FAQs zum verlegten Testspiel gegen San Antonio
Der SV 98 beantwortet die wichtigsten Fragen zum verschobenen Testspiel der Lilien beim Kooperationspartner San Antonio FC.
Bereits am Freitag (25.4., 19 Uhr) treffen die Lilien auf den FC Rot-Weiß Erfurt. Die Thüringer sind Urgesteine der 3. Liga, spielen mittlerweile ihre sechste Saison und haben als erstes Team überhaupt die Marke von 300 Punkten in der ewigen Drittligabelle übertroffen. Mittelfristig möchte der FC RWE jedoch die Liga verlassen. Die Infrastruktur für einen Aufstieg durch den Umbau des Steigerwaldstadions in eine Multifunktionsarena soll bald geschaffen sein.
Als der Österreicher Walter Kogler, vorher bereits über längere Zeit in der Bundesliga der Alpenrepublik beim FC Wacker Innsbruck erfolgreich, im Sommer das Kommando beim FC übernahm, wurde ein personeller Umbruch mit einer engeren Verzahnung zwischen Senioren- und Juniorenbereich eingeleitet, der in dieser Spielzeit bereits erste Früchte trägt. Neben Routiniers wie Marco Engelhardt, der auch auf A-Länderspiele zurückblicken kann, oder Nils Pfingsten-Reddig, der über 200 Drittligaspiele aufweist, haben sich eine Reihe von talentierten Spielern einen Stammplatz in der Elf aus der Domstadt erkämpft. So trat der 20-jährige Philipp Klewin bereits in die Fußstapfen von Keeper Sponsel. Darüber hinaus ist dieser Jahrgang mit Niklas Kreuzer, Kevin Möhwald, Maik Baumgarten oder Jonas Nietfeld stark vertreten. In der Winterpause wurden weitere Youngster in den Kader integriert, darüber hinaus wurde von den RasenBallsportlern aus Leipzig Stürmer Carsten Kammlott verpflichtet, der in zwölf Spielen bereits sieben Treffer markieren konnte und inzwischen die interne Torschützenliste allein anführt. Apropos Treffer: Die 50 erzielten Tore verteilen sich auf 15 Feldspieler und zeigen die Torgefährlichkeit bei Rot-Weiß in Mittelfeld sowie Angriff auf.
Zu Beginn der Rückrunde waren die Erfurter noch auf Tuchfühlung zu den Aufstiegsrängen und nahmen punktgleich mit Darmstadt den fünften Rang ein. Bedingt durch eine wechselhafte Rückrunde, in denen bislang 17 Punkte erreicht wurden, rutschte man auf den elften Platz ab. Am vergangenen Spieltag gelang im Heimspiel gegen Dortmund II durch einen klaren 3:1-Sieg eine Trendwende und ließen die drei Niederlagen in Folge gegen Heidenheim, Regensburg und Chemnitz in den Partien zuvor vergessen.
Die Bilanz zwischen den Südhessen und den Thüringern ist bei 15 Spielen nahezu ausgeglichen. Bemerkenswerterweise dominieren bei den Begegnungen jeweils die Heimteams, so dass erst in der Saison 2012/13 beide Mannschaften erstmals Auswärtssiege einheimsen konnten. Es wird das dritte Spiel in der 3. Liga am Böllenfalltor zwischen beiden Teams sein, wobei die 98er noch auf einen Heimdreier warten (1:1 in 11/12 sowie 0:1 in 12/13 aus Darmstädter Sicht). Zwei Akteuren, die vielleicht am Freitag auch auflaufen werden, dürfte möglicherweise der letzte 98er-Erfolg daheim gegen Rot-Weiß in Erinnerung geblieben sein. Unter anderem wurde vor fast genau 13 Jahren mit Elton da Costa Erfurt durch einen Treffer von David Wagner besiegt und in der Startaufstellung des FC RWE stand der bereits eingangs erwähnte Marco Engelhardt. Die damalige Tabellenkonstellation ist für die Lilien mit der derzeitigen Situation vergleichbar, als man unter Trainer Michael Feichtenbeiner an das Tor zur 2. Bundesliga anklopfte und in der Woche zuvor ebenfalls bei einem direkten Aufstiegskonkurrenten -damals war es Eintracht Trier -mit 0:1 verloren wurde.
Beim letzten Aufeinandertreffen im November letzten Jahres dürften sich all diejenigen, die das Stadion bereits frühzeitig vor Abpfiff verlassen hatten und es mit Rot-Weiß hielten, sichtlich geärgert haben. Den Erfurtern gelangen in einer turbulenten Schlussphase noch drei Treffer, so dass die Partie deutlich mit 3:0 gewonnen werden konnte. Seit letztem Samstag ist es die vorletzte Niederlage der Lilien in dieser Runde.
(Jürgen Arras / Fan- und Förderabteilung)
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