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03.12.2021 / Allgemein

„Wichtig, dass wir an solchen Tagen trotzdem alles probieren“

Die sechs Heimspiele andauernde Siegesserie der Lilien endete am 16. Spieltag gegen Fortuna Düsseldorf - 1:3, so das Endergebnis. Dabei folgte einem 0:2-Pausenrückstand eine gute Reaktion des SV Darmstadt 98, der den Willen an den Tag legte, diese Partie noch zu drehen. Doch trotz langem Anrennens und zahlreichen Chancen blieb der Ertrag letztendlich aus. Dementsprechend enttäuscht über den Spielausgang, aber auch anerkennend angesichts des Aufbäumens im zweiten Durchgang zeigten sich die Darmstädter Protagonisten nach Abpfiff an den Mikrofonen. sv98.de fasst alle Stimmen zum Spiel zusammen.

Foto: Stefan Holtzem

Christian Preußer:
„Ich bin froh, dass wir das Spiel gewonnen haben. Wir haben guten Fußball gespielt, uns viel zugetraut und tolle Tore geschossen. Wir gehen dann verdient mit einer Führung in die Pause. In der zweiten Halbzeit hat sich das Spiel dann gedreht: Darmstadt ist deutlich häufiger gefährlich vors Tor gekommen. Wir mussten zahlreiche Pressingphasen überstehen. Da hätte ich mir mehr Entlastung gewünscht. Selbst nach dem 0:3 hat Darmstadt nicht aufgegeben, sondern weiter Offensivpower entwickelt. Trotzdem haben wir voll dagegengehalten. Das soll uns jetzt Zuversicht für die kommenden Wochen geben.“

Torsten Lieberknecht:
„Glückwunsch an Christian Preußer und an Fortuna Düsseldorf zum Sieg. In den ersten zehn Minuten sind wir ganz gut reingekommen, haben uns dann aber in einigen Pressingsituationen ausspielen lassen. Fortunas Plan ist aufgegangen, wir hatten dagegen Probleme mit ihrer Grundordnung. Dennoch hatten auch wir unsere Abschlussmomente. Fortuna war heute das, was uns in den letzten Wochen ausgezeichnet hat: effektiv. Sie waren im ersten Durchgang klar besser, das müssen wir anerkennen. In der Pause war ich trotzdem überzeugt, dass wir das Ding noch drehen können. Und im zweiten Durchgang kann man der Mannschaft keinen Vorwurf machen. Wir haben uns viele Torchancen erspielt und alles probiert, um nicht als Verlierer vom Platz zu gehen. Doch der Torhüter hat klasse gehalten, teilweise war es wie verhext. Wir haben in den letzten Wochen nicht alles rosarot gesehen, genauso sehen wir jetzt nicht alles schlecht. Auch die Fans haben nach Abpfiff honoriert, dass die Mannschaft alles dafür getan hat, das Spiel nicht zu verlieren.“

Marcel Schuhen:
„Wir hatten vor der Pause nur wenig Zugriff auf Düsseldorf, die viele Situationen wirklich gut gelöst haben. Oftmals sind wir da nur hinterhergerannt und dazu bekommen aus gefühlten zwei Chancen auch zwei Gegentore. Das war natürlich bitter, trotzdem war unsere Reaktion in der zweiten Halbzeit gut. Es gibt so Tage, an denen es fußballerisch nicht so funktioniert und durch die langen Bälle wurden wir dann auch richtig gefährlich. Rapha Wolf hatte leider auch einen sehr guten Tag und in manchen Situationen auch den Papst in der Tasche. Leider ist es uns in der Druckphase nach der Pause nicht gelungen, den Anschlusstreffer zu erzielen. Sonst bin ich absolut davon überzeugt, dass wir das Spiel heute noch drehen. Nach dem 0:3 war es dann extrem schwer, aber selbst danach haben wir weitergemacht und waren mit dem 1:3 nochmal im Spiel. Mir ist wichtig, dass wir als Mannschaft an solchen Tagen trotzdem alles probieren. Unter dem Strich war Düsseldorf vor der Pause besser und wir danach. Sie waren allerdings kaltschnäuziger vor dem Tor. So wie wir es in den vergangenen Wochen häufig gewesen sind. Jetzt wollen wir in Paderborn eine Reaktion zeigen.“

Phillip Tietz:
„Düsseldorf war vor der Pause die klar bessere Mannschaft. Sie haben unsere Fehler und Fehlpässe eiskalt genutzt. Wir waren häufig einen Schritt zu spät und haben wenige Zweikämpfe gewonnen. Wir sind dann aggressiver und mit dem puren Willen aus der Kabine gekommen, leider haben wir uns trotz vieler Chancen nicht mit einem früheren Treffer belohnt. Es gibt sicherlich Teams, die sich in so einem Spiel untereinander anschnauzen, aber trotz der Niederlage hat man auch heute gesehen, dass wir eine Mannschaft sind. Wir haben in der Halbzeit klar besprochen, was wir besser machen wollen und dann zusammen alles versucht. Leider hat es nicht gereicht. Obwohl wir verloren haben, haben wir einmal mehr gespürt, dass die Fans hinter uns stehen und uns den Rücken stärken. Es ist schade, dass es vorerst das letzte Spiel vor vollen Rängen gewesen sein dürfte. Dennoch werden wir natürlich weiterhin Gas geben, um alle glücklich zu machen.“

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