Auf dem Weg zur Kabine waren Lilien mit den Jerseys ihrer Kindheit überrascht worden. TV Voerde, SV Iptingen, Bramfelder SV oder SV Wershofen/Hümmel. Nur vier der Vereine, bei denen der Weg der heutigen Profis einmal begann. „Es war wirklich schön, nochmal in diese Vergangenheit einzutauchen“, erklärte Marcel Schuhen, das Trikot der JSG Mudersbach/Brachbach tragend, und ergänzte: „Irgendwann hat alles auf einem Ascheplatz angefangen. Da entsteht sofort eine große Dankbarkeit, wenn man daran denkt, wo man heute gelandet ist.“
Dankbarkeit für all die ehrenamtlichen Helferinnen und Helfer in den Vereinen, für Trainerinnen und Trainer, die aus reiner Leidenschaft und der Liebe zum Fußball coachen, für all die Personen, die den Amateurfußball am Laufen halten. „Wir wären nicht da, wo wir heute sind, wenn es diese Vereine nicht geben würde“, so Fabian Holland, der selbst der Jugend des FSV Forst Borgsdorf entstammt und sichtlich stolz noch einmal in den Stoff früherer Träume geschlüpft war.
Ohne Amateure keine Profis. Wie zutreffend dieser Satz ist, das untermalten die Bilder am Mittwoch. Fast jeder professionelle Fußballer hat auf einem Dorfsportplatz das erste Mal gegen den Ball getreten, das erste Mal ein Vereinsleben kennengelernt, Siege gefeiert und Niederlagen verdaut. Sie alle haben Erinnerungen und Momente gesammelt, die auch heute noch präsent sind. Und die zeigen, wie wichtig der Amateurfußball weiterhin bleibt. Abseits der großen Bühne und TV-Kameras.
Am 25. September ist „Tag der Amateure“. Besucht den Verein vor Eurer Haustür, geht auf die Sportplätze der Region, unterstützt den Amateurfußball. Er ist die Basis für den Sport, den wir alle lieben.