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08.04.2026 / Profis

Zahlen & Fakten: Die Top Facts zum Hannover-Spiel

Der SV Darmstadt 98 möchte seine Bilanz im eigenen Stadion ausbauen. Doch die Aufgabe hat es in sich: Als bestes Heimteam der Liga empfangen die Lilien mit Hannover 96 das zweitbeste Auswärtsteam und gleichzeitig ihren punktgleichen Tabellennachbarn. Beide Mannschaften sind nicht zu Unrecht im oberen Tabellendrittel, denn sie überzeugen sowohl offensiv als auch defensiv. Alle wichtigen Zahlen und Fakten zum Samstagabend-Duell der zweiten Liga haben wir hier für Euch zusammengestellt. Hier findet Ihr die Topfacts zur Partie zwischen den Südhessen und den Niedersachsen.

Hiroki Akiyama jubelt nach seinem Siegtreffer im Hinspiel gegen Hannover 96
Foto: SV 98
Topspiel? Nicht ohne Grund!

Samstagabend. 20.30 Uhr. Merck-Stadion am Böllenfalltor. Diese Konstellation kommt wohl jedem, dessen Herz für die Lilien schlägt, bekannt vor. Denn das Duell mit Hannover 96 ist für die Südhessen bereits das sechste Heimspiel zu dieser Zeit. Aus den fünf bisherigen Partien ging die Mannschaft von Florian Kohfeldt drei Mal als Sieger hervor und spielte zweimal Remis. Aber ohnehin sind die 98er das einzige Team in den beiden höchsten Ligen, das vor heimischem Publikum noch ohne Niederlage ist. Insgesamt fuhren sie zehn Siege ein, vier Mal spielten die Lilien Remis. In den 14 Heimpartien schossen sie insgesamt 29 Tore, und Marcel Schuhen blieb sieben Mal ohne Gegentor. Hannover dagegen glänzt gerade auf fremdem Rasen besonders. In jedem Auswärtsspiel trafen sie mindestens einmal und in elf der 14 Partien sogar mehr als nur einmal. Nur Hertha BSC ist auswärts besser.

Offensiv stark, defensiv stabil

Die Südhessen erzielten 50 Tore – die meisten in der aktuellen Zweitliga-Saison. Hannover hat 47-mal den Ball im Tor untergebracht, erzeugt aber insgesamt die größte Torgefahr mit einem Expected-Goals-Wert von 59,5. Allerdings hat die Mannschaft von Christian Titz die schwächste Abschlusseffizienz. Benjamin Källman ist nicht nur Hannovers bester Schütze, sondern auch der drittbeste Torschütze der Liga. Doch er ist seit sechs Spielen ohne Tor, kam jedoch in den vergangenen beiden Pflichtspielen nur von der Bank. Dass er Torjägerqualität hat, hat er jedoch mit seinen 13 Saisontoren hinreichend bewiesen.

Beide Mannschaften haben aber nicht nur in der Offensive immer wieder ihre Qualitäten gezeigt, sondern leisten auch in der Defensive mehr als ordentliche Arbeit. Marcel Schuhen musste 32-mal hinter sich greifen. Die Niedersachsen kassierten 35 Gegentore. Der Ligadurchschnitt liegt bei 41 Gegentoren.

Topspiel nur von der Tribüne

Gleich drei Spieler können bei dieser Partie aufgrund einer Gelbsperre nicht mitwirken. Mit Isac Lidberg, der den Darmstädtern bereits 13 Tore bescherte, sowie Kai Klefisch, der in der Mittelfeldzentrale ordentlich ackert und im Schnitt 12,18 Kilometer pro Spiel läuft, fehlen den Lilien zwei Spieler. Aber auch die Hannoveraner müssen auf einen Spieler verzichten. Daisuke Yokota, der bei Hannover über die Außen kommt, muss ebenfalls von der Tribüne zusehen. In dieser Saison war er nur zweimal ohne Einsatz im Kader und nur einmal gar nicht im Kader – im Hinspiel gegen die Lilien.

Bilanz pro Lilien

Der SV 98 hat gegen die 96er zehn der letzten 13 Pflichtspiele für sich entschieden, und auch Lilien-Cheftrainer Florian Kohfeldt hat gute Erinnerungen an Duelle mit den Niedersachsen. So konnte er 2017 mit Werder Bremen seinen ersten Bundesligasieg gegen Hannover feiern, und auch mit den Südhessen gewann er alle drei Partien gegen den aktuell Tabellenfünften.

Innenpfosten, Tor!

Das Hinspiel hatte bereits einiges zu bieten. In der Heinz-von-Heiden-Arena gingen die Lilien früh in Führung, kassierten dann zwei Tore, ehe sie erneut durch Corredor den Ausgleich erzielten. Je länger das Spiel dauerte, desto wilder wurde es. Beide Mannschaften wollten die drei Punkte unbedingt haben und öffneten zunehmend ihre Defensive. Dann die 94. Minute: Der Ball kommt zu Killian Corredor, der ihn mit der Hacke auf Hiroki Akiyama ablegt. Der Japaner knallt die Kugel an den Innenpfosten, von da aus springt sie ins Netz. Ein erlösender Treffer, und so wanderten die drei Punkte doch noch nach Südhessen.

Zu viel Aluminium

Immer wieder knallt es am gegnerischen Gehäuse, wenn ein Lilien-Akteur den Ball im Tor versenken will. Bereits 16-mal hatten die Südhessen Alu-Pech. Die Niedersachsen trafen genauso oft den Querbalken oder Pfosten und scheiterten damit gemeinsam mit den 98ern am häufigsten auf diese Weise am Torerfolg. Das Paradebeispiel ist das Hinspiel. Dort bekamen die Zuschauer nicht nur fünf Treffer zu sehen, sondern auch, wie das Leder fünf Mal gegen das Aluminium knallte – Saisonrekord für ein Spiel.

Niedersächsische Dominanz!

96-Trainer Christian Titz hat eine klare Vorstellung davon, wie er seine Mannschaft auf dem Feld sehen möchte, und das spiegelt sich auch in den Zahlen wider. Denn seine Schützlinge zeigen sich dominant und haben mit 56 Prozent Ballbesitz die meisten Spielanteile in der zweiten Bundesliga. Das liegt auch daran, dass sie enorm sicher mit dem Ball sind. Die Hannoveraner weisen mit 86 Prozent die beste Passquote der Liga auf.

Sperre droht

Drei südhessische Spieler sind vor dem Spiel gegen die Titz-Truppe mit vier gelben Karten vorbelastet. Darunter Fraser Hornby, Merveille Papela sowie Aleksandar Vukotic.

Die Bilanz
 

Spiele

Siege Unentschieden Niederlagen Tore

Heim

14 8 4 2 25:14

Auswärts

15 7 4 4 27:27

Gesamt

29 15 8 6 52:41

 

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