FAQs zum verlegten Testspiel gegen San Antonio
Der SV 98 beantwortet die wichtigsten Fragen zum verschobenen Testspiel der Lilien beim Kooperationspartner San Antonio FC.
Mit einem Tor und einem Assist hatte Mathias Honsak großen Anteil an einer erfolgreichen vergangenen Englischen Woche. Vor allem seine überragende Vorarbeit zur zwischenzeitlichen 1:0-Führung gegen Greuther Fürth bleibt in bester Erinnerung. Mit ihm haben wir vor der nächsten intensiven Drei-Spiele-Woche über eben jene Schnelligkeit, die Ziele im Saisonendspurt und das Fazit seiner ersten zwölf Monate in Darmstadt gesprochen.
sv98.de: „Wenn der Junge den Turbo anschmeißt, siehst‘ auch nur noch die Rücklichter“, haben wir bei Instagram zu deinem Sprint im Spiel gegen Greuther Fürth geschrieben. Du hast Tempo aufgenommen, den Überblick behalten und das Tor von Fabian Schnellhardt vorbereitet. Liebst Du solche Situationen am meisten, in denen Du Deine Schnelligkeit ausspielen kannst?
Mathias Honsak: Das Foto habe ich gesehen, hat mir sehr gut gefallen (lacht). Meine Spielweise lebt natürlich von meiner Schnelligkeit. Nach einer Ecke sind die Räume beim Gegner für Konter häufig groß. Darauf habe ich gelauert. Dann habe ich von Marcel Heller den Ball bekommen und gewusst: Ich muss jetzt alles raushauen, was in mir steckt. Ich habe Schnelle in der Mitte gesehen, ihn angespielt und er hat zum Glück das Tor gemacht.
sv98.de: Ist deine Schnelligkeit angeboren oder hast Du Dir sie antrainiert?
Mathias Honsak: Klar kann man auch die Schnelligkeit antrainieren. Aber größtenteils ist es dann doch vorgegeben, ob Du eher der schnellere oder der langsamere Typ bist.
sv98.de: Normalerweise wären die Lilienfans bei deinem Sprint übers halbe Feld aufgesprungen, hätten Dich lautstark angefeuert und Dich nach vorne gepusht. Wie sehr fehlt Dir das?
Mathias Honsak: Unsere Fans fehlen mir auf jeden Fall – speziell bei den Heimspielen. Hier zuhause ist das Stadion fast immer ausverkauft. Die Stimmung und die besondere Atmosphäre hier am Böllenfalltor vermisst man natürlich ganz besonders.
sv98.de: Zwar können die Fans nicht bei den Spielen dabei sein, dennoch hängen tausende Bilder und Namen der Lilienfans im Stadion. Was hast Du gedacht, als Du die neue Kulisse zum ersten Mal gesehen hast?
Mathias Honsak: Es hat mich gefreut, die Bilder von unseren Fans zu sehen. Es ist ein super Zeichen. Sie haben für den Verein auf Geld verzichtet und sich ihre Dauerkarten nicht zurückerstatten lassen. Ich finde es toll, dass sie durch die Fotoaktion uns zwar nicht direkt im Stadion unterstützen können, dafür aber indirekt. Es freut mich, dass so viele Leute mitgemacht und Foto eingeschickt haben, um mit ihrem Bild bei Geisterspielen dabei sein zu können.
sv98.de: Gerade in Geisterspielen kann die Lautstärke der Mannschaft auf dem Platz und von den Jungs auf der Bank nochmal ein entscheidender Faktor sein. Wie wichtig ist es daher, dass Ihr Euch gegenseitig jetzt noch mehr pusht?
Mathias Honsak: Das ist extrem wichtig. Wir müssen zusammenhalten und uns gegenseitig pushen – gerade in der aktuellen Phase, in der die Fans nicht im Stadion sein können. Als Team müssen wir daher noch enger zusammenrücken und noch mehr über den Teamspirit kommen, um die Geisterspiele erfolgreiche zu überstehen.
sv98.de: Nach dem Re-Start habt Ihr gegen Karlsruhe verloren, danach kam die Englische Woche mit sieben Punkten. Auf die Niederlage in Regensburg folgt nun die nächste Englische Woche. War das verlorene Spiel gegen den Jahn daher vielleicht sogar ein gutes Omen?
