Nürnberger bleibt in Darmstadt
Der SV 98 kann weiterhin auf die Dienste von Fabian Nürnberger bauen. Die Lilien haben den auslaufenden Vertrag mit dem bulgarischen Nationalspieler verlängert.
DFB-Pokal, 2. Runde. Vor dem Pokalspiel des SV Darmstadt 98 bei Dynamo Dresden (30.10./20.45 Uhr) fand am Dienstagvormittag (29.10.) die Pressekonferenz mit Florian Kohfeldt statt. Der Cheftrainer der Lilien blickte dabei auf den Wettbewerb an sich sowie auf das kommende Spiel und den Gegner. Wir haben die wichtigsten Aussagen für Euch zusammengefasst.
Personalupdate: Luca Marseiler ist fraglich für Mittwoch. Klaus Gjasula, Oscar Vilhelmsson, Christoph Zimmermann, Fabian Holland, Paul Will und Matthias Bader fallen weiterhin aus.
Ich finde den Wettbewerb unglaublich toll und mag ihn total gerne. Ich habe sowohl als Co- als auch als Cheftrainer tolle Erinnerungen und durfte drei Pokalhalbfinals spielen. Ich mag die Situationen, wenn es einfach darum geht, entweder weiterzukommen oder auszuscheiden. Ich hoffe, dass ich meine Vorfreude auch auf die Spieler übertragen kann.
Ich spüre eine große Freude bei der Mannschaft. Wir freuen uns auf den Wettbewerb, das Spiel und die Atmosphäre in Dresden. Wir gehen mit großem Respekt, aber voller Freude und Zuversicht ins Spiel. Vom Kader sowie von den Ambitionen, der Stadt und vor allem den Fans ist Dresden eher ein Zweitliga- als ein Drittliga-Standort. Wir haben ihre Spiele analysiert und wissen, dass wir Möglichkeiten haben werden, um das Spiel für uns zu entscheiden. Wir wollen in die dritte Runde. Wir wissen aber, dass wir dafür einiges leisten müssen. Der Mittwochabend bietet die Chance, positive Emotionen und Erlebnisse zu sammeln und zusammenzuwachsen. Deswegen messen wir dem Duell in Dresden die gleiche Bedeutung wie einem Zweitliga-Spiel bei. Es ist ein Pflichtspiel, das ich unbedingt gewinnen will.
Sie haben sehr viele Spieler, die Fußball spielen und kombinieren wollen. In der Offensive haben sie unterschiedliche Facetten mit körperlich starken Spielern und Spielern, die viel die Tiefe bedrohen. Gegen den Ball gibt es kein ganz klares Bild. Es gab Spiele, in denen sie hoch und aggressiv verteidigt haben. Es gab aber auch Spiele, in denen sie tiefer standen und gewartet haben. Mit Sicherheit hat Dynamo Dresden eine Mannschaft, die auf vielen Positionen über ein individuelles Potential verfügt, was durchaus auch zweitligafähig ist. Gepaart mit dem Stadion macht das ein Gesamtpaket, auf das wir Antworten finden müssen.
Wir sind aktuell in etwa so lange zusammen, wie man normalerweise Zeit in Sommervorbereitung hat. In diesen anderthalb Monaten haben wir aber bereits sechs Spiele gemacht. Ich spüre eine sehr gute Chemie untereinander. Das möchte ich hervorheben. Das Verhältnis zwischen Spielern und Trainerteam ist sehr produktiv. Im Staff fühle ich mich zudem unglaublich wohl. Alle haben in den ersten Wochen einen sehr guten Job gemacht. Die Herausforderung ist nun, nicht nachzulassen. Mit der Mannschaft gibt es Themen, bei denen wir uns gut entwickelt haben, aber dranbleiben müssen. Es gibt aber auch Themen, die etwas langsamer voranschreiten. Die Entwicklung und Einführung meiner Idee von Fußball ist nicht abgeschlossen. Für die Zeit, die wir zusammen sind, bin ich mit der grundsätzlichen Entwicklung aber zufrieden. Wie immer im Fußball müssen wir natürlich Ergebnisse liefern. Und morgen ist Dresden. Da ist es egal, wo wir in unserer Entwicklung stehen. Wir müssen weiterkommen.
Ich habe die Reihenfolge in der Torhüterhierarchie verändert. Alex Brunst ist unsere Nummer zwei. Es war eine sehr schwere Entscheidung, bei der nur Kleinigkeiten den Ausschlag gegeben haben. Daher tut es mir menschlich total leid für Karol, das möchte ich klar herausstellen. Ich habe aber das Gefühl, dass uns Alex mehr hilft. Weiter bin ich der Meinung, dass eine Nummer eins alle Pflichtspiele machen sollte. Ich möchte unbedingt morgen in Dresden die beste Mannschaft auf den Platz stellen, um eine Runde weiterzukommen. Deswegen wird Marcel Schuhen spielen.