FAQs zum verlegten Testspiel gegen San Antonio
Der SV 98 beantwortet die wichtigsten Fragen zum verschobenen Testspiel der Lilien beim Kooperationspartner San Antonio FC.
Allgemeines In der Winterpause sorgte der VfL Osnabrück abseits des grünen Rasens für Schlagzeilen. Zu Jahresbeginn traten drei Mitglieder des Vorstandes, unter ihnen auch Präsident Christian Kröger, von ihren Ämtern zurück. Nun leitet Vizepräsident Christoph Ehrenberg bis Mai die Geschicke der Niedersachsen, die sich mit vier Punkten Rückstand auf den Relegationsrang, den gegenwärtig die Lilien einnehmen, in der Tabelle in aussichtsreicher Lauerstellung befinden.
Als Tabellendritter der letzten Saison besitzt der Osnabrücker Kader hohe Qualität, wobei Keeper Daniel Heuer Fernandes und Stürmer Adriano Grimaldi mit acht Saisontoren noch besonders herausstechen. Als 21-jähriger konnte der Torhüter in einer Reihe von Spielen sein Können unter Beweis stellen und verlängerte zur Freude aller seinen zum Saisonende auslaufenden Kontrakt um ein weiteres Jahr. Auch Grimaldi spielte sich insbesondere zu Saisonbeginn in den Vordergrund, ihm gelangen in den ersten neun Spielen sieben Treffer. Aufsehen erregte sicherlich auch seine spektakuläre Gesichtsverletzung, die er sich im DFB-Pokalspiel gegen Erzgebirge Aue, das die Osnabrücker überraschend deutlich mit 3:0 gewannen, zuzog. Angeführt vom starken Linksverteidiger Alexander Dercho, der gerade vom kicker zum besten defensiven Außenspieler der Liga gewählt wurde, wird der Abwehrverbund von Michael Hohnstedt, David Pisot und Marcel Stadel komplettiert. Nicht nur defensiv wussten insbesondere Hohnstedt und Dercho vor der Winterpause zu überzeugen, indem sie insgesamt fünf Treffer beisteuerten und sich in der internen Torjägerliste hinter Grimaldi und dem Ex-Offenbacher Pascal Testroet (sechs Saisontore) einreihen. Der VfL verhielt sich in der Winterpause zurückhaltend auf dem Transfermarkt, sodass Trainer Maik Walpurgis, im Sommer vom Nachbarn Sportfreunde Lotte verpflichtet, seinem bisherigen Kader vertraut.
Mit drei Siegen in die Saison gestartet, konnte Osnabrück sich mit konstanten Leistungen in der oberen Tabellenhälfte festsetzen und steht aktuell auf dem 6. Tabellenplatz. Der höchste Sieg in dieser Runde konnte in Burghausen erzielt werden, als Grimaldi beim 4:1 gegen Wacker einen Sahnetag erwischte und ihm neben zwei Treffern auch zwei Assists gelangen. In den letzten zehn Spielen teilte Osnabrück sich lediglich bei Holstein Kiel die Punkte, sonst stehen vier Siege und fünf Niederlagen auf dem Ergebniszettel.
Als im Sommer 2011 der SV Darmstadt 98 sein erstes Drittligaspiel gegen den VfL Osnabrück bestritt, konnte niemand ahnen, dass auch das 98. Spiel in Liga 3 erneut die Niedersachsen als Gegner vorsieht. Ein würdiger Rahmen für die Lilien, zumal die Bilanz gegen Osnabrück aus gemeinsamen Zweitligatagen in den 1980er Jahren aufgrund zahlreicher Aufeinandertreffen positiv ist. Einer Reihe von Anhängern des SV 98 dürfte sicherlich aus dieser Zeit der 2:1-Auswärtssieg im Mai 1988 noch in Erinnerung sein, der die Relegationsspiele gegen Waldhof Mannheim -leider mit bitterem Ausgang für die Lilien -erst ermöglichte.
Seit der Rückkehr in den Profifußball 2011 standen sich beide Mannschaften bisher fünfmal gegenüber, wobei den Lilien lediglich mit einem 1:0 im März letzten Jahres ein Dreier gelang. Der letzte Sieg in Osnabrück stammt aus dem Oktober 1990, als der SV 98 den Platz mit 4:1 als Sieger verließ. Damals erzielten in der ersten Halbzeit innerhalb von fünf Minuten Dirk Bakalorz, Stephan Täuber und Henrik Eichenauer drei Tore.
Jürgen Arras (FuFa)
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