„Zusammen!“ Dieses Wort stand am Ende der Botschaft. Genauso steht es aber auch symbolisch für die vergangenen Wochen. Für das, was beim SV Darmstadt 98 nach dem Heimspiel gegen den Karlsruher SC passiert ist. Als Wortstamm tauchte es bereits damals auf. Allerdings in negativer Form. Man sei nach dem Gegentor „zusammengebrochen“, erklärte Tim Skarke angesichts der zweiten Hälfte gegen den KSC. Die Folge: „Wir haben uns zusammengesetzt, vieles besprochen. Gesagt, dass uns so etwas nicht passieren darf.“ Zusammengesetzt. Da war es wieder. Nach einer Woche voller Gespräche erkämpfte sich das Team drei Punkte in Paderborn. „Dieser Sieg hat uns zusammengeschweißt“, führte Skarke weiter aus.
Zusammengebrochen. Zusammengesetzt. Zusammengeschweißt. Die Entwicklung einer Woche. Eine Entwicklung, die seitdem fortgeführt wurde.
„Sieben Punkte aus drei Spielen sorgen für ein gutes Gefühl, sie waren aber auch bitter notwendig“, bilanzierte Marcel Schuhen nach dem Spiel am Samstag mit Blick auf Paderborn, Aue und Braunschweig. Die Tabelle verdeutlicht, wie notwendig. „Wir mussten den Karren aus dem Dreck ziehen, das haben wir zuletzt gut gemacht. Die Reaktion nach dem KSC-Spiel war die richtige“, so Nicolai Rapp am Sonntag, bevor auch er das geflügelte Wort in einer weiteren Abwandlung nutze: „In den vergangenen drei Wochen hat die Mentalität absolut gestimmt, der Zusammenhalt auf dem Platz war sehr gut. Deswegen waren wir als Team erfolgreich.“
„Das nehmen wir gerne mit“
Insgesamt konnten sich die Lilien mit der gerechten Punkteilung am Samstag anfreunden, schon dieser eine Zähler stand für einen weiteren Entwicklungsschritt, wie Cheftrainer Markus Anfang anmerkte: „Es ist wichtig, dass wir auch mal Unentschieden spielen. Zumeist haben wir diese Spiele in der bisherigen Saison verloren. Deswegen ist es gut, dass wir mal mit diesem Gefühl nach Hause fahren. Drei Spiele in Folge gepunktet, das nehmen wir gerne mit.“
Mit 32 Zählern auf der Habenseite kann der SV 98 in der anstehenden Länderspielpause ein wenig durchpusten und Kraft sammeln für die verbleibenden acht Spiele. Denn klar ist auch: Es braucht weiterhin Punkte. „Wir sind noch lange nicht durch“, betonte auch Schuhen, der zudem die Marschroute für den Rest der Saison skizzierte: „Du musst dir alles erarbeiten und erkämpfen. Das bleibt auch in den nächsten Wochen absolut entscheidend. Aber das haben wir alle zusammen verstanden.“
Zusammen. Weil es anders nicht funktioniert.