FAQs zum verlegten Testspiel gegen San Antonio
Der SV 98 beantwortet die wichtigsten Fragen zum verschobenen Testspiel der Lilien beim Kooperationspartner San Antonio FC.
Torsten Lieberknecht stand in der Pressekonferenz am heutigen Freitagvormittag (13.8.) den anwesenden Journalisten am Böllenfalltor Rede und Antwort. Vor dem Heimspiel der Lilien am kommenden Sonntag (15.8.) gegen den FC Ingolstadt beantwortete der Cheftrainer des SV 98 die Fragen zum Personal, sprach über die aktuelle Situation und arbeitete heraus, was es braucht, um gegen die Schanzer zu bestehen.
… zum Personal:
Tobias Kempe, Erich Berko und Mathias Honsak sind wieder aus der Quarantäne. Wir haben sie bisher leicht belastet. Sie sind zwar draußen, hatten aber wenig bis keine Trainingszeiten und sind nicht im Vollbesitz ihrer Kräfte. Ob sie Kandidaten für den Kader sind, werden wir am Wochenende entscheiden. Frank Ronstadt ist noch nicht einsatzbereit, das grüne Licht der Ärzte ist bei ihm noch nicht da. Lasse Sobiech wird aufgrund von muskulären Problem am Sonntag ausfallen. Steve Kroll hat sich im Training eine Kapselverletzung zugezogen. Auch er steht uns nicht zur Verfügung. Jannik Müller hatte unter der Woche einen leichten grippalen Infekt und ist zwei Tage ausgefallen. Er ist aber bereits wieder ins Training eingestiegen.
… zur Einordnung der personellen Situation:
Wir haben noch viele Spieler, die nicht im Vollbesitz ihrer Kräfte sind. Nur weil die Jungs aus der Quarantäne raus sind, habe ich noch keine Flut an zu einhundert Prozent fitten Spielern. Trotzdem ist es ein gutes Gefühl, die Jungs nach und nach wieder dabei zu haben. Auf Sicht wird der Konkurrenzkampf dadurch angeschoben, was wichtig sein wird. Wir dürfen die Spieler aber nicht zu schnell überreizen. In Absprache mit der medizinischen Abteilung werden wir genau abwägen, ob wir sie noch draußen lassen oder sie direkt am Sonntag schon reinwerfen – ähnlich wie wir es mit Patric Pfeiffer und Braydon Manu gemacht haben, die gegen 1860 München im Pokal Spielzeit bekommen haben.
… über das Innenleben der Mannschaft:
Ich wünsche der Mannschaft den Sieg am Sonntag – egal, wie er am Ende zustande kommt. Weil ich merke, mit welchem Herz und welchem Spirit die Jungs an die Sache rangehen. Wir haben Spieler in der Mannschaft, die man ein bisschen mehr anschieben muss, damit sie aus sich herausgehen, sich freimachen und lauter auf dem Platz werden. Das ist ein Prozess, den junge sowie eher introvertierte Spieler durchleben müssen. Die Jungs fangen nach und nach immer mehr an, dies umzusetzen. Aber insgesamt lebt die Mannschaft total und hat das Herz am richtigen Fleck.
… zur Frage, was es braucht, um die ersten Punkte zu holen:
Wir müssen mit Beharrlichkeit die Nuss weiter bohren, die wir bohren müssen. Nur so werden wir das Quäntchen Spielglück auf unsere Seite bringen. Das gelingt uns aber nur, wenn wir weiter so hart und beharrlich arbeiten, wie wir es aktuell tun. Diesen Weg müssen wir beibehalten. Außerdem brauchen wir Mentalität und Leidenschaft. Viele Spiele müssen wir über diesen Weg bestreiten. Das Engagement der Mannschaft ist absolut lobenswert.
… zum kommenden Gegner und der eigenen Herangehensweise:
Wir müssen das in den Vordergrund stellen, was uns stark macht. Wir sind in der Lage, unsere Stärken auszuspielen und müssen darauf den Fokus legen. Im Pokal haben wir gegen 1860 München taktisch umgestellt. Im Vergleich zu den ersten beiden Spielen haben wir uns dort viel mehr Torchancen erspielt. In der Liga sind wir die Mannschaft, die bislang am meisten gefoult hat – auch wenn man nicht jedes Foul hätte pfeifen müssen (grinst). Wir haben also eine große Zweikampfbereitschaft. Es gehört dazu, dass wir eine gewisse körperliche Präsenz an den Tag legen. Wir brauchen diese physische Härte auch am Sonntag gegen Ingolstadt. Wir müssen uns wehren. Ingolstadt hat mit Stendera, Kutschke, Eckert Ayensa, Röhl und Co. viele Schlüsselspieler, die sehr viele Umschaltsituationen kreieren können. Die Ingolstädter sind im Pokal gegen Aue weitergekommen, hatten dort ihr Erfolgserlebnis.