FAQs zum verlegten Testspiel gegen San Antonio
Der SV 98 beantwortet die wichtigsten Fragen zum verschobenen Testspiel der Lilien beim Kooperationspartner San Antonio FC.
Der Spielplan der 3. Liga beschert den Lilien für das letzte Auswärtsspiel in der regulären Saison eine kurze Anreise. Mit etwa 45 km Entfernung werden die 98er-Fans eine Reihe von Verkehrsmittel -neben dem Auto und der Bahn auch das Schiff -nutzen, um sich vor Ort die Begegnung des Tabellendritten gegen den -vierten anzuschauen. Gegenüber den Heinern, die völlig überraschend auf dem Relegationsplatz stehen, spielen die Rot-Schwarzen aus dem Taunus wie von Experten erwartet in der 3. Liga oben mit und möchten insbesondere nach dem überraschenden Ausscheiden im Hessenpokalhalbfinale gegen Kickers Offenbach nun diesen Platz nicht mehr abgeben, berechtigt dieser doch zur Direktteilnahme am DFB-Pokal.
Ende Oktober wurde nach einer schwächeren Phase auf der Trainerbank des SV Wehen Wiesbaden ein personeller Wechsel vollzogen, so dass nach Peter Vollmann nun Marc Kienle als Chefcoach fungiert. Gegenüber der Vorrunde blieb der Kader weitgehend unverändert, lediglich Steffen Haas, der das Mittelfeld verstärken konnte, stieß Ende Januar vom Zweitligisten Karlsruher SC hinzu. Aufgrund weniger Einsätze verabschiedeten sich aus der hessischen Landeshauptstadt zur Winterpause hingegen Julian Wießmeier und Jeff Gyasi, die nun beim 1. FC Nürnberg II in der Bayernliga bzw. beim SV Elversberg auf Punktejagd gehen. Insgesamt verfügt der SV Wehen Wiesbaden über einen qualitativ hoch besetzten Kader an erfahrenen Drittliga-Spielern. Bedingt durch den Trainerwechsel erkämpfte sich Marcus Kolke den Stammplatz von Michael Gurski, der zu Saisonbeginn das Tor hütete.
In der Abwehr stehen den Wiesbadenern gestandene Spieler wie Nico Herzig, Marcus Mann (ehemals Darmstadt 98) oder Maximilian Ahlschwede zur Verfügung, während das Mittelfeld durch Tobias Jänicke, Robert Müller, Alf Mintzel, Michael Wiemann und Nils-Ole Book gebildet wird. Im Angriff vertraut Kienle José-Pierre Vunguidica, der mit zehn Treffern und einem Tor Vorsprung vor Mittelfeldspieler Jänicke aktuell der beste Schütze des SVWW ist. Der Youngster Luca Schnellbacher, der übrigens in der Jugend beim SV 98 kickte, ist im Angriff bereits zu 24 Einsätzen gekommen. Seinen ersten Doppelpack in der 3. Liga konnte der 20-jährige beim letzten Auswärtsspiel bei Borussia Dortmund II feiern, als er in der Schlussphase seine Treffer drei und vier markierte.
Eine Serie von sieben sieglosen Spielen im September und Oktober ließ die Wiesbadener von den eigentlich anvisierten oberen Plätzen abrutschen, wovon sie sich nie mehr richtig erholen konnten. Seitdem befinden sie sich im vorderen Mittelfeld und kämpfen gegen den MSV Duisburg, den Stuttgarter Kickers und Preußen Münster um den begehrten vierten Platz. Untermauert wurde die Tabellenposition zuletzt bei den vergangenen beiden Spiele des SVWW, als in der Wiesbadener BRITA-Arena (rund 12.000 Plätze) erst der Chemnitzer FC mit 1:0 bezwungen wurde und wie bereits erwähnt danach ein deutlicher Auswärtssieg bei den Westfalen gelang. Für den SVWW war es der höchste Sieg in der Fremde seit fast drei Jahren.
Nachdem der SV Wehen als Taunussteiner Ortsteil in den neunziger Jahren zu den arrivierten Vereinen in der Rhein-Main-Region aufschloss und seit dem Zweitligaaufstieg nach Wiesbaden umzog, ist das Aufeinandertreffen mit den Lilien inzwischen ein gelerntes Duell. Bei 24 Spielen zwischen Rot-Schwarz und Blau-Weiß konnten die Wehen-Wiesbadener sieben und die Lilien acht Siege verbuchen, die restlichen neun Aufeinandertreffen endeten neunmal remis.
Bemerkenswerterweise bieten beide Mannschaften dabei eine hohe Heimstärke auf, so gewann Darmstadt erst zwei Spiele als Auswärtsteam, eines davon in der Saison 2004/05 mit 2:1 durch Tore von Sachar Theres und Nikola Jovanovic und das andere nach der Rückkehr in die 3. Liga Mitte August 2011 mit 1:0 durch einen Treffer von Danny Latza. Die damalige 0:1-Niederlage der Wehener hat der heutige Publikumsliebling der Lilien und damalige SVWW-Spieler Marco Sailer eine Halbzeit lang hautnah auf dem Platz miterlebt -er wurde jedoch zur Pause ausgewechselt. Milan Ivana und Dominik Stroh-Engel hingegen konnten beim letzten Spiel in Wiesbaden kurz vor Schluss noch den Ausgleich der Hausherren im Wiesbadener Trikot bejubeln. Alle drei Genannten werden kommenden Samstag bei den 98ern durch Gelbsperren und Verletzungen leider nicht aktiv ins Spielgeschehen eingreifen können, bei Wehen Wiesbaden sind nahezu alle Mann an Bord.
(Jürgen Arras / Fan- und Förderabteilung)
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