FAQs zum verlegten Testspiel gegen San Antonio
Der SV 98 beantwortet die wichtigsten Fragen zum verschobenen Testspiel der Lilien beim Kooperationspartner San Antonio FC.
Vor dem ersten Pflichtspiel des Jahres 2021 beim VfL Bochum am Samstag (02.01., 13 Uhr) stand Markus Anfang den via Zoom zugeschalteten Journalisten Rede und Antwort. Der Cheftrainer des SV Darmstadt 98 sprach über das Personal, den kommenden Gegner und die fehlende Winterpause.
…zum Personal:
Victor Palsson und Mathias Wittek fehlen uns nach wie vor. Gestern gab es im Training einen Zusammenprall zwischen Fabian Holland und Patrick Herrmann. Fabi konnte heute nicht trainieren, da müssen wir abwarten, wie er sich morgen fühlt. Er ist mit dem Kopf unglücklich aufgeschlagen, deswegen haben wir ihn erstmal rausgenommen, weil wir bei diesen Sachen speziell aufpassen müssen und ihn erstmal vom Arzt checken lassen.
…zum kommenden Gegner
Bochum ist sehr spielstark, das war in den letzten Spielen zu sehen. Zudem geben sie sich nie auf und bleiben bis Schluss dran, wie auch im Pokal in Mainz. Gegen einen Bundesligisten die Partie zu drehen, das war schon beeindruckend. Sie haben viele gute Ergebnisse erzielt und können immer wieder von der Bank aus nachlegen. Sie spielen sehr intensiv Fußball, speziell gegen den Ball. Sie haben viele Sprints und intensive Läufe im Spiel, können aber auch sehr gut im Ballbesitz agieren.
…zum Schwung aus den vergangenen drei Spielen
Die Art und Weise, wie die Mannschaft, die Trainingseinheiten in dieser Woche angepackt hat, macht Hoffnung. Das gute Gefühl haben wir, unabhängig von Ergebnissen, Woche für Woche mitgenommen und transportiert. Und wenn wir mit diesem Gefühl auf den Platz gehen, dann ist einiges möglich. Wir wissen, dass wir für die letzten Spiele nichts mehr bekommen und es ein neues Spiel mit einer neuen Herausforderung ist. Wir wollen den Weg unbedingt weitergehen. Mit dem Pokal haben wir drei Spiele in Folge gewonnen, jetzt ist die Motivation hoch, dies auch in der Meisterschafft zu schaffen.
…zur Regeneration der Spieler über die Weihnachtstage
Dafür war die Pause recht kurz. Wir haben die Länderspielpausen schon ähnlich gestaltet, wie jetzt die Weihnachtspause. Da hatten die Jungs drei, vier freie Tage, die aber natürlich keine klassische Urlaubsphase ersetzen. Aber für uns ist es gut, dass sich die Mannschaft sehr gut versteht und miteinander Spaß hat. Das hilft, wenn man so viel beieinander ist. Dass sich die Jungs freuen, wenn sie zum Training kommen. Es ist nicht auf die Arbeit beschränkt, sondern auch auf den Mannschaftssport, den Teamgedanken. Das hilft, dass sich die hohe Belastung nicht so auswirkt, dass eine Art Lagerkoller entsteht. Deswegen legen wir auch Wert darauf, dass wir hier Spieler haben, die charakterlich zueinander passen.
…zum ungewöhnlich frühen Pflichtspielstart im neuen Jahr
Es ist ein wenig merkwürdig, aber auch schön, dass wir so schnell die Möglichkeit haben, im neuen Jahr Punkte zu holen. Sonst bist du in der Vorbereitung und bereitest dich auf diese Wettkämpfe vor. Jetzt geht es nahtlos weiter. Wir haben immer nach England geguckt und sie auch ein wenig beneidet um den permanenten Wettkampf. Natürlich ist die Belastung höher, aber jetzt können wir beweisen, dass wir es auch können. Ich freue mich darauf, dass es schnell weitergeht.
…zu möglichen Neuzugängen im Winter
Wir haben gesehen, dass die Spielerdecke recht dünn wird, wenn zwei oder drei Spieler ausfallen. Wir verschließen die Augen nicht und schauen uns um. Aber es ist wichtig, dass die Spieler charakterlich zu Darmstadt 98 passen. Eine Integration neuer Spieler müsste diesmal auch im laufenden Spielbetrieb passieren, da es keine Vorbereitung und kein Trainingslager gibt. Das wird ein Balanceakt, aber wir haben genug Videomaterial und die Spieler sind permanent in der Kommunikation untereinander und können sich gegenseitig helfen. Da wären alle gefordert, einem neuen Spieler unter die Arme zu greifen. Aber wir müssen die Personaldecke so aufstellen, dass wir die 21 Ligaspiele plus Pokal entsprechend bestreiten können. Am Ende geht es darum, die richtigen Spieler zu verpflichten. Alle Vereine müssen vorsichtig mit der wirtschaftlichen Situation umgehen. Wenn es ein Spieler wird, dann wird es ein Spieler, wenn es zwei oder drei Spieler werden sollten, dann sind es zwei oder drei. Am Ende müssen sie nach Darmstadt und in die aktuelle Situation passen.