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08.02.2026 / Profis

Analyse zum 4:0 gegen K’Lautern: Von A bis Z ein super Spiel

Gibt’s überhaupt etwas zu knoddern? Diesmal nicht. Die Lilien setzten ihre Ungeschlagen-Serie mit einem eindrucksvollen 4:0-Heimerfolg gegen den 1. FC Kaiserslautern weiter fort, bei dem wirklich alles passte. Damit haben die Südhessen nach nun 21 Zweitliga-Spieltagen bereits die Marke von 40 Punkten geknackt. Wir blicken in unserer Analyse auf einen ganz besonderen Moment nach Abpfiff und liefern Euch mindestens drei gute Gründe, wie es zu diesem ungefährdeten Heimsieg kommen konnte.

Florian Kohfeldt jubelt
Foto: Tom Sauels

Szene des Spiels:

Wir nehmen uns in dieser Analyse die künstlichere Freiheit heraus und erweitern diese Kategorie zur „Szene des Abends“. Natürlich hatte die Szene, für die wir uns dieses Mal entschieden haben, ihren Ursprung in der 29. Minute, als Fynn Lakenmacher eine Hereingabe von Fraser Hornby blitzsauber verwertete, zum optimalen Zeitpunkt auf 2:0 stellte. Und mit seinem ersten Treffer sein Startelfdebüt in dieser Saison krönte.

Noch bemerkenswerter war aber an diesem Samstagabend eine Szene wenige Minuten nach Abpfiff, als Florian Kohfeldt seine Mannschaft auf dem Rasen des Merck-Stadions am Böllenfalltor im Kreis versammelte. Normalerweise hält der Cheftrainer hier nach jedem Spiel eine kurze Ansprache – Paul Fernie hat dies in dieser Saison auch schon einmal übernommen, Kapitän Marcel Schuhen ebenfalls. Doch nie pickte sich Kohfeldt, so verriet er es nach Abpfiff, einen Spieler explizit heraus, um diesen einzeln so kurz nach dem Spiel vor der Mannschaft zu loben. Bei Fynn Lakenmacher tat er es. „Weil es mich beeindruckt hat, was er sportlich abgeliefert hat. Vielmehr aber noch, wie er diese Kraft aus den letzten Monaten gezogen hat, in denen er nicht viel gespielt hat“, erklärte Kohfeldt.

Eine Szene, die sinnbildlich für den Mannschaftsgeist des SV Darmstadt 98 steht. Jeder ist wichtig, jeder wird seine Momente bekommen. So wie eben Lakenmacher, der den verletzungsbedingten Ausfall von Isac Lidberg eindrucksvoll kompensierte. Ein Spieler, der aufgrund der starken Form von Hornby und Lidberg in dieser Saison nur wenig Spielminuten sammelte, sich trotzdem aber nie hängen ließ, sondern weiter in jeder Trainingseinheit Gas gab und dafür belohnt wurde. Kein Wunder also, dass sich im Mannschaftskreis alle mit ihm sichtbar und aufrichtig freuten.

Das lief gut:

Energie. Zusammenhalt. Körpersprache. All diese Punkte sprach Florian Kohfeldt schon auf der Pressekonferenz vor dem Spiel an. Eine Fußballmannschaft bestünde nicht nur aus Taktik, sagte er bereits am Freitagmittag (6.2.). „Energie, Zusammenhalt und Körpersprache sind manchmal wichtiger als Taktik“, erklärte der Cheftrainer des SV 98 dann einen Tag später in den Katakomben des Merck-Stadions. Kohfeldt weiter: „Und all das haben wir heute auf den Platz gebracht, weshalb es ein überzeugender Sieg und ein überzeugender Auftritt meiner Mannschaft war.“ Von Minute eins an zeigten seine Mannen den nötigen Willen und eine unfassbare Leidenschaft. Zweifel daran, dass sie an diesem Samstagabend nicht als Sieger vom Platz gehen würden, ließen die blau-weißen Darmstädter zu keiner Sekunde aufkommen. Und zu all dem spielten sie auch noch einen sehr ansehnlichen Fußball, was selbst den Gästetrainer beeindruckte. „Bei ihnen hat alles gestimmt“, musste Torsten Lieberknecht anerkennen. Sowohl das Spiel mit dem Ball als auch der Zusammenhalt und die Mentalität auf dem Platz, es stimmte einfach bei den Lilien.

Ein Spiel dauert 90 Minuten. Das klingt banal. Doch ist es gerade in dieser so engen 2. Bundesliga keine Selbstverständlichkeit, über die gesamte Spieldauer keine einzige Sekunde nachzulassen. In den letzten Wochen hatten die Lilien immer wieder Phasen in ihrem Spiel, die schwierig waren. Phasen, in denen sie den Gegner ins Spiel kommen ließen – wie in der zweiten Halbzeit in Paderborn und in Bochum. Aber auch die ersten 30, 35 Minuten im Heimspiel gegen Nürnberg zählten dazu. Gegen den 1. FC Kaiserslautern aber spielten sie über 90 Minuten konsequent und konzentriert, was Kohfeldt anschließend als „extrem erwachsen“ beschrieb. „Gerade die zweite Halbzeit hat mir sehr gut gefallen“, so der Cheftrainer. Auch mit einer 3:0-Führung im Rücken schalteten die Südhessen keinen Gang zurück. „Wir haben die zweite Halbzeit kontrolliert, sind dabei aber nicht passiv geworden – anders als in Paderborn oder Bochum. Stattdessen haben wir immer wieder nach vorne gespielt“, lobte Kohfeldt.

Festung Böllenfalltor. „Die Marschroute war es, zu zeigen, dass wir zuhause eine Macht sind“, verdeutlichte Kai Klefisch in der Mixed-Zone nach dem 4:0-Erfolg gegen den 1. FC Kaiserslautern. Aufgabe eindrucksvoll erfüllt, sagen wir an dieser Stelle. Unter den vier Flutlichtmasten am Böllenfalltor holten die Lilien ihren insgesamt elften Saisonsieg, den achten Erfolg vor heimischer Kulisse. Noch immer ist der SV Darmstadt 98 damit in dieser Spielzeit unbesiegt im eigenen Stadion. Mit bereits 27 gesammelten Heimpunkten die beste Heimelf der Liga zu sein, ist daher nur folgerichtig. Klefisch: „Wir sind zuhause ungeschlagen geblieben, besser kann es nicht sein.“

Foto: SV 98
Foto: Jana Delp
Foto: Tom Sauels
Foto: Jana Delp
Foto: Jana Delp
Foto: Tom Sauels
Foto: Jana Delp
Foto: Tom Sauels
Foto: Tom Sauels
Foto: Tom Sauels

Das lief nicht gut:

Gibt’s wirklich etwas zu knoddern?! Wer unsere Analysen die gesamte Saison über hier auf www.sv98.de aufmerksam verfolgt hat, der weiß, dass wir gerade in dieser Kategorie sehr selbstkritisch unterwegs sind sowie Fehler und Schwächen offen und ehrlich ansprechen. Natürlich könnten wir auch jetzt anfangen, trotz des deutlichen 4:0-Erfolgs das Haar in der Suppe zu suchen. Doch auf das verzichten wir an dieser Stelle, freuen uns stattdessen schon jetzt auf das Auswärtsspiel nächsten Samstag (14.2./13 Uhr) bei Eintracht Braunschweig und beenden diese Kategorie mit den Worten von Kai Klefisch, welche gleichzeitig unser Zitat des Tages bilden:

Das war von A bis Z ein super Spiel von uns!

Kai Klefisch nach dem 4:0-Erfolg gegen Kaiserslautern

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