Kaderveränderungen seit der Winterpause
Der Ende August gekommene Trainer Karsten Neitzel sorgte in der Winterpause besonders im Angriff und Mittelfeld für Veränderungen. Neben Deran Töksöz verließ Steve Müller den Verein, beide spielten sportlich eine eher untergeordnete Rolle. Dafür wurde mit dem Dänen Mikkel Vendelbo ein Mittelfeldspieler verpflichtet, der seit seiner Ankunft in jedem 3. Liga-Spiel eingesetzt wurde. Alternativen zu den Stürmern Fiete Sykora und Marcel Schied wurden in Manuel Schäffler (FC Ingolstadt), Kevin Schulze (Greuther Fürth) und dem Finnen Mika Ääritalo gefunden, wobei von den Neuen einzig der 22-jährige Schulze bisher einen Treffer erzielen konnte. Neben den erwähnten Sykora (5 Tore) und Schied (3 Tore) zeigte sich Abwehrspieler Marcel Gebers sehr treffsicher und netzte bereits fünfmal in dieser Saison ein. Prunkstück der Kieler bildet aber zweifelsohne der Abwehrverbund vor Torwart Niklas Jakusch, der während der Saison Maximilian Riedmüller aus dem Kasten verdrängen konnte. Gemeinsam mit der Viererkette, die sich aus Fabian Wetter, Patrick Herrmann, Gebers sowie Manuel Hartmann zusammensetzt, ließen die Torhüter erst 37 Gegentreffer zu.
Rückrundenverlauf
Nach überragendem Saisonstart, als der KSV zwischenzeitig sogar Tabellenzweiter war, knüpften die Fördestädter nach der Winterpause an ihre mäßigen Leistungen zum Hinrundenschluss an und pendelten sich daher zwischen den Rängen 15 und 18 ein. Besonders in der Ferne konnte Kiel in der Rückrunde nicht vollends überzeugen, der erste Auswärtssieg in diesem Jahr steht noch aus. Obwohl nur der Tabellenzweite aus Leipzig als einzige Mannschaft im Jahr 2014 alle drei Punkte aus dem Holstein-Stadion entführen konnte, sorgten die letzten beiden Heimbegegnungen für Kieler Sorgenfalten, als es gegen Jahn Regensburg und Borussia Dortmund II bei Abpfiff jeweils 0:0 stand. Das Torverhältnis von +2 Treffern zeigt zudem auf, dass die Blau-Weißen meist ihre Spiele knapp verlieren bzw. relativ hohe Siege einfahren.
Bilanz
Anfang Dezember 2013 kam es zum ersten Aufeinandertreffen beider Mannschaften in Kiel. Durch Tore von Milan Ivana und Benjamin Gorka leitete der 2:0-Auswärtssieg die Trendwende Richtung Aufstiegsplätze für die 98er ein, nachdem es damals zuvor vier sieglose Spiele in Folge gegeben hatte. Wie vor einem Jahr am 38. Spieltag kämpft am Böllenfalltor erneut die Auswärtsmannschaft um den Klassenerhalt. Holstein Kiel benötigt aufgrund des deutlich besseren Torverhältnisses gegenüber Elversberg (21 Tore) lediglich ein Unentschieden, um als Neuling den Gang in die Viertklassigkeit zu verhindern.
Jürgen Arras (FuFa)
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