FAQs zum verlegten Testspiel gegen San Antonio
Der SV 98 beantwortet die wichtigsten Fragen zum verschobenen Testspiel der Lilien beim Kooperationspartner San Antonio FC.
Irritationen über den späten Elfmeterpfiff, Stolz auf die eigene Leistung. sv98.de hat die Stimmen zum Punktgewinn in Hamburg zusammen gefasst.
Dimitiros Grammozis:
Ich denke, wir haben ein ereignisreiches Spiel mit vielen strittigen Situationen gesehen. In der ersten Halbzeit sind wir schnell hinten reingedrängt worden. Der HSV hatte einige klare Torchancen, welche zum Tor hätten führen können. Trotzdem hatten wir gute Konterchancen, viele Räume nach vorne. Leider haben wir das nicht konsequent gespielt, da hätten wir mehr machen können. Darüber hinaus haben wir das defensiv sehr gut gemacht, in jeden Ball geworfen und eine Top-Leistung abgeliefert. Mit Tim Skarke haben wir dann noch mal versucht, mit Geschwindigkeit über die Flügel zu kommen. Das ist uns natürlich gleich super gelungen und es freut mich für Tim, da er in der Vorbereitung gut gearbeitet hat. Der Treffer hat uns Selbstvertrauen gegeben und ich kann mich an keine klare HSV-Chance in der zweiten Halbzeit erinnern. Die Jungs haben sich in jeden Ball geworfen und das echt gut gemacht. Es ist natürlich bitter, dass wir den Ausgleich durch den Elfmeter in der letzten Minute bekommen haben. Trotzdem bin ich mit der Leistung zufrieden und hoffe, dass wir daraus Selbstvertrauen ziehen können.
Dieter Hecking:
Ich habe einen ähnlichen Spielverlauf gesehen, da muss ich nicht viel dazu sagen. Wir haben es in der ersten Halbzeit gut gemacht, doch im letzten Drittel hat uns die Zielstrebigkeit gefehlt. Da müssen wir mehr draus machen, doch das können wir abstellen. Beim strittigen Elfmeter wären wir natürlich gerne in Führung gegangen. Und dann kam die 46. Spielminute mit einem vermeidbaren Gegentor, das so nicht fallen darf. Der Gegner wird dann stärker und wirft sich noch mehr in die Bälle. Wir haben viele falsche Entscheidungen getroffen. Hintenraus war der Ausgleich – wenn auch durch den Elfmeter – aber verdient. Auch aufgrund der Leistung von Darmstadt müssen wir uns heute mit einem Punkt begnügen.
Fabian Holland:
Es waren dramatische Schlussminuten und es ist natürlich bitter, im letzten Moment noch zwei Punkte abzugeben. Ich hab die Szene zum Elfmeter eben kurz gesehen, ich finde es extrem schwierig zu erkennen, ob es ein Elfmeter gewesen ist. Zumal der Schiedsrichter die Szene im Spielverlauf noch anders bewertet hat, das macht die finale Entscheidung natürlich schwierig für uns. Direkt nach dem Spiel fühlt sich das Ergebnis nicht so gut an, obwohl es natürlich absolut in Ordnung ist, beim HSV einen Punkt mitzunehmen.
Tim Skarke:
Es waren turbulente Momente am Ende. Ich denke nicht, dass es ein Elfmeter war, zumal ich mich schon über die fünf Minuten Nachspielzeit gewundert hatte. Der Schiedsrichter hat sich die Szene lange angeguckt, das spricht ja eher gegen eine klare Fehlentscheidung, die revidiert werden muss. Momentan ist das Unentschieden bitter, aber wir sind als Team aufgetreten, haben sehr gut gestanden und werden uns auch bald über den Punkt freuen können. Bei mir persönlich überwiegt noch die Enttäuschung über den späten Ausgleich gegenüber meinem Treffer. Wir hätten es verdient gehabt, hier heute zu gewinnen.
Zum Treffer:
Das Tor hat uns als Mannschaft sehr geholfen, das freut mich natürlich extrem. Zum Tor kann ich gar nicht so viel sagen, es ging viel zu schnell. Plötzlich war der Ball bei mir, dann köpfe ich ihn rein und wir feiern mit den Fans. Ein tolles Gefühl.
Marcel Schuhen:
Es ist ein wenig der Klassiker. Vor dem Spiel hätten wir einen Punkt in Hamburg vielleicht unterschrieben, nach diesem Spielverlauf natürlich nicht mehr. Wir haben einen unglaublichen Aufwand betrieben und hätten uns gerne mit den drei Punkten belohnt. Jeder Spieler reagiert anders auf ein Spiel mit so einem Ausgang. Einige sind enttäuscht, andere können mit dem Punkt leben. Mich persönlich hat die Leistung mit Stolz erfüllt. Es hat mir richtig Spaß gemacht, mit dieser Mannschaft zu spielen. Die Jungs haben sich reingeworfen, Bälle geblockt und sind bis zur Erschöpfung gelaufen. Das macht mich wirklich stolz.