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20.05.2021 / Allgemein

„Wahnsinnig dankbar für die Zeit“

Nach exakt fünf Jahre endet die Zeit von Immanuel Höhn beim SV Darmstadt 98. Schon das erste Lilien-Heimspiel des heute 29-Jährigen sollte ein unvergessliches werden. Welche Momente neben dem damaligen Derbysieg für immer im Kopf des Defensivspielers bleiben werden, wie er seinen Mitspielern zum Bootsführerschein verhalf und über seinen Umgang mit schwierigen Phasen hat Höhn mit uns gesprochen. Das komplette Abschiedsinterview könnt Ihr Euch ab sofort auf unserem offiziellen YouTube-Kanal anschauen. sv98.de hat zudem die wichtigsten Aussagen zusammengefasst.

Foto: Holtzem

…über seine Zeit in Darmstadt:

Als ich im Juli 2016 nach Darmstadt gekommen bin, da hätte ich nicht gedacht, dass ich fünf Jahre hier bleiben würde. Aber ich bin wahnsinnig glücklich und dankbar für die Zeit hier in Darmstadt. Ich war zuvor acht Jahre in Freiburg und habe dann eine Veränderung gesucht. Mit Darmstadt konnte ich damals Bundesliga spielen und ich habe Darmstadt zuvor schon verfolgt und als emotionale Mannschaft wahrgenommen. Diesen Verein wollte ich selbst erleben. Und ich habe ihn über all die Jahre als sehr familiären Verein kennengelernt, es war immer ein sehr enges Miteinander.

…über sein „Vermächtnis“:

Mir ging es immer darum, einen guten Eindruck zu hinterlassen. Nicht nur in der Mannschaft oder beim Trainer, sondern im kompletten Umfeld. Und ich hoffe, dass sich die Leute gerne an mich erinnern und wir zukünftig über tolle fünf Jahre miteinander sprechen können. Ich hatte wirklich tolle Wegbegleiter in meiner Zeit hier. Jedes Jahr war emotional, jedes Jahr beinhaltete extreme Gefühle und Situationen. Es war auch nicht immer einfach, aber auch diese Situationen haben wir gemeistert und darauf blicke ich gerne zurück.

…über sein erstes Heimspiel:

Das war sofort eines der größten Highlights meiner Zeit in Darmstadt. Es war mein erstes Heimspiel als Lilie und dann sofort das Derby gegen Frankfurt. Die Stimmung rund um das Spiel war speziell, die Atmosphäre unglaublich. Und dann gewinnen wir das Ding durch das Tor von Sandro Sirigu in der 90. Minute. Das werde ich nicht mehr vergessen.

…über seinen Ruf als „untypischer Profifußballer“:

Ich mache Dinge nicht, um aus einem Muster zu fallen. (lacht) Mich interessieren viele Sachen, die dann vielleicht nicht immer typisch für die Branche sind. Ob das eine neue Sprache, ein Studium oder einfach das Lesen von Büchern ist. Das mache ich einfach gerne, ich weiß nicht, ob ich es als Kompliment auffassen soll, so bezeichnet zu werden. (grinst)

…über seinen Job als Theorielehrer für den Bootsführerschein seiner Mitspieler:

Es hat extrem viel Spaß gemacht, da eine kleine „Bootsschule“ zu eröffnen. Wir hatten einige Abende im alten VIP-Container auf dem Stadionvorplatz, in denen ich Präsentationen für meine Mitspieler abgehalten habe. (lacht) Alle Jungs haben dann im Nachgang auch bestanden, das hat mich wirklich gefreut.

…über unvergessene Spiele:

Das ist schwierig, da eine Rangliste aufzustellen. Natürlich bleiben immer auch die eigenen Tore hängen, speziell am Bölle, das war immer wieder ein großartiges Spiel. Das 3:3 gegen Dynamo Dresden ist mir irgendwie im Kopf geblieben, weil wir in der Nachspielzeit noch zwei Tore erzielt haben. Auch der Klassenerhalt gegen Aue am letzten Spieltag war so ein Moment, von denen es aber wirklich viele gab. Es war aber nicht nur auf dem Platz eine tolle Zeit. Ich habe im Team, aber auch in der Stadt viele Leute kennengelernt, mit denen ich weiterhin Kontakt haben werde.

…über schwierige Phasen:

Es geht im Fußball nur sehr selten immer nur bergauf. Es gibt immer wieder Rückschläge und davon habe ich hier auch einige erlebt. Ich musste mich durch eine Phasen durchkämpfen, aber auch so etwas prägt einen. Trotzdem bleiben im Rückblick viel mehr schöne Momente hängen.

…über den Abschied ohne Fans:

Kurioserweise bleibt mein letztes Heimspiel mit Fans auch das Spiel gegen Heidenheim, nur eben leider in der Vorsaison. Es ist extrem schade, mit Blick auf die komplette Saison. Ein ganzes Jahr ohne diese Emotionen, das tut wirklich weh. Gefühlt sage ich ein wenig zwischen Tür und Angel „Tschüss“, aber vielleicht kann ich mich noch einmal richtig verabschieden.

…über seinen Eindruck von den Lilienfans:
Die Stimmung im Stadion war unglaublich. Die Fans waren immer, in jeder Situation, für uns da. Es war stets das Gefühl da, gemeinsam auf dem Platz zu stehen. Natürlich waren nur wir elf auf dem Rasen, aber unsere Fans haben uns immer extrem gepusht. Bleiben werden auch die kleinen Momente. Autogrammstunden, Besuche bei Fanclubs oder auch die Aussprachen am Zaun. Es ging immer darum, gemeinsam in eine Richtung zu gehen.

…über die eigene Zukunft:

Die Lilien werden in meinem Herzen und in meinem Kopf bleiben. Die Zeit werde ich nicht vergessen und die Jungs und Ergebnisse werde ich weiterhin verfolgen. Zu meiner eigenen Zukunft kann ich noch wenig sagen, da wird sich zeigen, in welche Richtung es gehen wird.

 

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