FAQs zum verlegten Testspiel gegen San Antonio
Der SV 98 beantwortet die wichtigsten Fragen zum verschobenen Testspiel der Lilien beim Kooperationspartner San Antonio FC.
sv98.de hat die Stimmen zum Punktgewinn der Lilien beim Tabellendritten in Kiel zusammengefasst.
Dirk Schuster:
Wir haben ein sehr intensives Spiel gesehen, in das wir zunächst schwer reingefunden haben. Defensiv haben wir speziell auf der linken Abwehrseite zu große Räume angeboten und sind zu weit weg vom Mann gestanden. Mit zunehmender Spieldauer haben wir uns aber besser orientiert, waren disziplinierter und haben Großchancen der Kieler nicht mehr zugelassen. Offensiv haben wir es im ersten Durchgang jedoch nicht verstanden, so aktiv umzuschalten, wie wir es uns vorgestellt haben. Wir wollen selbst aktiv sein und offensiv tätig werden, haben unser Hauptaugenmerk aber zu sehr auf die Defensive gelegt.
Mit Beginn der zweiten Halbzeit war es dann ein anderes Bild: Wir haben weiter vorne attackiert, hatten mehr viele Balleroberungen und drei, vier Möglichkeiten. Ein, zwei Konter haben wir leider zu schlecht ausgespielt. Auch defensiv haben wir bis auf eine Riesenchance nicht mehr viel zugelassen. Uns freut es, sechs Spiele in Folge ungeschlagen zu sein, das gibt uns Selbstvertrauen. Gegen ein heimstarkes Kiel zu null zu spielen, gegen die drei Tabellenführenden fünf Punkte zu holen – davon in zwei Auswärtsspielen – das zeigt auch, dass der Weg, den wir gehen, genau der richtige ist und dass wir voll davon überzeugt sind, die Klasse noch zu halten.
Markus Anfang:
Wir sind gut in die Partie reingekommen und haben gerade in der ersten Halbzeit unser Spiel gut durchgebracht, haben uns die eine oder andere Möglichkeit herausgespielt, hätten viele Situationen aber besser zu Ende spielen können. Leider ist uns das Tor aber nicht gelungen. Auch defensiv haben wir nichts zugelassen. In der zweiten Halbzeit war es dann ein komplett anderes Spiel: Darmstadt hat uns vorne angepresst, wir waren nicht in der Lage, es fußballerisch so hinzubekommen wie in der ersten Halbzeit. Wir sind jetzt auch schon seit ein paar Spielen ungeschlagen und insgesamt zufrieden, wie sich unsere Jungs präsentieren
Romain Bregerie:
Wenn wir auf das ganze Spiel schauen, ist es ein verdienter Punkt. Für mich waren es zwei unterschiedliche Halbzeiten. Vor der Pause war Kiel besser, da sind wir nicht so gut reingekommen. Wir waren da, aber haben zu wenig mit dem Ball gemacht und hatten zu wenig Zielstrebigkeit nach vorne. Trotzdem haben wir das mit der Zeit gut verteidigt. In der zweiten Halbzeit haben wir ein anderes Gesicht gezeigt. Das war eine sehr gute Halbzeit von uns mit guten Chancen. Wenn wir auf die zweite Halbzeit schauen, hätten wir natürlich gerne das eine Tor gemacht. Insgesamt ist dieser Punkt in Ordnung. Kiel ist nicht umsonst Dritter, das ist eine gute Mannschaft. Trotzdem haben wir es dann nach der Pause geschafft, nach vorne zu spielen und auch gefährliche Situationen zu kreieren.
Tobias Kempe:
Wir haben das Spiel nicht gewonnen, aber es war unser Ziel, dass wir hier auf jeden Fall etwas mitnehmen. Das haben wir gemacht und der Punkt geht auch in Ordnung. Natürlich würden drei Punkte noch mehr helfen, aber wir haben jetzt hintereinander gegen die drei Topteams der Liga gespielt und immer etwas mitgenommen. Heute sind wir erst in der zweiten Halbzeit besser ins Spiel gekommen, haben uns dann auch mehr Chancen erarbeitet. Uns hat dann ein bisschen das Glück gefehlt, das wir am Montag gegen Düsseldorf hatten. Es hätte auch sein können, dass wir das Spiel heute gewinnen. Es ist aber ein Punkt geworden, damit können wir zufrieden sein.
Aytac Sulu:
Ich glaube, wenn man in Kiel einen Punkt mitnimmt, dann ist das in Ordnung. Kiel hat überhaupt erst ein Heimspiel verloren, da ist unser Zähler hier sicherlich okay. Mit der letzten Zielstrebigkeit vor dem Tor hätten wir in der zweiten Hälfte auch noch gewinnen können, aber wir haben wieder einen Punkt mehr auf dem Konto. Vor der Pause lag unser Augenmerk vielleicht zu sehr auf der Defensive, darunter hat das Offensivspiel ein Stück weit gelitten hat. Das haben wir in der zweiten Halbzeit besser gemacht, als wir dann mehr vom Spiel hatten, ohne die defensive Ordnung zu verlieren. Wir hatten nach vorne zwei oder drei Möglichkeiten, in denen wir die Fehler des Gegners besser hätten ausnutzen können. Wir haben jetzt gegen die ersten drei in der Tabelle fünf Punkte geholt, das hätte uns vorher wahrscheinlich keiner zugetraut. Wie wichtig der heutige Punkt sein wird, wird sich am 34. Spieltag zeigen.