Mathias Honsak: Das lässt sich schwer sagen. Wir haben gegen Regensburg nicht unseren besten Tag erwischt. Die 0:3-Niederlage hat richtig wehgetan. Aber jetzt heißt es: Aufstehen, Mundabputzen und weiter geht’s. Jeder hat versucht, das Spiel in Regensburg abzuhaken und so schnell wie möglich nach vorne zu schauen. Nur so können wir uns auf das nächste Spiel gegen Hannover fokussieren. Und wir hoffen, dass wir wieder so eine tolle Englische Woche hinkriegen.
sv98.de: Hannover 96, Arminia Bielefeld und Wehen Wiesbaden heißen die nächsten drei Gegner. Was rechnet Ihr Euch aus?
Mathias Honsak: Zusammen mit dem letzten Spiel in Stuttgart sind in den verbleibenden Duellen noch zwölf Punkte möglich. Die wollen wir im Optimalfall natürlich alle mitnehmen, ganz klar.
sv98.de: Vor allem nach der letzten Englischen Woche haben einige Fans schon vom Aufstieg geträumt. Nun beträgt der Abstand auf den Relegationsplatz sieben Punkte. War das überhaupt ein Thema innerhalb der Mannschaft?
Mathias Honsak: Nein. Wir hatten insgesamt eine sehr gute Phase und spielen einen guten Fußball. Das wollen wir so beibehalten. Wo wir nach dem letzten Spieltag der Saison stehen, wird man sehen. Bis dahin wollen wir aber jeden Punkt mitnehmen. Wir schauen daher nur von Spiel zu Spiel und wollen in jeder Begegnung alles geben. Darauf liegt ganz klar unser Fokus.
sv98.de: Du selbst hast Deinen Anteil beigetragen, dass es zuletzt so gut lief. Bis auf das Spiel in Karlsruhe, wo Du eingewechselt worden bist, hast Du in allen Partien nach dem Re-Start in der Startelf gestanden. Die Corona-Pause hat Dir also nicht geschadet…
Mathias Honsak: Richtig. Ich habe mich in der Phase bestmöglich fit gehalten. Wir haben unser Programm für zuhause bekommen. Ich habe dann versucht, noch ein bisschen mehr zu trainieren – sofern das eben möglich war. Es ist aber auch immer Kopfsache, wie man aus dieser Zeit wieder herauskommt. Da ist mir gut gelungen, auch wenn ich natürlich noch das ein oder andere Tor hätte mehr machen können.“
sv98.de: In ein paar Wochen – am 05. Juli, um genau zu sein – bist Du genau ein Jahr in Darmstadt. Wie fällt Dein Fazit nach den ersten zwölf Monaten aus?
Mathias Honsak: Ich hatte nicht den besten Start in Darmstadt und hatte gleich zweimal einen Muskelfaserriss. Aber ich fühle mich hier wohl, habe mich gut eingelebt. Klar, das ein oder andere Tor sowie den einen oder anderen Assist mehr hätte ich mir schon gewünscht. Aber vier Partien sind in dieser Saison noch zu spielen. Ich will mich sowohl in den verbleibenden Spielen als auch in der nächsten Saison weiter verbessern.
sv98.de: Im Interview mit dem Lilienkurier hast Du gesagt, Du würdest in Deutschland die Berge vermissen. Österreich hat seine Grenzen nun wieder geöffnet. Planst Du also Deinen Sommerurlaub in der Heimat?
Mathias Honsak: Klar freut man sich auf den Urlaub. Aber das steht aktuell an zweiter Stelle. An erster Stelle stehen die letzten vier Saisonspiele. Darauf will ich mich voll und ganz fokussieren.