FAQs zum verlegten Testspiel gegen San Antonio
Der SV 98 beantwortet die wichtigsten Fragen zum verschobenen Testspiel der Lilien beim Kooperationspartner San Antonio FC.
Allgemeines Am kommenden Wochenende führt der Weg des SV Darmstadt 98 in die nordöstliche Schwäbische Alb, um sich mit dem 1. FC Heidenheim um Ligapunkte zu messen. Nach dem 98. Ligaspiel direkt nach der Winterpause in Osnabrück ist dies nun die 100. Partie der Lilien in der 3. Liga. Hervorgegangen aus der Fußball-Abteilung des Heidenheimer Sportbundes, sorgte der FCH seit 2007 zunächst in der Regionalliga Süd für Furore, bevor im Sommer 2009 der Aufstieg in die dritthöchste deutsche Spielklasse gelang. Seitdem zählten die Heidenheimer in allen Spielzeiten zum erweiterten Kreis der Aufstiegsaspiranten, konnten sich jedoch nie für die 2. Liga qualifizieren. In den letzten beiden Jahren schrammte der FCH jeweils mit einem Punkt Rückstand ganz knapp an den Relegationsspielen zur 2. Bundesliga vorbei. Deshalb war es zu Saisonbeginn seitens der Schwaben nicht verwunderlich, erneut das Ziel Aufstieg in Angriff zu nehmen.
Um dem Anspruch eines Aufstiegsanwärters gerecht zu werden, wurde der Kader des FCH zu Saisonbeginn in seiner Qualität mit erfahrenen Spitzenspielern aus der Dritten Liga deutlich verstärkt. So kamen beispielsweise vom 1. FC Saarbrücken Ex-98er Sven Sökler, von Rot-Weiß Erfurt Stürmer Smail Morabit, Linksverteidiger Philipp Heise von Preußen Münster oder Mittelfeldspieler Julius Reinhardt von Kickers Offenbach, die sich zu bereits erfahrenen Drittligaspielern wie Torwart Erol Sabanov, Defensivspezialist Tim Göhlert oder Angreifer Florian Niederlechner gesellten. Im Zuge der Verpflichtungen fand unter anderem Darmstadt 98 die Gelegenheit, sich mit Marco Sailer und Sandro Sirigu -beide sahen in Heidenheim keine Perspektive mehr -zu verstärken.
In der Winterpause wurde darüber hinaus Abwehrspieler Daniel Vier von VfB Stuttgart II verpflichtet, der sich aufgrund einer Verletzung noch nicht in Szene setzen konnte. Ungeachtet großer Namen überragt im Kader dennoch der 28-jährige Marc Schnatterer. Der seit Einführung der 3. Liga vor rund fünfeinhalb Jahren beste Scorer der Liga wechselte zum Saisonstart 2008/09 nach Heidenheim und begleitet seitdem als Kapitän deren Erfolgsgeschichte.
Der Saisonverlauf des FCH lässt sich mit einem Adjektiv ausdrücken: souverän. In bisher 23 Spielen verließen die Heidenheimer lediglich zweimal den Platz als Verlierer. Einzig den direkten Verfolgern Leipzig und Darmstadt war ein Erfolg gegen die Ostälbler vergönnt. Mit zwei 3:0-Siegen zu Jahresbeginn gegen den Chemnitzer FC und bei Borussia Dortmund II sind die Heidenheimer weiter klar auf Meisterschaftskurs.
Mit einem Punktgewinn würden die Lilien für ein Novum sorgen, schließlich gingen bisher alle drei Aufeinandertreffen im Heidenheimer Stadion verloren. Gerade das letzte Duell dort vor knapp einem Jahr ist den Lilienfans wegen der 0:3-Niederlage und der kontrovers diskutierten Roten Karte gegen Benjamin Gorka in unguter Erinnerung. Die Heimbilanz der 98er sieht dagegen mit zwei Siegen, einem Unentschieden und einer Niederlage besser aus -nicht zuletzt wegen des Hinspiels vor 5100 Zuschauern am Böllenfalltor im August 2013. Mit einem 1:0-Erfolg sorgten die Lilien für eine faustdicke Überraschung -Milan Ivana gelang kurz nach Anpfiff zur zweiten Hälfte der Treffer des Tages. Zu diesem Zeitpunkt konnte noch niemand erahnen, dass die Begegnung am kommenden Samstag zum Spiel Erster gegen Dritter wird. Dazu stehen sich die Mannschaften mit den meisten geschossenen Toren (41 bzw. 37) und wenigsten Gegentreffer (13 bzw. 20) gegenüber. Einer der Heidenheim Verantwortlichen konnte alle Duelle aus nächster Nähe verfolgen: Frank Schmidt sitzt seit Sommer 2008 auf der Trainerbank. Auf zweien der 13.000 Plätze im Stadion dürften -jeweils wegen Gelbsperren -Dominik Stroh-Engel auf Darmstädter und Sebastian Griesbeck auf Heidenheimer Seite Platz nehmen.
Jürgen Arras (FuFa)
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