müssen natürlich daran arbeiten, so ein Ergebnis auch über die Zeit zu bringen. Das fehlt uns noch ein bisschen was."
Also, da waren sich alle Beteiligten einig, müsse man aus dem wiederholt späten Gegentreffer lernen, "damit wir uns das nächste Mal mit der vollen Punktzahl belohnen", wie Florian Jungwirth resümierte. Der Mittelfeldspieler, der in der vergangenen Saison noch für den VfL aufgelaufen war, kehrte am Freitagabend an seine alte Wirkungsstätte zurück. "Das war heute ein emotionales Spiel, besonders auch für mich. Ich hätte gerne den Sieg mitgenommen gegen die alten Kollegen."
So wurde es unter dem Strich ein weiterer Zähler für den Klassenerhalt, der 16. bereits in der laufenden Zweitliga-Saison. "Dann sammeln wir eben weiter mit der Eichhörnchen-Taktik", erläuterte Dirk Schuster, der Neuzugang Leon Balogun in dessen erstem Pflichtspiel für den SV 98 gleich von Anfang an brachte.
"Das war ein Wahnsinns-Gefühl für mich heute", sagte der Deutsch-Nigerianer, angesprochen auf die persönliche Bedeutung des Spiels für ihn: "Nach so vielen Monaten wieder auf dem Platz stehen zu dürfen -eine unglaublich schöne Sache für mich." Auch, so Balogun, durch die grandiose Unterstützung der rund 1500 mitgereisten Lilienfans: "Das war ganz großes Kino, was unsere Leute auf den Rängen geboten haben. Einerseits hat es uns im Spiel zusätzlich gepusht, und andererseits gibt es einem ein ganz anderes Gefühl, wenn man trotz des späten Gegentreffers mit so viel Applaus verabschiedet wird."