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23.04.2021 / Allgemein

„Wollen das Optimum rausholen“

Das Personalupdate, der kommende Gegner, die momentane Tabellensituation und weitere aktuelle Themen: Am Freitagmittag (23.4.) stand Markus Anfang den virtuell zugeschalteten Journalisten als Gesprächspartner vor dem Duell der Lilien gegen den VfL Bochum (26.4., 20.30 Uhr) zur Verfügung. sv98.de hat die wichtigsten Aussagen des Darmstädter Cheftrainers zusammengefasst.

… zum Personal:

Marcel Schuhen hat heute wieder mit der Mannschaft trainiert. Wir müssen bei ihm schauen, wie er die Belastung verträgt. Felix Platte musste das Training heute mit Adduktorenproblemen abbrechen. Victor Palsson hat wegen Achillessehnenproblemen gar nicht mittrainiert. Bei beiden war es eine Vorsichtsmaßnahme. Ansonsten hat sich zum Personal von vorher nichts verändert.

… zum kommenden Gegner:

Bochum ist eine Mannschaft mit viel Tempo – gerade über die Außenbahnen. Sie haben mit die schnellsten Spieler der Liga und sind gerade im zentralen Mittelfeld richtig gut aufgestellt. Sie verlieren in ihrem Aufbauspiel mit dem verletzten Manuel Riemann einen guten Torwart, der viele gute Bälle spielen kann. Insgesamt steht der VfL Bochum zurecht dort oben in der Tabelle. Im Hinspiel lagen beide Mannschaften aber gar nicht so weit auseinander. Wir haben in der 80. Minute geführt und dann aber binnen zwei Minuten das Spiel verloren. Ich hoffe, dass wir es am Montag besser machen werden.

… zur aktuellen Tabellensituation:

Wenn wir gegen Bochum in die Punkte kommen, haben wir die magischen 40 Punkte erreicht. Es geht nun darum, dass wir weiter Punkte holen und die kommenden vier Spiele nicht abschenken wollen. Wir wollen in jedem Spiel das Optimum rausholen. Wir haben ausgerufen, dass die Rückrunde wesentlich besser sein soll als die Hinrunde. Das ist sie gerade, aber wir sind noch nicht am Ende. Jetzt wollen wir versuchen, noch so viele Punkte wie möglich zu holen. Es geht darum, die vergangenen sieben Spiele und unseren guten Weg zu bestätigen.

… zur Frage, warum bei den Lilien die Rückrunde stets besser als die Hinrunde ist:

Diese Saison steht unter einem anderen Stern. Aufgrund der Pandemie sind viele Sachen anders abgelaufen. Als ich hierhergekommen bin, habe ich zum Beispiel auch am Anfang gehört, dass es in Darmstadt nur einmal im Jahr schneit. Ich glaube, wir hatten aber fünf, sechs Tage lang Schnee (lacht). Es hat sich in dieser Saison vieles verändert. Das Einzige, was geblieben ist, ist, dass wir in Hamburg gewinnen (schmunzelt). Ansonsten haben wir so viele Sachen in dieser Spielzeit erlebt. Das war schon erstaunlich. So viele Pleiten, Pech und Pannen hatte ich nicht erwartet. Wir haben zehn Elfmeter gegen uns bekommen und es geschafft, das ein oder andere Eigentor zu machen – wir haben sogar immer schönere Eigentore erzielt. Wenn das nicht passiert wäre, hätten wir sicherlich eine andere Hinrunde gespielt. Die Mannschaft hat sich im Laufe der Saison aber gut reingekämpft und bestätigt jetzt in der Rückrunde, dass sie in der Lage ist, wesentlich mehr Punkte zu holen. Insgesamt ist diese Saison für uns, für die Fans und viele andere Vereine außergewöhnlich.

… zum Quarantäne-Trainingslager:

Wir stehen hinter der Entscheidung, die frisch getroffen wurde. Weil wir am Ende des Tages gewährleisten wollen, dass die Saison zu Ende gespielt wird. Der Hauptsinn dieses Trainingslagers ist, dass wir uns so gut wie möglich isolieren – auch untereinander. In den zwölf Tagen geht es darum, uns nicht anzustecken, um damit den Spielbetrieb aufrechtzuerhalten.

… über die Fans und deren Proteste gegen die Super League:

Obwohl die Fans in dieser Saison nicht im Stadion sein durften, haben wir trotzdem immer ihre Rückdeckung gespürt. Im Fußball leben wir davon, dass wir Fans im Rücken haben. Das macht den Fußball aus. Alle Fans haben das Recht, ihre Meinung zu äußern. Ich finde es gut, dass es nun in so eine Richtung gegangen ist. Die Super League hätte dem Fußball überhaupt nicht gutgetan.

… zum Montagabendspiel:

Das Montagabendspiel kam aufgrund der vielen Spielverlegungen ein bisschen unverhofft. Aber wir nehmen es so, wie es kommt. Ich bin ein Freund davon, am Wochenende zu spielen – samstags oder sonntags. Es gehört seit meiner Jugend irgendwie dazu, dass am Wochenende die Fußballspiele sind. Daher würde ich auch am liebsten am Wochenende spielen. Aber das ist nur meine persönliche Meinung.

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