FAQs zum verlegten Testspiel gegen San Antonio
Der SV 98 beantwortet die wichtigsten Fragen zum verschobenen Testspiel der Lilien beim Kooperationspartner San Antonio FC.
Nach Erfurt, zweimal Stuttgart und Wiesbaden reist in dieser Drittliga-Saison mit Holstein Kiel die fünfte Mannschaft aus einer Landeshauptstadt ans Böllenfalltor. Als Aufsteiger aus der Regionalliga Nord möchten die Norddeutschen in Südhessen den Klassenerhalt klarmachen, damit in der Stadt des Handballserienmeisters THW auch ein weiteres Jahr Profisport mit dem Fuße geboten wird. Der Kieler SV Holstein von 1900, wie er sich eigentlich nennt, blickt bereits auf sehr erfolgreiche Zeiten zurück, waren sie doch im Jahre 1912 der neunte Deutsche Meister des DFB. Danach gab es zwischen 1978 und 1981 den letzten sportlichen Höhenflug mit der Teilnahme an der 2. Bundesliga. Für Holstein ist es nach 2009/10 nun die zweite Saison in der 3.-Liga, der nun eine dritte folgen soll.
Der Ende August gekommene Trainer Karsten Neitzel sorgte in der Winterpause besonders im Angriff und Mittelfeld für Veränderungen. Neben Deran Töksöz verließ Steve Müller den Verein, beide spielten sportlich eine eher untergeordnete Rolle. Dafür wurde mit dem Dänen Mikkel Vendelbo ein Mittelfeldspieler verpflichtet, der seit seiner Ankunft in jedem 3. Liga-Spiel eingesetzt wurde. Alternativen zu den Stürmern Fiete Sykora und Marcel Schied wurden in Manuel Schäffler (FC Ingolstadt), Kevin Schulze (Greuther Fürth) und dem Finnen Mika Ääritalo gefunden, wobei von den Neuen einzig der 22-jährige Schulze bisher einen Treffer erzielen konnte. Neben den erwähnten Sykora (5 Tore) und Schied (3 Tore) zeigte sich Abwehrspieler Marcel Gebers sehr treffsicher und netzte bereits fünfmal in dieser Saison ein. Prunkstück der Kieler bildet aber zweifelsohne der Abwehrverbund vor Torwart Niklas Jakusch, der während der Saison Maximilian Riedmüller aus dem Kasten verdrängen konnte. Gemeinsam mit der Viererkette, die sich aus Fabian Wetter, Patrick Herrmann, Gebers sowie Manuel Hartmann zusammensetzt, ließen die Torhüter erst 37 Gegentreffer zu.
Nach überragendem Saisonstart, als der KSV zwischenzeitig sogar Tabellenzweiter war, knüpften die Fördestädter nach der Winterpause an ihre mäßigen Leistungen zum Hinrundenschluss an und pendelten sich daher zwischen den Rängen 15 und 18 ein. Besonders in der Ferne konnte Kiel in der Rückrunde nicht vollends überzeugen, der erste Auswärtssieg in diesem Jahr steht noch aus. Obwohl nur der Tabellenzweite aus Leipzig als einzige Mannschaft im Jahr 2014 alle drei Punkte aus dem Holstein-Stadion entführen konnte, sorgten die letzten beiden Heimbegegnungen für Kieler Sorgenfalten, als es gegen Jahn Regensburg und Borussia Dortmund II bei Abpfiff jeweils 0:0 stand. Das Torverhältnis von +2 Treffern zeigt zudem auf, dass die Blau-Weißen meist ihre Spiele knapp verlieren bzw. relativ hohe Siege einfahren.
Anfang Dezember 2013 kam es zum ersten Aufeinandertreffen beider Mannschaften in Kiel. Durch Tore von Milan Ivana und Benjamin Gorka leitete der 2:0-Auswärtssieg die Trendwende Richtung Aufstiegsplätze für die 98er ein, nachdem es damals zuvor vier sieglose Spiele in Folge gegeben hatte. Wie vor einem Jahr am 38. Spieltag kämpft am Böllenfalltor erneut die Auswärtsmannschaft um den Klassenerhalt. Holstein Kiel benötigt aufgrund des deutlich besseren Torverhältnisses gegenüber Elversberg (21 Tore) lediglich ein Unentschieden, um als Neuling den Gang in die Viertklassigkeit zu verhindern.
Jürgen Arras (FuFa)
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