Kaufoption gezogen: Dettoni bleibt eine Lilie
Grayson Dettoni wird auch zukünftig das Trikot des SV 98 tragen. Die Lilien haben die Kaufoption für den bislang vom FC Bayern München ausgeliehenen Verteidiger gezogen.
Sie gehören dem SV Darmstadt 98, tragen auf Leihbasis aber die Trikots anderer Vereine – ob in Deutschland, Österreich oder in Ungarn. Insgesamt fünf Spieler haben die Lilien aktuell an andere Klubs verliehen: Paul Will (Greuther Fürth), Leon Klassen (Grazer AK), Meldin Dreskovic (Nyíregyháza Spartacus FC), Fabio Torsiello (Alemannia Aachen) und Othmane El Idrissi (Viktoria Aschaffenburg). Wie läuft’s bei ihnen? Wir blicken drauf.
Geknipst gegen den Spitzenreiter! Leon Klassen hatte am Sonntagnachmittag (15.2.) entscheidenden Anteil am Punktgewinn des Grazer AK gegen RB Salzburg in der österreichischen Bundesliga. Beim 1:1 zwischen Graz und dem 17-maligen österreichischen Meister brachte Klassen, der von Beginn an spielte und über 90 Minuten auf dem Feld stand, seinen Leihklub zwischenzeitlich mit seinem Premierentor in Führung. „Mit dem Punkt können wir zufrieden sein. Wir sind auf einem guten Weg und setzen die Inhalte immer besser um“, so Klassen nach dem Spiel im Gespräch mit dem vereinseigenen Club-TV.
Die Bundesliga im Nachbarland befindet sich erst seit zwei Spielen wieder im Pflichtspielbetrieb. Und in beiden Partien kam Klassen als Startelfspieler zum Einsatz. Während er gegen Salzburg über die volle Distanz ging, sammelte er beim 2:2 gegen den Wolfsberger AC insgesamt 87 Minuten an Einsatzzeit. Mit dem Grazer AK steht der Verteidiger aktuell auf dem vorletzten Tabellenplatz in der österreichischen Bundesliga. Das nächste Spiel bestreitet der GAK dann am kommenden Wochenende auswärts beim TSV Hartberg.
Ein unfassbar sehenswerter Treffer, doch zählte dieser leider nicht… Paul Will erzielte in den Diensten des Kleeblatts am vergangenen Wochenende ein wirklich sehr ansehnliches Distanztor – mit dem linken Spann ins rechte Eck. Weil aber zuvor ein Foulspiel vorlag, wurde der Will-Treffer zurückgepfiffen – kein Tor des ausgeliehenen Mittelfeldspielers, keine Punkte damit für Greuther Fürth in Kaiserslautern. Gegen den FCK unterlag das Kleeblatt knapp mit 0:1. Paul Will stand dabei erneut von Anfang an sowie über 90 Minuten auf dem Feld.
Ohnehin sammelt der 26-Jährige im Fürther Dress reichlich Spielpraxis. „Ich will vorangehen mit Leistung und mit Mentalität“, sagte Will nach seinem Debüt im Januar gegen Eintracht Braunschweig in der Mixed-Zone. In allen vier Partien nach seinem Winter-Leihwechsel stand Will in der Startelf und stets über die volle Distanz auf dem Platz – gegen Braunschweig (0:0), Kiel (2:1), Magdeburg (4:5) und eben gegen den FCK (0:1). Das Kleeblatt belegt aktuell den 18. Tabellenplatz in der 2. Bundesliga, der Rückstand auf den Relegationsplatz beträgt vier Zähler. Die nächste Aufgabe wartet am kommenden Freitag (20.2.) vor heimischer Kulisse gegen Arminia Bielefeld.
Aktuell richtig gut läuft es für Meldin Dreskovic und den Nyíregyháza Spartacus FC. Seit seinem Wechsel nach Ungarn ist der Klub ungeschlagen und sammelte drei Siege und ein Remis aus den vergangenen vier Spielen. Am gestrigen Sonntag (15.2.) fuhren Dreskovic und Co. einen souveränen 4:0-Auswärtssieg gegen den Kazincbarcikai SC ein. Der vom SV 98 ausgeliehene Innenverteidiger, der beim ungarischen Klub mit der Rückennummer 98 aufläuft, stand dabei über 90 Minuten auf dem Feld.
Reichlich Einsatzminuten sammelt der 27-Jährige ohnehin aktuell in der ersten ungarischen Liga. Bislang stand er viermal in der Startelf – dabei ging er dreimal über die volle Distanz, einmal musste er gelb-vorbelastet zur Pause vom Feld. Auch in die Scorerliste trug sich Dreskovic bereits mit einem Assist beim 4:2-Erfolg gegen MTK Budapest ein. Dank der aktuellen Ungeschlagen-Serie konnte der Nyíregyháza Spartacus FC die Abstiegsränge vorerst verlassen. Das nächste Duell steht dann am kommenden Samstag (21.2.) zuhause gegen den Kisvárda FC an.
Nach längerer Leidenszeit ist Fabio Torsiello zurück auf dem Trainingsplatz. Der 21-Jährige musste sich im vergangenen August einer Knie-OP unterziehen und konnte erst zu Beginn dieses Jahres wieder einsteigen. Aktuell befindet sich der Angreifer vollumfänglich im Mannschaftstraining von Alemannia Aachen, für einen Kaderplatz beim Tabellenviertzehnten in der laufenden Drittliga-Rückserie reichte es allerdings noch nicht. Die nächste Chance dazu besteht am kommenden Samstag (21.2.), wenn Aachen die Mannschaft des SC Verl empfängt.
Seit Sommer 2025 trägt Torsiello das schwarz-gelbe Trikot der Alemannia aus Aachen. Zu Beginn dieser Drittliga-Saison sammelte er bis zu seiner Verletzung insgesamt vier von vier möglichen Pflichtspieleinsätzen – davon drei in der 3. Liga sowie einen im Landespokal Mittelrhein, zweimal spielte er von Beginn an und bekam zweimal nach Einwechslung wertvolle Spielpraxis.
Deutlich häufiger – weil verletzungsfrei – kam Torsiello in der Drittliga-Spielzeit 2024/25 zum Einsatz. Im Winter 2025 verliehen die Lilien den jungen Angreifer vor ein halbes Jahr zur SpVgg Unterhaching, wo er 17 Spiele in der 3. Liga machte und dabei vier Tore sowie einen Assists sammelte. Zudem stand er zweimal im Landespokal Bayern auf dem Feld und knipste in jenem Wettbewerb einmal.
Mit Viktoria Aschaffenburg befindet sich Othmane El Idrissi aktuell in der Winterpause der Regionalliga Bayern. Insgesamt kommt der ausgeliehene Offensivspieler in Aschaffenburg auf neun Einsätze – acht davon in der Regionalliga sowie einmal im bayerischen Landespokal. Weiter in der Liga geht es für die Viktoria aus Aschaffenburg erst am 28. Februar, wenn sie zuhause Schwaben Augsburg empfängt.