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28.11.2024 / Profis

„Die Jungs strahlen Hunger aus“

Die wichtigsten Aussagen unseres Cheftrainers für Euch zusammengefasst: Florian Kohfeldt stand am Donnerstag (28.11.) den anwesenden Journalisten vor dem Heimspiel des SV Darmstadt 98 gegen Preußen Münster (30.11./20.30 Uhr) als Gesprächspartner zur Verfügung. Dabei sprach der Lilien-Coach über natürlich den kommenden Gegner, aber auch über ein besonderes Samstagabendspiel und die eigene Wahrnehmung seiner Mannschaft.

Foto: SV 98

Personalupdate: Fabian Holland, Paul Will, Matthias Bader und Christoph Zimmermann fallen aus. Fraglich ist Klaus Gjasula, der noch Trainingsrückstand hat.

… über die verletzten Spieler:

Bei Paul Will, Matthias Bader und Christoph Zimmermann können wir noch nicht seriös über Comeback-Zeiten reden. Alle drei arbeiten hart. Sie sind aber noch lange nicht so weit, um wieder an Training auf dem Platz denken zu können. Fabian Holland hat am Dienstag das erste Mal wieder teilintegrativ mit der Mannschaft trainiert. Das heißt, er war neutraler Spieler. Er ist super im Plan. Und wir hoffen, dass wir das Pensum nach und nach steigern können. Hoffentlich kann er im neuen Jahr deutlich mehr im Mannschaftstraining mitmachen. Klaus Gjasula ist aufgrund verschiedenster Dinge wie Krankheit und private Gründe fast fünf Wochen ausgefallen. Wir müssen sehen, dass wir ihn wieder gut in die Belastung bringen und er in seinen Rhythmus kommt.

… zur eigenen Wahrnehmung seiner Mannschaft:

Ich nehme die Mannschaft konzentriert und weiterhin sehr lernwillig wahr – mit viel Energie und guter Stimmung. Wenn die Arbeit getan ist, wird auch mal geflachst. Das ist auch in Ordnung. Sobald es aber ans Arbeiten geht, ist die Mannschaft sehr konzentriert und fokussiert. Das beinhaltet nicht nur die Arbeit auf dem Trainingsplatz, sondern auch Themen wie Aktivierung, Regeneration, Videotraining oder individuelles Training. Die Jungs bleiben sehr hungrig, die Jungs strahlen Hunger aus. Das soll gerne so weitergehen.

… über die Favoritenrolle am Samstag:

Wir sind der Favorit – gerade im Heimspiel. Das erklärt sich aber auch aus der Historie der beiden Vereine. Preußen hat eine herausragende Entwicklung unter Sascha Hildmann genommen. Sie sind aus der Regionalliga stabil hoch in die 2. Liga gekommen. Münster hat zudem einen Kader, der an einigen Stellen große Stärken und spezielle Spielertypen hat. Trotzdem sind wir mit Darmstadt 98 ein gestandener Profiverein, der seit einem Jahrzehnt zwischen 1. und 2. Liga stabil spielt. Dadurch ist die Rollenverteilung so, dass wir gerade im Heimspiel als Favorit ins Spiel gehen. Das sagt im Fußball dennoch gar nichts aus. Ich bin aber trotzdem total gerne Favorit. Es geht dann nämlich darum, dass man selbst viel in der Hand hat.

… zum kommenden Spiel:

Das Wichtigste ist, dass wir am Samstag hochkonzentriert sind. Unser Hauptaugenmerk muss darauf liegen, dass wir extrem klar sind und wir extrem klar Fußball spielen. Die Mannschaft und ich haben großen Respekt vor Münster. Sie haben in den letzten Wochen gegen Top-Teams gespielt, dabei mal knapp verloren gegen Köln, ein 1:1 in Karlsruhe geholt oder Düsseldorf geschlagen. Wir wollen das Spiel am Samstag bestimmen und gewinnen. Dafür werden wir viel Klarheit brauchen.

… über den Gegner:

Münster ist eine Mannschaft, die fußballerische Akzente setzen will und viel übers Zentrum spielt und ihre Sechser nutzt. Sie haben auf dieser Position Spieler wie Jorrit Hendrix, der schon auf sehr hohem Niveau in der Champions League gespielt hat. Preußen variiert zudem zwischen tiefem Stehen sowie dem alles Hineinwerfen und Phasen mit hohem Pressing. Daher brauchen wir Klarheit in jeder einzelnen Aktion eines jeden Spielers. Das gilt auch für jeden Zweikampf und jedes Sichern. Lassen wir in diesen Kernpunkten nach und sind nicht klar, werden wir keine Räume nach vorne finden – dafür verteidigt Münster viel zu gut – und dann werden sie dagegen Aktionen finden, wo sie extrem torgefährlich werden können. Das müssen wir unbedingt verhindern. Münster ist eine große Aufgabe, für die wir total bereit sein müssen.

… über das Samstagabendspiel unter Flutlicht:

Es ist ein Flutlichtspiel am Bölle. Das ist per se etwas, worauf man Bock haben sollte.  Ich merke das auch in der Stadt. Ich bin inzwischen ein bisschen angekommen und nicht mehr nur am Trainingsplatz, sondern mache auch mal andere Dinge in Darmstadt (lächelt). Alle in der Stadt freuen sich auf diesen Abend und darauf, im Stadion oder in der Stadt in der Kneipe dieses Spiel zu schauen. Für uns ist es auch ein tolles Gefühl, wenn das Stadion mitgeht. Das Band zwischen Mannschaft und Fans ist total da. Und am Samstagabend, 20.30 Uhr, kann es im Flutlicht nochmal besonders glänzen. Aber auch für Münster ist es ein besonderes Spiel. Auch Preußen wird alles tun, um das Spiel zu gewinnen. Daher die Bitte an unsere Fans, wenn es mal Phasen von 15 oder 20 Minuten gibt, die nicht so spektakulär sind: Gerade das sind die Momente, in denen wir es zusammen wuppen müssen.

… zur Entwicklung seiner Mannschaft:

Beim Toreschießen sollten wir weiter dranbleiben, das hat zuletzt häufig funktioniert. Auch die Entwicklung der Defensive ist im Trend sehr positiv. Dennoch bekommen wir immer noch zu viele Gegentore. Das Hannover-Spiel war aber ein großer Schritt nach vorne. Unsere Abläufe werden klarer auf allen Positionen und dadurch wird auch die Fehleranfälligkeit geringer. Dennoch sind wir nicht am Ende unserer Entwicklung.

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