FAQs zum verlegten Testspiel gegen San Antonio
Der SV 98 beantwortet die wichtigsten Fragen zum verschobenen Testspiel der Lilien beim Kooperationspartner San Antonio FC.
Allgemeines Im vierten Pflichtspiel des Jahres 2014 gastiert beim SV 98 am Samstag der SSV Jahn Regensburg, der sich nach dem Abstieg aus der 2. Bundesliga wieder in der 3. Liga stabilisieren will. Neben letzter Saison -die Regensburger konnten sich überraschend im Mai 2012 in der Relegation gegen den Karlsruher SC durchsetzen -kann als weiterer Höhepunkt in der jüngeren Vergangenheit der Vereinshistorie die Zweitligasaison 2003/04 genannt werden. Seit dem Jahr 2000 spielt nun der Jahn, wie er gewöhnlich bezeichnet wird, fast durchgängig als etablierter Club in den dritthöchsten Spielklassen der Republik.
Neben einem Großteil der Mannschaft wurde auch die Person auf dem Cheftrainersessel der Oberpfälzer zu Saisonbeginn gewechselt, Thomas Stratos übernahm seine erste Stelle als Trainer im Profifußball, einigen dürfte er als Spieler aus Bundesligazeiten beim Hamburger SV oder Arminia Bielefeld noch bekannt sein. Vornehmlich aus den Regionalligen wurden Spieler verpflichtet, um den Weggang arrivierter Kräfte wie beispielsweise André Laurito (jetzt Rot-Weiß Erfurt) oder Francky Sembolo (zu Arminia Bielefeld, jetzt beim Halleschen FC) zu kompensieren. So zog es beispielsweise Aias Aosman (1. FC Köln II), Gino Windmüller (SV Bergisch Gladbach) oder Azur Velagic (FC Ingolstadt II) an die Donau, die sich allesamt zu Stammspielern im Team entwickelten. Erwähnenswert stellt sich die Situation auf der Torhüterposition dar, bis zum 13. Spieltag hatte noch Patrick Wiegers die Nase vorn, seit elf Spielen wird der Kasten nun vom Österreicher Bernhard Hendl gehütet. Die interne Torschützenliste führt Stürmer Abdenour Amachaibou mit sieben Treffern an, gefolgt von Mittelfeldspieler Jim-Patrick Müller (5 Tore).
Möglicherweise bedingt durch den großen personellen Umbruch, begann Jahn Regensburg die Saison relativ holprig, erst am fünften Spieltag konnte der erste Dreier gegen Dortmund II geholt werden, dem ein 2:0-Heimsieg gegen die Lilien folgte. Damals sorgte der 21-jährige Aias Aosman mit einem Doppelpack dafür, dass die Blau-Weißen vor 3.300 Zuschauern ohne Tor und Punkt das Jahnstadion wieder verließen. Generell gelten die Domstädter als heimstark, 22 der bisher 34 erzielten Punkte wurden auf heimischen Rasen errungen. Während der Jahn in der Vorrunde auf Platzierungen der zweiten Tabellenhälfte vorzufinden war, befinden sie sich gegenwärtig auf Rang acht, das zugleich die höchste Platzierung diese Saison darstellt. Insbesondere die aktuelle Serie von fünf unbezwungenen Spielen trug hierzu bei, die letzte Niederlage für den Jahn gab es Anfang Dezember in Osnabrück. Wie Darmstadt sind die Regensburger in der Rückrunde mit drei Siegen und zwei Remis noch ungeschlagen, Stürmer Romas Dressler konnte dabei in seinen letzten drei Spielen mit drei Treffern und zwei Torvorlagen auf sich aufmerksam machen.
Es wird das zwanzigste Aufeinandertreffen beider Mannschaften, wobei die Bilanz der Südhessen gegen die Oberpfälzer durchaus als verbesserungswürdig zu bezeichnen ist. Von bislang insgesamt nur vier Siegen in neunzehn Vergleichen wurden drei am Böllenfalltor errungen, der letzte datiert aus dem Mai 2006, als Ivo Ilicevic und Matias Esteban Cenci mit Treffern zum 2:0-Erfolg beitrugen. Damals stand zudem der heutige Regensburger Co-Trainer Harry Gfreiter noch auf dem Platz. Von unrühmlicher Bekanntheit unter den Lilienfans dürften allerdings zwei Niederlagen gegen den Jahn sein: Einerseits das 2:7 an der Donau im Herbst 2005, das den Abschied des damaligen Trainer Bruno Labbadias einleitete und andererseits das 1:3 vor heimischen Publikum am letzten Spieltag der Saison 2002/03, das zum Abstieg der blau-weißen in die viertklassige Oberliga führte.
Die Lilien wollen Ihre Bilanz gegen den Jahn am Samstag natürlich aufbessern und zählen dabei auf die Unterstützung ihrer Fans.
Jürgen Arras (FuFa)
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