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19.02.2026 / Profis

„Woche für Woche auf das nächste Ereignis konzentrieren“

Wie steht es um die personelle Situation bei den Lilien? Wie geht die Mannschaft mit der aktuellen sportlichen Situation um? Und was sind die Stärken von Fortuna Düsseldorf? Diese und weitere Fragen beantwortete Florian Kohfeldt auf der Pressekonferenz vor dem 23. Zweitliga-Spieltag. Wir haben die wichtigsten Aussagen des Darmstädter Cheftrainers für Euch zusammengefasst.

Florian Kohfeldt auf der Pressekonferenz vor dem Heimspiel gegen Fortuna Düsseldorf
Foto: SV 98

Personalupdate: Bartosz Bialek und Matthias Bader fallen weiterhin aus. Fraser Hornby und Isac Lidberg stehen beide wieder vollumfänglich zur Verfügung.

… zur personellen Situation bei den Lilien:

Wir haben personell ein Luxusthema – nicht nur in der Offensive, sondern auch auf der Sechserposition sowie in der Innenverteidigung. Niklas Schmidt hat in Braunschweig eindrucksvoll gezeigt, was er für ein Qualitätsspieler für uns sein kann. Über die Innenverteidigung reden wir aktuell gar nicht so viel, meine Wertschätzung für Vuko ist aber nach wie vor ungebrochen. Insgesamt ist die personelle Situation ein Luxusthema, aber eben auch ein sehr gutes Thema für uns insgesamt. Und das spricht für die Kaderplanung im Sommer und die Verfeinerungen von Paul Fernie im Winter.

… über die Entscheidungen für oder gegen einen Spieler:

Es ist unglaublich wichtig für uns als Trainerteam, rationale Parameter für unsere personellen Entscheidungen zu haben. Diese sind orientiert an den Fähigkeiten und der Form der Spieler, aber es geht auch um die Frage, was wir gegen den jeweiligen Gegner brauchen. Fynn Lakenmacher hat beispielsweise gegen Lautern angefangen, weil wir einen Wandspieler brauchten. In Braunschweig war unser Plan, mit Killian Corredor mehr Tiefe hinter der Kette zu finden. Zudem ist es dann auch die Aufgabe der gesamten Mannschaft, dass Entscheidungen für oder gegen einen Spieler nicht das Mannschaftsgefüge beeinflussen.

… über Fortuna Düsseldorf:

Wir treffen auf eine sehr starke Defensivmannschaft, die sich in der Rückrunde sehr stabilisiert hat. Sie sind mit dem Ziel in die Saison gegangen aufzusteigen und haben viel individuelle Qualität im Kader – viele Top-Spieler wie Itten, Muslija, Appelkamp, Tanaka plus eine Reihe von guten Innenverteidigern. Vom fußballerischen Ansatz sind sie nicht ganz klar, entwickeln sich aber hin zu einer pressenden Mannschaft. Jetzt gegen Münster haben sie sehr aggressiv Mann auf Mann gespielt, davor in Karlsruhe deutlich mehr im Raum- und Mittelfeldpressing. Wir werden unsere Mannschaft auf beides vorbereiten.  Offensiv leben sie vor allem von ihrem Flankenspiel, haben mit Itten eben auch den Abnehmer und gleichzeitig einen der besten Box-Spieler der Liga in der Mitte.

… zur eigenen Herangehensweise:

Wie in jedem Zweitliga-Spiel kommt da ein schwer zu bespielender Gegner auf uns zu. Für uns kommt es vor allem darauf an, Tempoaktionen im Spiel mit dem Ball zu kreieren. Das ist gegen Düsseldorf nicht ganz so einfach. Defensiv müssen wir unsere Flügel gut verteidigen, um Flanken zu unterbinden. Gleichzeitig müssen wir in der Box eine gute Mannorientierung haben.

… zum Umgang der Mannschaft mit der sportlichen Situation:

Die größte Stärke der Mannschaft ist, dass wir uns Woche für Woche auf das nächste Ereignis konzentrieren. Nach dem Spiel in Braunschweig war sofort Düsseldorf unser Thema. Nach dem Spiel gegen Düsseldorf wird es sofort wieder Dresden sein. Wir haben uns auf klare Werte geeinigt, wie wir unter der Woche miteinander umgehen wollen. Auch die Spieler haben sich vor der Saison klar darauf committed, wie wir gemeinsam arbeiten wollen. Wir konzentrieren uns darauf, wie wir arbeiten wollen. Diese Kultur zu schaffen, bedarf einer gewissen Zeit. Jetzt gilt es darum, diese Kultur aufrechtzuerhalten. Das ist momentan aber nicht schwer, weil die Mannschaft es komplett durchzieht.

… über das Braunschweig-Spiel:

Wir haben die Thematik zu den Einwürfen klar angesprochen. In Braunschweig sind die Gegentore und Torchancen nicht entstanden, weil der Gegner uns ausgespielt hat oder wir Eins-gegen-Eins-Duelle verloren haben. Sie sind daraus entstanden, weil wir die einfachen Dinge nicht gut gemacht haben. Das war das allerärgerlichste in Braunschweig. Einerseits muss ich der Mannschaft ein brutales Lob aussprechen, wie sie all die Dinge drumherum und während des Spiels weggesteckt hat und am Ende mit einem Punkt heimgefahren ist. Das war super. Trotzdem dürfen wir solche Gegentore nicht bekommen.

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