FAQs zum verlegten Testspiel gegen San Antonio
Der SV 98 beantwortet die wichtigsten Fragen zum verschobenen Testspiel der Lilien beim Kooperationspartner San Antonio FC.
Mehr als fünf Jahre schnürte Felix Platte insgesamt seine Fußballschuhe für den SV Darmstadt 98. Dabei war er vom einem Wechsel ans Böllenfalltor zunächst eigentlich gar nicht überzeugt, wollte sogar absagen. Warum aus dieser anfänglichen Skepsis eine Liebe wurde, was seine größten Gänsehautmomente waren und was zahlreiche Verletzungen mit ihm gemacht haben: All das und vieles mehr verrät Platte in seinem Abschiedsinterview, welches Ihr Euch ab sofort auf dem offiziellen YouTube-Kanal der Lilien anschauen könnt. sv98.de hat die wichtigsten Aussagen zusammengefasst.
… über seine Anfangszeit:
Ich war eigentlich gar nicht so überzeugt davon, dass Darmstadt der richtige Verein für mich sein könnte. Mein Berater hatte mir damals gesagt, ich solle mir das Angebot der Verantwortlichen einfach mal anhören – auch als Erfahrung für mich, weil ich solche Gespräche noch nie zuvor hatte. Dann bin ich eigentlich mit dem Ziel abzusagen, hier ans Böllenfalltor gefahren. Aber nach den Gesprächen und nachdem mir alles gezeigt wurde, gab es keine andere Meinung mehr: Ich wollte unbedingt zu Darmstadt 98 wechseln. Vor allem das alte Stadion hatte es mir damals besonders angetan.
… über seine größten Lilien-Momente:
Der Bundesliga-Klassenerhalt in Berlin war schon ein riesiger Gänsehautmoment. Das war damals der erste Erfolg in meiner Profilaufbahn. Und dann auch gleich noch so ein riesiger Erfolg für den Verein. Das war schon geil. Mein erstes Bundesliga-Tor in Hamburg war für mich persönlich natürlich auch ein toller Moment. Bis zu meinem ersten Treffer hat es zwar ein bisschen gedauert, aber umso schöner war es, als es dann endlich geklappt hat. Vergessen werde ich auch nie mein Tor und den Zweitliga-Klassenerhalt in Köln. Ich weiß noch, es war damals wieder so eine Saison mit vielen Verletzungen. Ich kann gar nicht so genau sagen, wie viele Spiele ich vor Köln überhaupt gemacht hatte. Aber auf jeden Fall war es für mich ein super Moment. Für solche Momente arbeitet man tagtäglich. Es waren insgesamt einfach geile Momente. Die Erinnerungen daran werden nie verschwinden.
… über sein Verhältnis zu seinen Mitspielern:
Ich hatte hier nie Probleme mit Mitspielern. Das lag vor allem aber auch daran, dass hier stets nur coole Leute geholt wurden, die immer gut ins Team gepasst haben. Von daher war es einfach, mit jedem klarzukommen. Klar, mit Kevin Großkreutz als ehemaligen Dortmunder und mir als Ex-Schalker war es natürlich ein bisschen schwieriger (lacht). Aber am Ende hat es dann doch alles funktioniert.
… über seine zahlreichen Verletzungen:
Natürlich fragt man sich oft, was wäre wenn. Klar, hatte ich mir etwas anderes vorgenommen. Ich wollte nicht so häufig verletzt sein und noch mehr erreichen. Aber durch die Verletzungen bin ich so geworden, wie ich heute bin. Es sind Einstellungen in mir gewachsen, die ich so vorher noch nicht hatte. Hier in Darmstadt bin ich dadurch auch menschlich vorangekommen und habe mich weiterentwickelt. Schlussendlich kann ich stolz darauf sein, dass ich es immer wieder geschafft habe, nach Verletzungen zurückzukommen. In der aktuellen Saison tat es da auch mal ganz gut, dass ich so gut wie keine Verletzungen hatte. Daran will ich anknüpfen und allen zeigen, dass ich fit bin.
… über die Fans des SV 98:
Ich habe die Lilienfans über die Jahre sehr positiv wahrgenommen und wirklich alle ins Herz geschlossen. Gerade durch meine vielen Verletzungen war es nicht immer einfach für mich. Da war es schön, zu jederzeit die Unterstützung der Fans zu erfahren, die einen immer wieder aufgebaut und auf den richtigen Weg getragen haben. Dafür bin ich sehr dankbar. Das werde ich den Lilienfans auch nie vergessen. Es war stets etwas ganz Besonderes, hier am Bölle zu spielen. Zusammen mit den Fans hat es sich immer wie eine kleine Familie angefühlt. Der Verein, die Fans – man kann schon sagen: Das hier war eine kleine Liebe.
… über seinen Abschied und die Zukunft:
Ich werde den Verein immer im Herzen tragen und ich bin stolz darauf, ein Teil der Lilien gewesen zu sein. Es ist schade, dass ich nun weggehen werden. Doch ich freue mich auf einen neuen Weg, auf ein neues Ziel. Wo ich landen werde, weiß ich noch nicht. Aber ich brenne auf jeden Fall auf eine neue Herausforderung. Und ich würde mich freuen, wenn wir uns hier am Bölle alle wiedersehen – mit Darmstadt als meinen Gegner. Aber seid dann bitte nicht sauer, wenn ich euch einen einschenke (lacht).