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31.01.2020 / Allgemein

„Wollen den Funken überspringen lassen“

Das Duell der Lilien gegen den VfL Osnabrück (2.2./13.30 Uhr) wird ein besonderes Spiel. Warum? Zum einen ist es das erste Heimspiel im neuen Jahr. Zum anderen wird die neue Gegentribüne im Merck-Stadion am Böllenfalltor erstmals in voller Pracht erstrahlen. Dimitrios Grammozis freut sich auf eine "tolle Atmosphäre". Außerdem spricht der Lilien-Coach im Mediengespräch über Neuzugang Matthias Bader, wirft einen Blick auf den kommenden Gegner und liefert das gewohnte Personalupdate.

…über Neuzugang Matthias Bader (zur Extrameldung):

Wir mussten nach dem Abgang von Mandela Egbo nach New York (zur Extrameldung) auf der Rechtsverteidigerposition handeln. Wir haben uns recht schnell für Matthias Bader entschieden. Er ist ein Spieler, den wir schon seit längerem kennen. Er hat in Karlsruhe sehr gute Leistungen gebracht und dadurch auf sich aufmerksam gemacht. Das ist dem 1. FC Köln natürlich nicht verborgen geblieben, weswegen sie ihn verpflichtet haben. Leider hat er dort nicht die Zeit bekommen, um sich durchzusetzen. Wir sind aber davon überzeugt, dass er uns gut tun wird. Es ist schön, mit ihm eine Option mehr im Kader zu haben. Wir hoffen, dass er an seine Leistungen aus seiner KSC-Zeit anknüpfen kann. Er überzeugt durch seine Energie sowie dem guten Mix aus Defensive und Offensive.

…über die neue Gegengerade:

In den letzten Vorrundenspielen vor Weihnachten gegen Stuttgart und Hamburg haben wir bereits einen kleinen Vorgeschmack darauf bekommen. Schon als der Unterrang ausverkauft war, war die Stimmung eine ganz andere. Mit dem zusätzlich ausverkauftem Oberrang sowie dem Dach wird eine ganz tolle Atmosphäre herrschen. Ich freue mich sehr darauf, gegen einen guten Gegner mit einer hervorragenden Stimmung im Stadion zu spielen, um dann hoffentlich auch die drei Punkte zu holen.

…zum Kiel-Spiel:

Für das erste Spiel der nach der Pause war das Ergebnis in Ordnung. Wir haben gegen einen sehr guten Gegner gespielt, der es uns nicht einfach gemacht hat. Unsere Defensive hat weitestgehend gut gestanden, wir haben relativ wenig zugelassen. Außerdem haben wir uns im Laufe des Spiels gesteigert. Wir müssen aber zusehen, dass wir die Leistung von Anfang an und über einen längeren Zeitraum abliefern, sowie häufiger die Spielkontrolle übernehmen. Ich bin der Meinung, dass wir keine katastrophale erste Halbzeit gezeigt haben. Der Gegner hatte mehr Ballbesitz, aber das war so vorher schon zu erwarten. Das war uns bewusst. Wir haben jedoch die Umschaltaktionen nicht für uns genutzt. Wir haben zwar viele Bälle gewonnen, aber hatten nicht die Lösungen, um die Angriffe zu Ende zu spielen. Das haben wir in der zweiten Halbzeit besser gemacht. Das beste Beispiel war die Torchance von Marvin Mehlem: Diese kam durch einen guten Ballgewinn und einen guten Pass von Fabian Schnellhardt zustande. Darauf müssen wir aufbauen. Dann werden wir häufiger zu Torchancen kommen.

…zum vermeintlichen Handspiel von Stefan Thesker:

Wir dürfen nicht vergessen, dass dieses Handspiel eine spielentscheidende Situation hätte sein können. In anderen Spielen wird diese Aktion sofort gepfiffen – beispielsweise in Bochum gegen uns. In Kiel war es ein ganz klarer Elfmeter, dieser wird aber nicht gegeben. Ich wünsche mir von den Schiedsrichtern mehr Fingerspitzengefühl, um solche Aktionen besser beurteilen zu können.

… zum Personal für das Osnabrück-Spiel:

Braydon Manu war aufgrund eines Infekts der einzige Ausfall für das Spiel bei Holstein Kiel. Er wird aber heute wieder regulär mit der Mannschaft trainieren. Er fühlt sich gut. Alle anderen Jungs sind ebenfalls fit. Matthias Bader wird heute zur Mannschaft stoßen und mit ihr zusammen das erste Training absolvieren. Ich freue mich auf ihn, weil er die Qualität unseres Kaders erhöht. Ich hoffe, dass er Patrick Herrmann auf der Rechtsverteidigerposition Druck macht, sodass sich beide anständig messen können. 

…zum kommenden Gegner:

Der VfL Osnabrück spielt bisher eine sehr gute Saison. In jedem Spiel haben sie den Gegner vor Probleme gestellt. Sie haben eine sehr gute Mentalität in der Mannschaft sowie viele spielstarke Jungs. Sie agieren mit einer hohen Intensität. Das wird am Sonntag nicht anders werden. Wir müssen vor heimischer Kulisse um jeden Zentimeter kämpfen. Wir wollen den Funken auf unsere Fans überspringen lassen, damit wir den Gegner niederringen. Es ist eine Herausforderung. Aber ich bin sehr positiv, dass wir ein gutes Spiel machen werden.

…zur Hinspielniederlage gegen die Lila-Weißen:

Das 0:4 im Hinspiel hat uns eindeutig wehgetan. Wir wollen am Sonntag versuchen, den Spieß umzudrehen und eine viel bessere Leistung als im Hinspiel zu zeigen. Ich habe aber keine offene Rechnung mit dem Gegner, das würde zu weit gehen.

Weitere Informationen zum Spieltag:

Der SV 98 hat nach einem Angriff auf einen Unparteiischen im vergangenen November die Schiedsrichter aus der Region zum Heimspiel der Lilien gegen den VfL Osnabrück eingeladen. 200 Schiris sind der Einladung gefolgt und werden die Partie am Sonntag auf der Nordtribüne verfolgen.

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