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20.10.2013 / Allgemein

Unser nächster Gegner im Fokus: SC Preußen Münster

Nur ein einziger Punkt fehlte den Preußen aus Münster am letzten Spieltag der vergangenen Saison, um den Relegationsplatz zum Aufstieg in die 2. Bundesliga zu erreichen. Die Preußen, mit den Lilien 2011 aufgestiegen, spielten eine hervorragende zweite Spielzeit in der 3. Liga, erreichten 72 Punkte und waren trotz des verpassten Aufstiegs die Überraschungsmannschaft schlechthin. Das Team blieb auch zur neuen Saison im Kern zusammen und wurde nur punktuell verstärkt, so dass Münster zu Beginn der neuen Runde als Favorit auf die vorderen Plätze galt.

Der Start gelang mit einem souveränen 3:0 gegen Wacker Burghausen, auch in den folgenden drei schweren Partien in Leipzig, gegen Erfurt und in Wiesbaden gegen Wehen konnten die Preußen punkten. Der Knackpunkt folgte dann im Heimspiel gegen Holstein Kiel (0:3), die Mannschaft geriet aus dem Tritt und konnte in den folgenden vier Partien nur noch einen Punkt in Elversberg ergattern -das in der vergangenen Saison viertstärkste Heimteam der Liga unterlag im eigenen Stadion gegen den VfB Stuttgart II und gegen die SpVgg Unterhaching. Auch in Heidenheim gab es keine Punkte. Auf Platz 17 angekommen reagierte die Vereinsführung und ersetzte Trainer Pavel Dotchev durch Ralf Loose. Ihm gelang es, die Mannschaft zunächst zu stabilisieren (0:0 gegen Regensburg, 1:1 im Nachholspiel in Osnabrück) und schließlich mit zwei 4:0-Erfolgen in Chemnitz und gegen Dortmund II in die Erfolgsspur zurück zu bringen.
Gerade in den letzten beiden Partien war Marcus Piossek, der gemeinsam mit Gaetano Manno vom Lokalrivalen VfL Osnabrück kam, mit vier Treffern maßgeblich an den hohen Siegen beteiligt, auch Matthew Taylor (hierzu:„Das Interview der Woche“) hat bereits vier Tore auf dem Konto. Überhaupt hat Preußen Münster -trotz Tabellenplatz 14 -mit 24 Toren die derzeit stärkste Offensivabteilung der Liga, schon elf Spieler konnten sich hier in die Schützenliste eintragen. Dafür steht die Abwehr mit 20 Gegentoren insgesamt nicht so stabil, allerdings kassierten die Preußen in den vier Spielen unter Ralf Loose nur ein einziges Gegentor. Bei 44 Toren in 13 Partien von Preußen Münster scheint Spektakel garantiert.
Im Gegensatz zum Ligabetrieb zeigte Preußen Münster gerade in der aktuellen DFB-Pokal-Saison was in der Mannschaft steckt. Gegen den Zweitligisten FC St. Pauli konnte in der ersten Runde ein 1:0-Sieg erreicht werden, den das zahlreiche treue Publikum im altehrwürdigen Preußenstadion ausgelassen zu feiern wusste. In der zweiten Runde war der FC Augsburg zu Gast und gewann dem Ligenunterschied entsprechend standesgemäß mit 3:0. Wie die gegen Schalke unterlegenen Lilien können sich die Preußen nun wieder voll und ganz auf ihre Ziele in der 3. Liga konzentrieren.
Neu bei den Preußen ist neben den bereits Genannten auch Julian Riedel, ein hoffnungsvolles Talent von Bayer Leverkusen, der in der Europa League schon zum Einsatz kam und für Bayer gegen Rosenborg Trondheim den 1:0-Siegtreffer erzielen konnte. Rogier Krohne kam vom BV Cloppenburg als Torschützenkönig der Regionalliga Nord (24 Treffer), sodass die Abgänge -etwa von Torjäger Dimitrij Nazarov -und das Karriereende vom erfahrenen Babacar N’Diaye kompensiert zu sein scheinen. Gemeinsam mit Spielgestalter Amaury Bischoff, dem Mittelfeld-Dauerbrenner Jens Truckenbrod, Außenbahnspieler Dennis Grote und der wiedererstarkten Abwehr um Torhüter Daniel Masuch bieten die Schwarz-Weiß-Grünen eine gute Mischung aus jung und alt auf.
Ähnlich wie die Lilien erlebt der einstige Bundesligist momentan eine Renaissance, als im Mai 2011 nach über zwanzigjähriger Abstinenz die Rückkehr in den Profifußball gelang. Es trifft somit am kommenden Samstag eine gehörige Portion Tradition aufeinander, der Ausgang des Spiels ist wegen den jüngsten Entwicklungen -die Lilien auf Platz drei und die Preußen im Aufwind -offener denn je.
Seit dem Aufstieg in die 3. Liga konnte der SV 98 aber beide Heimspiele gegen die Preußen mit 2:1 für sich entscheiden. In der letzten Saison trafen Uwe Hesse und Andreas Gaebler für die Lilien, kurz vor Spielende konnte Amaury Bischoff per Freistoß zum 1:2-Endstand verkürzen. Im Rückspiel kurz vor Weihnachten siegten die Preußen dann zu Hause mit 3:0, als Marco Königs (jetzt Wehen Wiesbaden) ein Dreierpack gelang.
Insgesamt ist die Bilanz gegen Preußen Münster ausgeglichen: In neun Spielen (inkl. ein Duell im DFB-Pokal) gab es vier Siege, ein Unentschieden und vier Niederlagen für die Lilien (9:11 Tore).
(JA/MS)

Weitere Informationen zum SC preußen Münster finden Sie hier.

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