FAQs zum verlegten Testspiel gegen San Antonio
Der SV 98 beantwortet die wichtigsten Fragen zum verschobenen Testspiel der Lilien beim Kooperationspartner San Antonio FC.
Vor dem Heimspiel gegen den Hamburger SV (12.12./13 Uhr) beantwortete Markus Anfang erneut die Fragen der via Zoom zugeschalteten Journalisten. Der Cheftrainer des SV Darmstadt 98 sprach über das Personal, den kommenden Gegner und einen möglichen Heimvorteil trotz fehlender Zuschauer.
…zum Personal:
Die Personaldecke ist recht dünn. Neben Victor Palsson und Mathias Wittek, der allerdings Fortschritte macht, fehlen uns Matthias Bader (Oberschenkelzerrung) und höchstwahrscheinlich auch Nicolai Rapp (Wadenprobleme) und Fabian Schnellhardt (Probleme am Hüftbeuger), die beide noch kein Training absolvieren konnten.
…zu den Personalproblemen
Diese Problematik begleitet uns schon die komplette Saison. Wir konnten nie mit der gleichen Formation spielen, mussten immer wieder umbauen. Jetzt müssen wir erneut verändern, speziell im defensiven Mittelfeld wird es eng. Das ist leider so, wir haben keinen richtig großen Kader, aber es wäre schön, wenn wir konstant auf eine Formation zurückgreifen könnten. Trotzdem sind wir nicht besorgt, weil wir allen Spielern vertrauen. Aber wir konnten bislang nicht das Gerüst bilden, dass wir uns vorgestellt haben.
… zum kommenden Spiel und Gegner:
Ich kenne es aus Köln, wie es ist, als Favorit durch die Liga gehen zu müssen. Der HSV hat einen richtig guten Kader und bislang haben sie auch gute Spiele abgeliefert – auch, wenn sie zuletzt nicht immer das gewünschte Ergebnis erzielen konnten. Für uns wird es eine große Herausforderung, aber wir werden alles tun, um ein richtig gutes Spiel zu machen und uns nicht verstecken. Wir werden genauso auftreten, wie wir es in den vorherigen Spielen auch gemacht haben. Wenn man den HSV sieht, dann gehört er natürlich zu den Favoriten. Aber sie wissen ganz genau, wie schwer es ist, in dieser Liga aufzusteigen. Das ist dort längst angekommen und deswegen werden sie auch die Ruhe bewahren.
… zu einem möglichen Offensivspektakel
Es wird immer von Spektakel gesprochen, das wollen wir aber gar nicht. Wir wollen gut und stabil stehen und werden alles dafür tun, mehr Chancen zu haben als der HSV. Das erhöht die Wahrscheinlichkeit, das Spiel zu gewinnen. Das ist uns in Düsseldorf sehr gut gelungen, umso ärgerlicher ist es, dass wir hinten heraus noch die beiden Tore kassiert haben. Gegen den HSV wird das nicht einfacher, aber wir werden alles daran setzen.
… zur Stimmung nach der Niederlage in Düsseldorf
Es war natürlich sehr bitter und die Mannschaft war dementsprechend enttäuscht. Sie weiß, dass sie guten Fußball gespielt hat. Nur müssen wir uns dafür belohnen. Dieses Belohnen hat in dieser Saison zu häufig nicht funktioniert. Düsseldorf war wahnsinnig ärgerlich, aber wir bekommen das Spiel nicht mehr zurück. Deswegen schauen wir nach vorne.
… zu einem möglichen Heimvorteil trotz Geisterspielen
Bei Heimspielen fällt natürlich die Anreise weg, es gibt kurze Wege, man spielt im eigenen Stadion. Da sehe ich einen gewissen Vorteil. Aber es ist natürlich schade, dass die Unterstützung der Zuschauer fehlt. Ich bin davon überzeugt, dass wir die Spiele gegen Regensburg und St. Pauli mit unseren Fans im Rücken gewonnen hätten. Das macht extrem viel aus. Aber wir können es nicht ändern. Was mich positiv stimmt: Ich habe selbst erleben müssen, dass Darmstadt gegen große Mannschaften gut punktet. Und ich hoffe, dass meine Jungs das verinnerlicht haben und es gegen den HSV auch machen werden.