FAQs zum verlegten Testspiel gegen San Antonio
Der SV 98 beantwortet die wichtigsten Fragen zum verschobenen Testspiel der Lilien beim Kooperationspartner San Antonio FC.
Jan Rosenthal lächelte kurz, dann fing er spontan an zu singen. "Oh Lilien, oh Lilien, oh Lilien". Ja, den "Ohrwurm" habe er "schon drin", erklärte der Neuzugang breit grinsend, als er am Samstagvormittag auf die Lilien-Fans angesprochen wurden.
Für Yannick Stark hingegen war der Kultsong natürlich nichts Neues. Im Ohr geblieben sind ihm die SVD-Fans während des Auswärtsspiels beim VfR Aalen dennoch: "So begrüßt zu werden, ist super-schönes Gefühl", schwärmte der Rückkehrer, der nach seiner Einwechslung in der 77. Minute mit Sprechchören empfangen wurde: "Ich freue mich, wieder hier sein zu dürfen."
Nahezu ununterbrochen sangen die rund 800 mitgereisten Lilien-Fan auf der eisigen Ostalb -und bescherten den Neuzugängen damit nicht nur einen warmen Empfang, sondern peitschen das Team ebenso zu einem gelungenen Start ins Jahr 2015. Durch das 0:0 beim VfR Aalen baute der SV 98 seine schier unglaubliche Serie auf mittlerweile elf Spiele ohne Niederlage aus – und stellte damit den Vereinsrekord in der eingleisigen 2. Liga ein.
Viel wichtiger für die Beteiligten war jedoch der nunmehr 34. Zähler. "Damit haben wir den ersten Schritt im neuen Jahr zu unserem großen Ziel gemacht", sagte Cheftrainer Dirk Schuster. Ebenso sahen das die Spieler nach einer kampfbetonten Partie auf hoppeligem Geläuf. "Unter dem Strich steht wieder ein Punkt mehr", so Leon Balogun. Florian Jungwirth: "Wir haben jetzt 34 Punkte und wollen so schnell wie möglich die noch fehlenden 6 für den sicheren Klassenerhalt einfahren."
Klar, vor allem angesichts der zwei Aluminiumtreffer durch Balogun (71.) und Marcel Heller (88.) hätten es "mit ein bisschen Glück" (Stark) auch zwei Zähler mehr sein können. Auf der anderen Seite tauchten aber auch die Hausherren das ein oder andere Mal gefährlich vor dem Tor von Christian Mathenia auf. In der 48. Minute musste der Darmstädter Schlussmann gleich zweimal gegen Andreas Ludwig und Orhan Ademi retten.
"Zuerst konnte ich die Ein-gegen-Eins-Situation klären, dann haben wir uns alle in den Ball geworfen. Da hat man den Willen gesehen, dass wir unbedingt kein Tor bekommen wollten", beschrieb Mathenia die Szene: "Aber bis auf wenige Ausnahmen haben wir insgesamt sehr gut verteidigt."
Die Defensive wird auch am kommenden Wochenende wieder der Schlüssel zum Erfolg sein, beim Heimspiel am Sonntag gegen 1860 München. "Natürlich ist das ein besonderes Spiel für mich", sagte Stark, der zuletzt eineinhalb Jahre für die Löwen gespielt hatte: "Vor allem aber freue ich mich wieder auf das Bölle und die vielen Fans, die sicherlich kommen werden.“