FAQs zum verlegten Testspiel gegen San Antonio
Der SV 98 beantwortet die wichtigsten Fragen zum verschobenen Testspiel der Lilien beim Kooperationspartner San Antonio FC.
"Es gibt wenige Sachen, die für einen Fußballer schöner sind." Torsten Frings geriet auf der Pressekonferenz beinahe ins Schwärmen angesichts der Aussicht auf ein weiteres Flutlichtspiel. "Das macht schon sehr viel Spaß, für mich persönlich gerne auch bei Regen", konkretisierte der Cheftrainer anschließend, nicht zuletzt aufgrund der frischen Eindrücke des 3:0-Erfolgs seiner Mannschaft bei strömendem Regen am vergangenen Freitagabend. Zwar wird die Niederschlagswahrscheinlichkeit für Duisburg am kommenden Spieltag mit 0 Prozent beziffert - der Vorfreude auf die erneute Spätschicht bei Trainerteam und Mannschaft tut dies aber keinen Abbruch.
"Es ist eine geile Atmosphäre. Flutlicht ist einfach etwas Anderes. Man kann es schwer erklären, aber es ist Fußball pur", hatte Sandro Sirigu den Worten seines Trainers bereits Anfang der Woche vorgegriffen. Sein Pendant auf der linken Seite, Fabian Holland, sprach im Anschluss der Pressekonferenz von einem "schönen und besonderen Gefühl", das bei Abendspielen herrsche. Die Rahmenbedingungen könnten also kaum besser sein, wenn die Lilien ihr zweites Auswärtsspiel der Saison bestreiten.
(Die Video-Vorschau zum Spiel)
Mit dem MSV Duisburg wartet allerdings ein "schwerer Gegner", wie Frings klarstellte, um im Anschluss genauer auf den Aufsteiger einzugehen: "Sie präsentieren sich richtig gut und haben die Euphorie des Aufstieges mitgenommen. Es ist keine Mannschaft, die sich versteckt, sondern eine, die immer auch die Chance nach vorne sucht."
Angesprochen auf eine mögliche Favoritenrolle seiner Elf im Ruhrgebiet, verwies der 40-Jährige sogleich auf die jüngere Vergangenheit: "Vor zwei Wochen haben wir gegen einen Aufsteiger richtig einen auf die Backen bekommen. Für uns gibt es überhaupt keinen Grund, jemanden zu unterschätzen. Wenn wir nicht an unser Limit gehen, dann sind wir nicht besser als irgendeine Mannschaft aus der Liga."
Wenn die Lilien es umgekehrt aber schaffen, eben an dieses Limit zu kommen, dann besteht in jedem Spiel die Möglichkeit, weitere Punkte zu sammeln. So auch in Duisburg, wie Frings weiß: "Wir wollen auf das St. Pauli-Spiel aufbauen. Dieselbe Leidenschaft und denselben Kampf zeigen, aber auch offensiv unsere Möglichkeiten suchen und dort etwas mitnehmen."
Für diese Zielsetzung kann Frings mit Ausnahme von Jan Rosenthal und Peter Niemeyer aus dem Vollen schöpfen. Ein Umstand, den der Übungsleiter mit viel Wohlwollen zur Kenntnis nimmt: "Es ist super für uns, dass wir Spieler reinbringen können, ohne dass die Qualität schlechter wird und wir unser Spiel weiter durchziehen können."
Im besten Fall bringt die Spielweise dann erneut drei Punkte und einen weiteren Feiertag unter Flutlicht.
Bislang haben sich rund 650 Lilienfans mit Tickets für den Gästeblock eingedeckt, am Spieltag selbst wird es zudem eine Tageskasse geben.