Unentschieden bei der Generalprobe
Der SV Darmstadt 98 und der englische Zweitligist FC Portsmouth haben sich bei der Generalprobe vor dem offiziellen Saisonstart mit einem torlosen Remis getrennt.
Das Personal und der Gegner. Die eigene Herangehensweise und die aktuelle Stimmungslage. Auf der heutigen Pressekonferenz (18.12.) vor dem Auswärtsspiel des SV Darmstadt 98 bei der TSG Hoffenheim (19.12./20.30 Uhr) sprach Cheftrainer Torsten Lieberknecht vor den anwesenden Journalisten im PK-Raum im Merck-Stadion am Böllenfalltor über diese und weitere Themen. Wir haben die wichtigsten Aussagen für Euch zusammengestellt.
Wir machen weiter! Alles andere ist keine Option. Wir wollen optimistisch weitermachen. Natürlich waren wir alle nach dem Wolfsburg-Spiel niedergeschlagen. In den letzten Woche hatten wir Spiele, die wir mit Punkten hätten beenden können. Aber genau das stimmt mich weiterhin optimistisch, wohlwissend das jetzt mit der TSG Hoffenheim ein Hochkaräter auf uns zukommt. Nur in zwei Spielen – gegen Leverkusen und Bayern München – waren wir wirklich unterlegen. Ansonsten hatten wir immer unsere Möglichkeiten und haben gezeigt, dass wir eine reelle Chance haben. Wir werden alles dafür tun, um diese Chance bestmöglich zu nutzen. Dieses Gefühl habe ich der Mannschaft mit einer gewissen Schärfe vermittelt. Ich glaube an jeden einzelnen Spieler. Daher habe ich auch an die Jungs den Appell gerichtet, dass sie selbst den Glauben an sich und untereinander brauchen. Natürlich sind die Jungs enttäuscht. Weil wir in der Trainingswoche und in der Vorbereitung auf die Spiele viel investieren. Es zermürbt einen, wenn du immer dran bist und mehr holen kannst. Wir wussten, dass es sportlich so kommen kann. Wir müssen standhaft bleiben.
Es wird niemand zurückkommen, der schon gegen den VfL Wolfsburg gefehlt hat. Stand jetzt werden wir den gleichen Kader wie schon gegen den VfL zur Verfügung haben.
Es tut gut, dass wir direkt wieder ins Spielen kommen. Es ist auch gut zu wissen, dass wir mit vielen Darmstadt-Fans vor Ort rechnen können. Das ist ein riesiges Pfund. Die Stimmung auswärts ist sehr hilfreich. Das werden wir in Hoffenheim wieder merken. Wir wollen allen Darmstädtern Punkte bescheren. Dafür haben wir morgen die Möglichkeit. Ich erwarte, dass wir alles dafür investieren.
Hoffenheim steht auf dem siebten Tabellenplatz. Sie haben einen Top-Kader und spielen auf Top-Niveau. Sie wollen zuhause natürlich versuchen, das Spiel zu gewinnen. Jede Mannschaft will ihren Fans einen Sieg im letzten Spiel schenken. Insgesamt erwartet uns ein guter Gegner, gegen den wir alles in die Waagschale werfen müssen.
Wir haben insgesamt eine sich sehr unterstützende Truppe. Jeder gönnt dem anderen den Einsatz. Ich versuche, unseren großen Kader so zu händeln, dass jeder die Wertschätzung bekommt, gebraucht zu werden. Bis auf Morten Behrens hat jeder seinen Erstliga-Einsatz bereits bekommen. Der Konkurrenzkampf ist fair und respektvoll, vielleicht könnte der ein oder andere eher sogar noch mehr aus seiner Haut fahren. Die Jungs haben die reelle Möglichkeit, weiter in dieser Liga zu bleiben. Dafür müssen wir noch mehr investieren. Dabei spielt die mannschaftliche Geschlossenheit sowie die des kompletten Vereins eine wichtige Rolle.
Ich halte mich nicht in den sozialen Medien auf. Durch meine Erfahrung weiß ich dennoch, was dort wahrscheinlich stehen wird. Ich habe es insgesamt am liebsten, wenn Kritiker nicht anonym sind, sondern mit mir das Gespräch suchen. Natürlich müssen wir in unserer Situation kritische Meinungen annehmen und uns damit auseinandersetzen. Jeder sagte vor der Saison, dass es schwer werden wir. Diese schwere Saison spüren wir jetzt. Bei allen ist die Enttäuschung darüber da, dass wir in den letzten Wochen die Spiele nicht hätten verlieren müssen, wenn wir eine bessere Leistung abgerufen hätten. Das frustriert uns und die Fans.