FAQs zum verlegten Testspiel gegen San Antonio
Der SV 98 beantwortet die wichtigsten Fragen zum verschobenen Testspiel der Lilien beim Kooperationspartner San Antonio FC.
Vor dem Auswärtsspiel bei Greuther Fürth (15.12./18.30 Uhr) beantwortete Markus Anfang die Fragen der via Zoom zugeschalteten Journalisten. Der Cheftrainer des SV Darmstadt 98 gab das übliche Personal-Update und sprach über die aktuelle Situation.
…zum Personal:
Ich musste es mir notieren, damit ich keinen vergesse. Mathias Wittek und Victor Palsson sind natürlich weiterhin raus. Patrick Herrmann fehlt gesperrt. Matthias Bader, Nicolai Rapp und Fabian Schnellhardt haben weiterhin noch kein Training mit der Mannschaft absolviert. Marvin Mehlem hat einen Schlag auf den Fuß bekommen, der stark angeschwollen ist. Bei ihm müssen wir abwarten, wie es sich entwickelt. Rapp ist seit 14 Tagen raus, Schnellhardt seit 7, Bader seit 9. Da müsste schon etwas Überraschendes passieren.
…zur Lösung auf der rechten Abwehrseite:
Nach dem Platzverweis hat Patric Pfeiffer diese Position gegen Hamburg gespielt. Da werden wir sehen, ob das die Lösung sein wird in einer Viererkette. Oder ob wir doch eine Dreierkette beziehungsweise Fünferkette aufbauen können. Wir werden verschiedene Dinge testen und dann entscheiden.
…über positive Aspekte vor dem Fürth-Spiel:
Mut machen uns die Auftritte. Wir hatten gegen den HSV zwar nicht so viel Ballbesitz, wie wir hätten haben können, aber wir haben aus dem Spiel heraus keine Chance zugelassen. Wir haben beim Verteidigen einen Schritt nach vorne gemacht. Und zuvor haben wir gegen Düsseldorf ein wirklich gutes Spiel gezeigt. Niemand hätte sich beschweren können, wenn wir aus diesen Spielen mit vier Punkten herausgegangen wären. Aber jetzt wir müssen aufhören, darüber zu reden, was möglich gewesen wäre. Sondern in den nächsten Wochen Punkte holen.
…zum kommenden Gegner
Fürth ist momentan in einer absoluten Topform und steht zurecht dort oben. Für mich sind sie ein Favorit auf den Aufstieg. Sie spielen unterschiedliche Ordnungen, aber hauptsächlich in einem 4-4-2 mit Raute. Sie haben variable Mittelfeldspieler und richtig gute Stürmer. Aber wir haben gezeigt, dass wir solche Mannschaften verteidigen und bespielen können.
…über die aktuelle Situation:
Wir sind nicht realitätsfremd und wissen, dass es eine schwierige Situation ist. Aber die Art und Weise der Spiele dürfen wir nicht außenvorlassen. Wir werden auch nach Fürth fahren und alles dafür tun, ein gutes Spiel zu machen und ein Ergebnis zu erzielen. Das haben sich die Jungs verdient.
…zu den Gründen für die aktuelle Situation
Wir beschweren uns nicht und brauchen kein Mitleid. Wir werden alles dafür tun, um weiterhin guten Fußball zu spielen und uns zu belohnen. Wir beschweren uns über uns selbst, weil wir uns nicht belohnen. Der Aufwand, den wir betrieben, steht in keinem Verhältnis zum Ertrag. Wir gehen mit uns selbst ins Gericht und können die Tabelle lesen. Aber wir wissen, dass wir es nur über die Spiele lösen können.
…zum Umgang der Spieler mit der Situation
Dadurch, dass wir uns Woche für Woche auf die Spiele konzentrieren, geht das recht schnell aus den Köpfen. Wir müssen die Spiele so analysieren, wie sie gelaufen ist. Und mit Ausnahme von Paderborn waren die Spiele gut. Die Resultate waren nicht gut. Es ist eine Gefahr, wenn das Gefühl entsteht, dass man keine Chance auf Punkte hatte. Aber das Gefühl hatten wir nicht. Und das zeigt der Mannschaft, dass wir vieles richtig machen. Wir haben immer von drei Säulen gesprochen: Spieler entwickeln, guten Fußball spielen und das Ergebnis. Und die dritte Säule fehlt. Aber wir arbeiten daran, dass sie dazukommt. Wir sprechen darüber und sind uns dessen bewusst, aber es hemmt uns nicht.
…zum Profifußball während des erneuten Lockdowns
Wir haben von Beginn an Maßnahmen, die bislang greifen. Aber dazu gehört auch, dass wir alle jeglichen sozialen Kontakte abgebrochen haben. Wir trainieren, fahren nach Hause, die meisten gehen nicht mal einkaufen, sondern bestellen sich die Lebensmittel. Das geht die ganze Zeit so, wir haben quasi durchgehend einen gefühlten Lockdown. Dazu kommen die Maßnahmen und die regelmäßigen Tests. Der Lockdown dient dem Schutz der Gesundheit, genau wie unser Konzept mit sämtlichen Maßnahmen und Testungen. Wir werden diese Dinge weiterhin genauso einhalten, um alles dafür zu tun, gesund zu bleiben.