FAQs zum verlegten Testspiel gegen San Antonio
Der SV 98 beantwortet die wichtigsten Fragen zum verschobenen Testspiel der Lilien beim Kooperationspartner San Antonio FC.
sv98.de hat die Stimmen zum 1:2 bei Greuther Fürth zusammengefasst.
Dimitios Grammozis:
Wir hatten uns sehr viel vorgenommen und wussten, dass die Fürther in der Englischen Woche mit hoher Intensität gefahren sind. Wir wollten hier herkommen und Fürth beschäftigen um uns dann selbst gute Chancen zu erspielen. Wir hatten dann durch Marcel Heller in der zweiten Minute und durch Immanuel Höhns Kopfball aus kurzer Distanz zwei gute Gelegenheiten im ersten Durchgang – wenn wir da in Führung gehen, sieht es gleich ganz anders aus. Dazu haben wir den sehr variabel agierenden Gegner gut verteidigt und wenig zugelassen. Wir wollten in der zweiten Halbzeit weiter hohes Tempo gehen, bekommen dann aber quasi aus dem Nichts einen Elfmeter gegen uns. Natürlich geht der Ball an der Hand, aber Marcel bekommt den Ball im Grunde an die Hand gespielt – eine sehr unglückliche Situation. Das Verteidigen ist mittlerweile sehr schwer für die Spieler, die die Hände quasi hinter den Rücken oder in die Hosentaschen stecken müssten. Der Elfmeter war dann ein Signal für die nächsten Minuten und wir hatten zwei gute Chancen durch den Kopfball von Dursun und den Schuss von Kempe. Nach dem 0:2 war es dann schwer, trotzdem haben wir nochmal das Tor gemacht. Ich bin enttäuscht, weil ich denke, dass die Niederlage unnötig war. Wir werden die Niederlage gut analysieren und weiter arbeiten.
Stefan Leitl:
Ich glaube es ist alles gesagt. Mit geht es heute auch nicht so um das taktische, denn das war heute nicht so entscheiden. Respekt an meine Mannschaft, die gegen eine gute Darmstädter Mannschaft alle Körner rausgeholt hat. Das war ein Sieg des Willens, der Einstellung und des Teamgeists. Nach dieser Woche mit vielen Verletzungen und Wechseln muss ich ein großes Kompliment an die Mannschaft machen. Wir müssen so spielen wie heute, wir müssen immer an die Leistungsgrenze gehen um Spiele zu gewinnen. Das hat meine Mannschaft heute gemacht, Kompliment dafür.
Patrick Herrmann:
Wir haben nicht zu einhundert Prozent das umsetzen können, was wir uns vorgenommen hatten. Daher denke ich eher, dass wir heute das Spiel selbst verloren haben, als dass uns Fürth keine Chance gelassen hätte. Fürth war dann einfach ein wenig cleverer und hat seine Möglichkeiten kaltschnäuzig genutzt. Trotzdem ist der Elfmeter aus meiner Sicht unberechtigt. Leider hat er ihn gepfiffen, das müssen wir akzeptieren. Beim zweiten Treffer schaffen wir es dann nicht, einen Fuß richtig vor den Ball zu bekommen, danach war es enorm schwierig, noch einmal zurückzukommen.
Marcel Franke:
Aus unserer Sicht haben wir defensiv wenig zugelassen und vorne ein paar Chancen gehabt. Schlussendlich müssen wir uns an die eigene Nase fassen, die Niederlage war unser Verschulden, denn Fürth hat uns nicht an die Wand gespielt. Wir hatten schon vor der Pause gute Möglichkeiten und auch nach dem Rückstand zwei, drei Chancen zum Ausgleich. Da müssen wir die Dinger machen, wie schon gegen Regensburg haben wir da zu viel liegengelassen. Der Elfmeter hat die Partie natürlich ein wenig in eine Richtung gekippt, der Gegner hat mit der Führung nochmal Aufwind bekommen. Vielleicht lasse ich das nächste Mal meine Hand einfach in der Kabine, dann kann sowas nicht passieren. Spaß beiseite: Meiner Meinung nach war die Hand angelegt. Ich halte den Arm so, wie man ihn natürlich nach unten hält. Ich wollte die Hände nicht hinter den Rücken halten, weil mich das in der Bewegung einschränkt. Aber ich hatte sie so nah am Körper wie möglich. Trotzdem können wir nicht sagen, dass der Schiedsrichter das Spiel entschieden hat. Wir hatten genug Möglichkeiten, leider hat es nicht geklappt.
Daniel Heuer Fernandes:
Wir sind gut reingekommen und hatten vor der Pause die größeren Chancen. Fürth hatte nur die verunglückte Flanke. Nach der Pause kam uns leider der Elfmeter dazwischen, der Gegner hat dadurch neuen Schwung bekommen. Für mich war die Entscheidung sehr zweifelhaft, Marcel hält die Arme nach unten und es sind maximal zwei Meter Abstand. Wir sind sehr enttäuscht, dass wir nichts mitgenommen haben. Trotzdem war die erste Halbzeit absolut in Ordnung. Nach der Pause kamen wir nicht mehr in den Flow, da hatten wir zu wenig gute eigene Aktionen. Die Zweikampfführung war aber weiterhin gut und intensiv, nur hatte Fürth etwas mehr Spielkontrolle. Chancen hatten sie bis zum Elfmeter aber auch keine. Beim 0:2 sind viele Beine vor mir, der Schuss wird abgefälscht und ich sehe den Ball erst sehr spät. Leider konnte ich ihn dann nicht mehr um den Pfosten lenken.