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11.09.2020 / Allgemein

„Wir haben jetzt lange genug darauf hintrainiert“

Es geht wieder los - endlich. Am Sonntag (13.9./18.30 Uhr) reist der SV Darmstadt 98 in der ersten Runde des DFB-Pokals zum 1. FC Magdeburg. Vorab fand am Böllenfalltor das obligatorische Mediengespräch mit Markus Anfang statt. Der Lilien-Cheftrainer gab ein ausführliches Personalupdate, schätzte den kommenden Gegner ein und sprach über die Vorfreude auf Spiele vor Zuschauern.

…zum Personal:

Mattias Bader, Mathias Wittek, Aaron Seydel und Erich Berko werden uns in Magdeburg nicht zur Verfügung stehen. Erich hat einen Schlag aufs Knie bekommen. Es ist aber nichts kaputt gegangen. Die Schmerzen sind jedoch so stark, dass er nicht trainieren und dementsprechend auch nicht spielen kann. Wie lange er ausfällt, steht noch nicht fest. Zudem wird Marcel Schuhen in Darmstadt bleiben und nicht mit nach Magdeburg fahren. Wir hoffen, dass er am Wochenende Papa eines gesundes Sohnes wird. Manchmal gibt es eben wichtigere Dinge als den Fußball. Darum bleibt er hier – außer sein Sohn entscheidet sich schon heute Nacht, auf die Welt zu kommen (lacht). Serdar Dursun ist diese Woche ins Mannschaftstraining eingestiegen. In Arnheim hat er nicht gespielt, weil wir kein Risiko eingehen wollten. Außerdem sind Mathias Honsak und Tim Skarke zurückgekommen, aber beide noch nicht bei einhundert Prozent. Victor Palsson ist nach den beiden Länderspielen wieder gesund in Darmstadt gelandet. Er war ein bisschen müde und hatte leichte Wadenprobleme. Heute hat er aber wieder komplett mittrainiert.

…zu unterschiedlichen Spielertypen:

Wir können unterschiedlich auf Ausfälle reagieren – auch mit verschiedenen Grundordnungen. Jeder Trainer hat eine Idee, wie er spielen lassen möchte. Das ist klar. Bei uns ist es so, gerade weil es so eng ist, dass die unterschiedlichen Spielertypen entscheidend sein werden. Welchen Spielertypen brauchen wir mehr? Brauchen wir einen, der vermehrt mit in den Sechzehner reingeht? Brauchen wir einen, der tiefe Laufwege macht? Brauchen wir einen, der ins Eins-gegen-Eins gehen will? Es gibt daher nicht die eine klare erste Elf. Es gibt die elf Spieler, die am besten zum kommenden Gegner passen und am besten miteinander harmonieren.

…zum Pflichtspielauftakt:

Es ist vor jedem ersten Pflichtspiel die gleiche Frage, die man sich stellt: Wo stehen wir? Wir wissen nicht zu einhundert Prozent, wo wir stehen. Das ist aber auch ganz normal. Dafür brauchen wir Pflichtspiele, um viele Erfahrungen zu machen. Deswegen bin ich froh, dass es wieder richtig losgeht. Wir haben jetzt lange genug darauf hintrainiert. Jetzt kommt endlich die Phase, in denen wir uns in Pflchtspielen messen können.

…zum kommenden Gegner:

Der 1. FC Magdeburg ist kein klassisches Erstrundenlos. Magdeburg empfinde ich auch nicht als klassischen Drittligisten. Sie haben eine robuste und aggressive Mannschaft, die viel auf Umschaltmomente setzt. In den letzten Vorbereitungsspielen haben sie gezeigt, dass sie viele schnelle Leute haben und vorne Zielspieler, die die Bälle festmachen und verteilen können. Für uns wird es wichtig sein, in der Restverteidigung und der Organisation gut zu stehen sowie gut umzuschalten und gut gegen den Ball zu arbeiten. Wenn wir nicht bereit sind, schnell nach Ballverlusten umzuschalten, kann es sofort eng werden. Magdeburg ist eine Mannschaft, die richtig gut von Defensive auf Offensive schalten kann. Insgesamt ist der FCM ein sehr unbequemer Gegner, dessen Fans richtig viel Alarm in der Bude machen. Beim Spiel am Sonntag sind 5.000 Zuschauer im Stadion zugelassen. Selbst diese 5.000 werden einen riesigen Alarm machen. Aber wir freuen uns drauf. Denn Magdeburg wird eine große Herausforderung für uns, der wir uns stellen werden. Wir wissen aber auch, dass wir in der Lage sind, diese Mannschaft mit unseren Mitteln zu besiegen.

…über zugelassene Zuschauer im Stadion:

Im Fußball ist es wichtig, dass wir wieder die Zuschauer dabeihaben. Wir leben im Fußball von der Atmosphäre, wir brauchen diese Atmosphäre. Es ist schön, wenn du raus aufs Feld gehst, eine volle Hütte siehst und richtig Alarm in der Bude hast. Für einen Trainer – gerade wenn du neu bist – ist es manchmal gar nicht schlecht, wenn du viel coachen kannst. Wenn dann wenig Zuschauer im Stadion sind, kannst du den einen oder anderen Spieler besser erreichen. Das ist für einen Trainer am Anfang wertvoll, um Hilfestellungen zu geben. Ich bin aber auch froh, wenn sie mich dann vielleicht nicht mehr hören, wir aber dafür ein volles Haus haben – wenn es richtig rappelt und die Jungs große Freude haben, im Zusammenspiel mit den Fans ein richtig geiles Fußball zu absolvieren. Davon leben wir schließlich alle.

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