FAQs zum verlegten Testspiel gegen San Antonio
Der SV 98 beantwortet die wichtigsten Fragen zum verschobenen Testspiel der Lilien beim Kooperationspartner San Antonio FC.
Allgemeines Der SV Darmstadt 98 wird im nächsten Auswärtsspiel nach Sachsen reisen, um beim Chemnitzer FC zu gastieren.
Als ehemaliger DDR-Meister im Jahr 1967 blickt der Verein auf ruhmreiche Zeiten zurück, war er doch vor der Wende als FC Karl-Marx-Stadt fester Bestandteil der DDR-Oberliga und konnte durch die gute Jugendarbeit auch den einen oder anderen Nationalspieler hervorbringen. Vielen bekannt dürfte in diesem Zusammenhang der spätere DFB-Nationalspieler und mehrfache Fußballer des Jahres Michael Ballack sein, den Otto Rehhagel in den neunziger Jahren vom CFC nach Kaiserslautern lotste und der von dort seine erfolgreiche Karriere in der Bundesliga beginnen konnte.
Die Westsachsen erlebten nach der Wende eine wechselvolle Geschichte. Einem zweijährigen Gastspiel in der zweiten Bundesliga zur Jahrtausendwende erfolgte im Jahr 2006 der Abstieg bis in die Viertklassigkeit. Seit jedoch Mathias Hänel als Präsident die Geschicke des Clubs in der darauf folgenden Saison übernahm, ging es kontinuierlich aufwärts mit den Himmelblauen, wie sie aufgrund der Trikotfarbe auch genannt werden. Als nach einer Anlaufphase über mehrere Spielzeiten schließlich der Aufstieg in die 3. Liga 2011 gelang -analog zum SV 98 im Süden sicherten sich die Chemnitzer die Regionalligameisterschaft der Nordstaffel -wird beim Tabellensechsten der letzten Saison zumindest auf struktureller Ebene auf Kurs Richtung Zweite Liga genommen: Ende Januar begann nämlich mit dem Spatenstich der schrittweise Umbau des Stadions an der Gellertstraße zu einer zeitgemäßen Spielstätte, die den Anforderungen eine Liga höher genügen wird. Um auch auf sportlicher Seite wieder in ruhigeres Fahrwasser zu gelangen, wurde bereits im Herbst letzten Jahres nach über fünfjähriger Amtszeit Trainer Gerd Schädlich aufgrund des schlechten Saisonstarts durch Karsten Heine ersetzt.
Nach der hoffnungsvollen Platzierung in der letzten Saison wurde der Kader des CFC durch Zweitligakräfte weiter deutlich verstärkt, um den Aufstieg anpeilen zu können. Während mit Ronny Garbuschewski einer der Aufstiegshelden den Weg zurück von Fortuna Düsseldorf nach Sachsen fand, kam Marc Hensel von Erzgebirge Aue. Ungeachtet des Trainerwechsels spielen beide eine wichtige Rolle im Mittelfeld des CFC, die gemeinsam mit Sascha Pfeffer und Maik Kegel die Stürmer Anton Fink und Benjamin Förster in Szene setzen sollen. Auf der Torhüterposition vertraut der Chemnitzer Coach Philipp Pentke, der durch Stefan Riederer als Neuzugang von der SpVgg Unterhaching zu Saisonbeginn Konkurrenz bekam. In der Winterpause wählte Josip Landeka als Trikotfarbe ein dunkleres blau anstelle von himmelblau, er schnürt seit einigen Wochen am Böllenfalltor seine Schuhe für die Lilien.
Der Saisonverlauf in der Vorrunde entsprach überhaupt nicht den Vorstellungen und Saisonzielen der Westsachsen, fand man sich auf den hinteren Tabellenplätzen wieder. Aktuell befindet sich der Club gegenwärtig auf Platz 18, der am Saisonende den Abstieg in die Viertklassigkeit bedeuten würde. Besonders die Torausbeute leidet bei den Sachsen seit Beginn des neuen Jahres, noch konnte sich kein Schütze in die Torliste eintragen, sodass lediglich ein torloses Unentschieden im letzten Heimspiel gegen den MSV Duisburg den einzigen Punkt nach der Winterpause brachte. Die Chemnitzer werden sicherlich am Samstag alles daran setzen die Trendwende zu schaffen. Dementsprechend werden sich die Lilien auf einen heißen Tanz einstellen müssen.
Torlos endete die erste Begegnung der 98er mit dem Chemnitzer FC im September 1991 am Böllenfalltor, wobei unter anderem Jürgen Baier auf Darmstädter und Steffen Heidrich auf Chemnitzer Seite aufliefen. Trainer der Gäste war damals kein geringerer als Hans Meyer, der später mit dem 1. FC Nürnberg den DFB-Pokal gewinnen konnte und beim letzten Auswärtssieg der Blau-Weißen in Chemnitz ebenfalls auf der Bank saß. Vor über 21 Jahren entschied ein Tor von Thomas Weiss in der ersten Halbzeit das Spiel zugunsten der Darmstädter mit 1:0, Tom Eilers konnte dabei im Abstiegsjahr im Tor der Lilien nicht bezwungen werden. Neben neun Duellen im Ligaspielbetrieb trafen beide Mannschaften in der ersten Runde des DFB-Pokals der 1999/2000 aufeinander, als frischgebackener Oberligameister mussten sich die Lilien am Böllenfalltor am Ende den Himmelblauen geschlagen geben, das Spiel endete 2:4. Bei Betrachtung der Drittligabegegnungen zwischen beiden Teams hat der CFC mit einem Tor die Nase vorn. Sowohl die Südhessen als auch die Westsachsen konnten bisher jeweils einen Heimsieg verbuchen, die restlichen Spiele endeten Unentschieden bei einer Tordifferenz von 6:5 zugunsten Chemnitz. Im Hinspiel gab es ein 1:1-Remis.
Jürgen Arras (FuFa)
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