FAQs zum verlegten Testspiel gegen San Antonio
Der SV 98 beantwortet die wichtigsten Fragen zum verschobenen Testspiel der Lilien beim Kooperationspartner San Antonio FC.
Das obligatorische Shakehands beider Cheftrainer dürfte am Sonntag ein wenig herzlicher ausfallen. Mit Uwe Neuhaus gastiert ein alter Weggefährte von Torsten Frings am Böllenfalltor, und der Übungsleiter der Lilien machte auf der Pressekonferenz keinen Hehl aus seiner Sympathie für sein Dresdener Pendant. Zumal die beiden nicht nur die gemeinsame Vergangenheit verbindet, sondern auch die Aufgabenstellung in der aktuellen Spielzeit.
„Ähnlich wie wir hatte Dresden im Sommer einen großen Umbruch“, sieht Frings Parallelen in der Ausgangslage beider Teams in der Frühphase der Saison und fand somit auch sofort eine Erklärung für die wechselhaften Leistungen des kommenden Gegners: „Da ist es ganz normal, dass es zu Beginn ein paar Probleme gibt.“
Während im Kader der Sachsen im Sommer reichlich Bewegung herrschte, sitzt Cheftrainer Uwe Neuhaus dort bereits seit Juli 2015 auf der Trainerbank. Sehr zur Freude von Frings, der Neuhaus noch aus der gemeinsamen Zeit bei Borussia Dortmund kennt: „Ich schätze Uwe sehr, finde ihn überragend. Er hat mich damals in Dortmund sehr unterstützt. Ich freue mich auf das Wiedersehen.“
Bekam der Spieler Frings von 2002 bis 2004 beim BVB noch Anweisungen vom damaligen Co-Trainer Neuhaus, so besteht die Aufgabe für den Trainer Frings nun darin, die Spielideen seines Gegenübers vorauszuahnen. Angesichts des Saisonverlaufs der Dresdner eine denkbar schwere Aufgabe, wie auch der 40-Jährige weiß: „Ich bin gespannt, wie sie sich präsentieren. Sie sind eine Wundertüte“, so Frings, der die bisherigen Auftritte der Ostdeutschen vor Augen hat: „Sie zeigen bislang jede Woche ein anderes Gesicht. Mal spielen sie überragend, dann verlieren sie ein Heimspiel mit 0:4.“
"Dynamo ist eine spielstarke Mannschaft"
Zumindest bei der grundlegenden Spielidee hat Frings einen roten Faden ausmachen können: „Dynamo ist eine sehr spielstarke Mannschaft, die immer hinten raus spielen möchte und sehr gute Fußballer in der Truppe hat. Das System hat sich bislang nicht groß verändert, da wissen wir ungefähr, was uns erwartet.“
Unabhängig von der Ausrichtung des Gegners richtet sich der erste Blick des früheren Nationalspielers sowieso auf die eigenen Reihen: „Wir gucken darauf, was wir selbst vorhaben und freuen uns auf das Spiel. Gerade vor unseren Fans wollen wir alles tun, um am Sonntag zu gewinnen.“
Damit die Mannschaft zum Abschluss der Englischen Woche mit der intensiven Partie gegen Bielefeld und dem „Kampfspiel“ in Heidenheim noch einmal an die Leistungsgrenze gehen kann, legte das Trainerteam den Fokus in der Trainingswoche vor allem auf die Regeneration.
"Kann nur den Hut vor dem Charakter meiner Mannschaft ziehen"
Denn klar ist: Die vergangenen Partien zeigten die Moral des Teams, kosteten aber auch Kraft. "Die Mannschaft wehrt sich mit Händen und Füßen gegen alles, was ihr entgegen geworfen wird. Gegen Bielefeld zweimal zurückzukommen, dann in Heidenheim zweimal zurückzukommen – ich kann nur den Hut vor ihrem Charakter ziehen." Die logische Schlussfolgerung für die Einheiten vor dem Spiel gegen Dresden: „Wir versuchen, wieder frische Beine zu bekommen und Kraft zu tanken.“
Kraft, die benötigt wird um möglichst ungeschlagen aus den 270 Zweitliga-Minuten innerhalb von 7 Tagen hervorzugehen. Bei der Auswahl seiner Spieler kann Frings einmal mehr nahezu aus dem Vollen schöpfen: „Hamit hat ein paar Knieprobleme, wir denken aber, dass er am Sonntag fit sein wird. Sonst fehlen nur Peter und Felix“.
Ein Kandidat für die Startelf dürfte naturgemäß auch Tobias Kempe sein, für den das Spiel gegen Dresden auch ein Duell mit seinem ehemaligen Verein darstellt: „Da kommt eine große Fankultur ans Böllenfalltor“, weiß der Standardspezialist um die besondere Atmosphäre im ausverkauften Merck-Stadion und stellt auch für die 90 Minuten auf dem Platz eine höchstwahrscheinliche Prognose aus: „Es wird ein knallhartes Spiel zum Abschluss der Englischen Woche.“