FAQs zum verlegten Testspiel gegen San Antonio
Der SV 98 beantwortet die wichtigsten Fragen zum verschobenen Testspiel der Lilien beim Kooperationspartner San Antonio FC.
Einen großen Anteil an der hervorragenden zweiten Hälfte in Berlin hatte Tobias Kempe, der erstmals seit dem 16. Oktober wieder für die Lilien zum Einsatz kam. Mit sv98.de sprach der 28-Jährige über sein Comeback, die Unterstützung der Lilienfans und über seine aktuelle Schuhgröße.
sv98: Tobi, wie hat der Zeh auf das Comeback reagiert. Passt der Fuß weiterhin in den Schuh?
Tobias Kempe: (grinst) Ich spiele aktuell mit einer Nummer größer, das ist für den Zeh super, und durch die Einlage wird er zusätzlich entlastet. Ich hatte mir im Training zunächst die Schuhe von Yannick geliehen, aber mittlerweile habe ich meinen eigenen Treter in Größe 45 statt 44. Das Spiel in Berlin hat der Zeh auf jeden Fall gut verkraftet.
sv98.de: Dort standest du schon zur Einwechslung bereit, als der Elfmeter entstand und Polter das 2:1 für Union erzielte. Was hast du an der Seitenlinie gedacht?
Kempe: Jetzt erst recht. (lacht) Nein, im Ernst, von draußen zu sehen, wie das Team in Rückstand gerät, ist nie schön. Von der Seitenlinie aus konnte ich natürlich nichts machen, aber ich wusste, dass ich gleich mithelfen kann, das Spiel wieder in unserer Richtung zu drehen. Insgesamt ist es dann ja auch gut gelaufen, und ich durfte zwei Mal auf dem Platz mitjubeln.
sv98.de: Was hat Torsten dir danach mit auf den Weg gegeben?
Kempe: Ganz ehrlich? "Tobi, kannst du 30 Minuten laufen?" (lacht) Ich habe gesagt, ich sei fit, bereit und heiß. Dann hat Torsten mir nur noch ein „Gib Gas!“ mit auf den Weg gegeben.
sv98.de: Deine Einwechslung erfolgte dann in der 59. Minute. Nach 66 Minuten habt ihr plötzlich 3:2 geführt. So stellt man sich die ersten sieben Comeback-Minuten sicherlich vor…
Kempe: Das war schon richtig gut und hat Spaß gemacht. Es war schön mitzuwirken, mit den Jungs auf dem Platz zu stehen und helfen zu können. Dass es dann noch klappt, den Rückstand zu drehen, war natürlich richtig geil, auch wenn ich natürlich gerne gewonnen hätte.
sv98.de: Hast du direkt nach der Einwechslung gespürt, dass die ganze Mannschaft an die Wende glaubt?
Kempe: Dieses Gefühl hatte ich schon mit Anpfiff der zweiten Halbzeit. Die Jungs waren sofort im Spiel und haben es mir dann auch einfach gemacht, in die Partie zu kommen. Jeder hat eine richtig gute Leistung auf den Platz gebracht. Dadurch hatte ich viel Platz, die Laufwege der anderen haben gestimmt und mir geholfen. Wir waren zu einhundert Prozent im Spiel.
sv98.de: Für das 3:2 warst du höchstpersönlich verantwortlich. Hast du nicht überlegen müssen, nach der Verletzung und kurz nach der Einwechslung den Elfmeter zu schießen?
Kempe: Ich habe überhaupt nicht überlegt. Ich wollte unbedingt schießen und das Ding reinmachen. Bei uns gilt, wer sich gut fühlt, der schießt. Und ich hatte Bock, das Tor zu machen.
sv98.de: Schlussendlich endete das Spiel mit einem bitteren Moment und dem 3:3. Trotzdem, wie hast du die zweite Halbzeit erlebt?
Kempe: So, wie ich es mir immer vorstelle. Wir waren aggressiv, gut in den Zweikämpfen, haben den Ball laufen lassen und dem Gegner quasi keine Chancen gegeben. So wie die Tore fallen, können wir uns auch nicht viel vorwerfen. Von daher sind es nur Kleinigkeiten, die wir in dieser Hälfte hätten besser machen können.
sv98.de: Sowohl von der Bank als auch auf dem Platz hast du sicherlich auch den vollen Gästeblock mitbekommen. Was sagst du zu 1500 Fans im Gästeblock?
Kempe: Das ist überragend. Auch die Choreo zu Beginn der zweiten Halbzeit. Ich finde es unglaublich, wie uns diese Fans überall unterstützen und immer für uns da sind. Wir wollen diesen Fans am Sonntag einen Sieg schenken, weil sie es einfach verdient haben. Sie feuern an und peitschen uns auch im Rückstand nach vorne. Auf der Bank hatte ich da natürlich nochmal einen anderen Blick auf den Gästeblock und hatte Gänsehaut.
sv98.de: Am Sonntag folgt nun das letzte Heimspiel in 2017. Wie wichtig wird auch da die Unterstützung der Fans sein?
Kempe: Enorm wichtig. Wir brauchen die Fans am Sonntag unbedingt, damit wir alle zusammen 90 oder eben 94 Minuten lang auf den Sieg hinarbeiten. Wir können immer auf die Unterstützung zählen, die Fans geben immer Vollgas, von daher habe ich auch überhaupt keine Sorgen, was den Sonntag angeht. Wir als Mannschaft wollen etwas dafür zurückgeben.
sv98.de: Mit dem SSV Jahn kommt einen Mannschaft, die ziemliche Probleme bereitet und im DFB-Pokal das Spiel schlussendlich verdient gewonnen hat. Warum passiert es diesmal nicht?
Kempe: Weil wir ein ganz anderes Spiel machen werden. Weil wir Regensburg direkt unter Druck setzen werden, jeden Zweikampf gewinnen wollen und die Leidenschat abrufen, die man von uns kennt. Und dann mache ich mir keine Sorgen, dass wir endlich wieder einen Sieg einfahren werden.
sv98.de: Das letzte Heimspiel im Jahr 2017, zudem der 1. Advent. Der Rahmen für ein vorzeitiges Weihnachtsgeschenk?
Kempe: Auf jeden Fall. Es ist alles angerichtet für Vollgasfußball.