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14.04.2021 / Allgemein

„Wir müssen uns alles neu und hart erarbeiten“

Am Mittwochvormittag (14.4.) fand am Böllenfalltor das obligatorische Mediengespräch mit Markus Anfang statt. Der Cheftrainer des SV Darmstadt 98 beantwortete vor dem Heimspiel am kommenden Freitag (16.4., 18.30 Uhr) gegen Greuther Fürth die Fragen der via Zoom zugeschalteten Journalisten zum Personal sowie zum Gegner und ordnete die aktuelle Situation ein.

… zum Personal:

Fabian Holland (Probleme am Gesäßmuskel), Marcel Schuhen (muskuläre Probleme in der Wade), Victor Palsson (Achillessehnenprobleme), Nicolai Rapp (Wadenprobleme) und Tim Skarke (Adduktoren/Hüftbeuger) haben die ganze Woche noch nicht mittrainieren können. Sie stehen allesamt auf der Kippe. Wir können noch nichts Hundertprozentiges sagen, ob sie uns am Freitag zur Verfügung stehen. Silas Zehnder, Aaron Seydel, Adrian Stanilewicz und Patric Pfeiffer sind definitiv nicht dabei. Es war nach dem Hamburg-Spiel klar, dass es mit den vielen Verletzungen nicht leicht werden wird, bis Fürth alle wieder an Bord zu haben.

Mathias Wittek und Thomas Isherwood sind im Mannschaftstraining, haben beide aber keine Spielpraxis. Thomas hat zuletzt im Dezember gespielt, Mathias hat seit über anderthalb Jahren kein Spiel mehr gemacht.

… zur Torhüter-Thematik:

Florian Stritzel hat diese Woche das „ok“ von den Ärzten bekommen und gestern beide Einheiten mitgemacht. Er hat noch einen gewissen Rückstand, ist aber auf jeden Fall wieder im Mannschaftstraining. Wir hoffen, dass die Hand keine Reaktion zeigt und er der Belastung standhält. Carl Klaus ist dabei und trainiert ganz normal mit. Wenn Stritzel und Schuhen ausfallen würden, müssten wir einen aus Torhüter aus der U19 auf die Bank setzen. Aber so weit denken wir noch nicht: Flo ist im Training und Schuh haben wir auch noch nicht ganz abgeschrieben.

… zum kommenden Gegner:

Greuther Fürth ist eine der spielstärksten Mannschaften der Liga. Die Wahrscheinlichkeit ist sehr hoch, dass sie im 4-3-3 oder im 4-4-2 mit Raute spielen werden. Gerade im vorderer Bereich haben sie eine hohe individuelle Qualität und können zudem immer wieder nachlegen. Sie sind eine junge Mannschaft, die sich enorm weiterentwickelt hat und ihr Potential zeigt. Sie stehen zurecht dort oben. Es wird eine sehr schwierige Aufgabe für uns.

… zum kommenden Spiel:

Fürth muss gewinnen, wenn sie aufsteigen wollen. Ich gehe davon aus, dass sie die Initiative im Spiel ergreifen werden. Sie sind gerade im Zentrum sehr flexibel und können die Positionen unterschiedlich besetzen. Es wird eine große Herausforderung, der wir uns stellen werden. Ob wir viel in den Ballbesitz reinkommen, wird sich zeigen. Im Hinspiel hatten wir auch nicht so viel Ballbesitz, haben aber zu Null gespielt und gewonnen.

… zur aktuellen Situation:

Es kommt ein Hammer-Programm auf uns zu – auch das Spiel in Würzburg wird ein ganz schweres. Unsere Situation hat sich nicht geändert. Wir haben auch nach dem Hamburg-Spiel gesagt, dass wir nach wie vor nicht gerettet sind. Das wissen wir. 35 Punkte werden nicht reichen, wir müssen weiter Punkte holen. Dennoch sind wir froh, dass wir sie haben und darüber, dass wir aus den letzten fünf Spielen zehn Punkte geholt haben. Doch dafür bekommen wir in den nächsten Spielen schon nichts mehr. Wir müssen uns alles neu und hart erarbeiten. Das Programm hat es in sich. Aber in dieser Liga kann jeder jeden schlagen.

… zur Logik in dieser Saison:

Viele Parameter, die eigentlich logisch klingen würden, greifen diese Saison einfach weniger. Wir haben gegen Düsseldorf, wo uns teilweise die Mentalität abgesprochen wurde, 200 intensive Läufe und 30 Sprints mehr gemacht als gegen den HSV. Beim HSV wird dann aber unsere Mentalität gefeiert. Logisch ist das manchmal nicht. Vielleicht passt das aber zu dieser Saison, die eine sehr schwierige ist.

… zur Fragen nach den Vor- und Nachteilen der Fürther Spielpause:

Das ist eine Frage, die ich nach Spielende besser beantworten kann. (lacht) Wenn du das Spiel verlierst, heißt es: Fürth hatte mehr Zeit, konnte sich in Ruhe vorbereiten sowie regenerieren, alle Spieler waren top fit und wir hatten dagegen angeschlagene Spieler. Wenn wir das Spiel gewinnen, heißt es: Die Fürther hatten keinen Rhythmus. Wir werden es nach dem Spiel sehen. 

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