Nürnberger bleibt in Darmstadt
Der SV 98 kann weiterhin auf die Dienste von Fabian Nürnberger bauen. Die Lilien haben den auslaufenden Vertrag mit dem bulgarischen Nationalspieler verlängert.
Nach zwei Heimspielen in Folge geht es für die Mannschaft des SV Darmstadt 98 wieder auf Reisen. Unter der Woche treten die Lilien am Mittwochabend (30.10./20.45 Uhr) im DFB-Pokal gegen die SG Dynamo Dresden an. Ein Spiel, mit nur zwei Möglichkeiten - entweder weiterkommen oder ausscheiden. Alle Zahlen und Fakten zum Pokalfight lest Ihr in unseren Top Facts.
Wenn den 98ern ein Spiel liegt, dann vermutlich das Auswärtsspiel in Dresden. Die vergangenen drei Partien in der sächsischen Landeshauptstadt konnten die Darmstädter für sich entscheiden. Ohnehin ist die Bilanz im Rudolf-Harbig-Stadion durchaus positiv: Von fünf Duellen in Dresden gewannen die Lilien vier bei nur einer Niederlage. Auch im DFB-Pokal ist die schwarz-gelbe Heimspielstätte kein unbekanntes Terrain: Bereits in der Saison 2020/21 kam es zum Aufeinandertreffen beider Mannschaften in der 2. Pokalrunde. Im Dezember 2020 siegte der SV 98 souverän und deutlich mit 3:0 – Schnellhardt, Dursun und Paik hießen damals die Torschützen. Ein Spielausgang, der sich gerne wiederholen darf. Ebenfalls beste Erinnerungen haben die Lilien an das letzte Duell in Dresden in der Saison 2021/22. In der dritten Minute der Nachspielzeit konnte Honsak den 1:0-Siegtreffer für den SVD erzielen. Auch das ein Ergebnis, was die Darmstädter am Mittwochabend nehmen würden.
Dass der DFB-Pokal seine eigenen Gesetze hat, wurde auch in Runde eins des Wettbewerbs in dieser Saison deutlich. Die unterklassigen Teams schlagen die höherklassigen Mannschaften: So gewann nicht nur Arminia Bielefeld gegen Hannover 96, Jahn Regensburg gegen den VfL Bochum oder Offenbach gegen den 1. FC Magdeburg. Auch der kommende Gegner der Lilien präsentierte sich stark. Vor heimischer Kulisse fuhr Dynamo Dresden als Drittligist einen 2:0-Erfolg gegen Fortuna Düsseldorf ein – wohlgemerkt der aktuelle Tabellenführer der 2. Bundesliga.
Festung RHS? Das Rudolf-Harbig-Stadion in Dresden ist in dieser Saison bis dato uneinnehmbar. Einen Auswärtssieg konnte in der laufenden Spielzeit hier noch keine Mannschaft feiern. So ist Dynamo in der Liga seit sechs Heimspielen ungeschlagen – drei Siege, drei Remis. In der Heimtabelle der 3. Liga belegt die SGD mit zwölf Punkten den dritten Platz. Zudem sind zwölf erzielte Heimtore der drittbeste Wert im Wettbewerb. Überboten wird die Trefferanzahl vor heimischer Kulisse nur von Cottbus (17) und Ingolstadt (13).
Dynamo Dresden ist dem SV Darmstadt 98 in einer Sache etwas voraus. Die Sachsen standen schon einmal im Halbfinale des DFB-Pokals. In der Saison 1993/94 zogen die Dresdner bis in die Runde der letzten Vier ein. Nach Siegen gegen Wolfsburg, Hannover, Bayern München und Bayer Leverkusen war damals im Halbfinale nach einem 0:2 gegen Werder Bremen die Pokalreise beendet. So richtig weit ging es in den vergangenen Jahren aber nicht für die SGD. 2014/15 scheiterte Dynamo im Achtelfinale auswärts an Borussia Dortmund, in den darauffolgenden Jahren war entweder nach der ersten oder zweiten Runde Schluss. Die Lilien zogen dagegen letztmals vor zwei Jahren ins Achtelfinale ein. Diese Runde erreichten die Südhessen insgesamt achtmal. Das beste Abschneiden ist aber der Einzug ins Viertelfinale in der Pokalsaison 1986/87, als sich die Truppe vom Böllenfalltor am Ende dem HSV geschlagen geben musste.
Gleich zwei Spieler fanden in der Vergangenheit den Weg von Dynamo Dresden ins südhessische Darmstadt. Im Sommer 2014 war es Tobias Kempe, der seine Unterschrift nach eineinhalb Jahren in Dresden unter den Vertrag bei den Lilien setzte. In seiner Zeit bei Dynamo absolvierte der Mittelfeldspieler von Januar 2013 bis Juni 2014 insgesamt 34 Spiele und schoss dabei vier Tore. Von Dresden nach Darmstadt. Selbigen Weg ging auch Paul Will im vergangenen Sommer. Er verabschiedete sich nach vier Dynamo-Jahren und spielt seitdem für den SV 98. Beim Drittligisten war er während seiner Zeit in der Zentrale kaum wegzudenken und lief 129-Mal in Schwarz-Gelb auf. Ein direktes Wiedersehen mit seinem alten Arbeitgeber auf dem Rasen bleibt dem 25-Jährigen aufgrund eines Kreuzbandrisses allerdings leider verwehrt.
| Spiele | Siege | Unentschieden | Niederlagen | Tore | |
| Heim | 4 | 2 | 2 | 0 | 6:3 |
| Auswärts | 5 | 4 | 0 | 1 | 10:6 |
| Gesamt | 9 | 6 | 2 | 1 | 16:9 |