Ein Spiel Sperre für Pfeiffer
Das DFB-Sportgericht hat Patric Pfeiffer nach dessen Platzverweis gegen die SV Elversberg für eine Partie gesperrt.
Ein wildes Aufsteigerduell endete mit einer bitteren Niederlage. Die Lilien unterlagen am 14. Bundesliga-Spieltag mit 2:3 beim 1. FC Heidenheim. Dabei zeigte der SV Darmstadt 98 in der Voith-Arena einen beherzten Auftritt, drehte im zweiten Spielabschnitt sogar einen 0:1-Pausenrückstand in eine 2:1-Führung. Doch die Heidenheimer Standardstärke ließ die Partie abermals in Richtung der Gastgeber kippen. Dementsprechend enttäuscht über das Endresultat präsentierten sich die Darmstädter Protagonisten nach Abpfiff an den Mikrofonen. Die Stimmen zum Spiel.
„Glückwunsch an Frank und Heidenheim zum Sieg. Die Jungs wollten heute unbedingt etwas Zählbares mitnehmen. Das hat man heute gemerkt. Wir haben gezeigt, dass wir gut kicken können. Offensiv haben wir ein gutes Spiel gemacht. Doch bekommen wir heute drei Standardsituationen, bei denen wir ein Fehlverhalten gezeigt haben. Insgesamt hatten wir im ersten Durchgang sogar die Chancen, mit 1:0 in Führung zu gehen, gehen stattdessen aber durch einen Standard in Rückstand. In der Halbzeit haben wir dann taktisch etwas verändert, um mehr ins Spielen zu kommen. Das ist uns gelungen, in dem wir das Spiel zunächst gedreht haben. Doch die Standards haben uns heute auf die Verliererstraße gebracht. Daher bin ich sehr niedergeschlagen. Wir wollten unseren Fans etwas schenken. Auch für die Jungs hätte es mich gefreut, dass sie sich mal wieder belohnen.“
„Danke für die Glückwünsche. Die erste Viertelstunde hat Darmstadt gehört, danach hatten wir die erste hundertprozentige Chance. Wir haben uns die Führung dann erarbeitet, mit Ecken und dem Freistoß, der zum 1:0 geführt hat. Aber mit den ersten 20 Minuten nach der Pause können wir dann nicht einverstanden sein. Da konnte Tim Skarke den Ausgleich erzielen und auch das 1:2 erzwingen. Das war auch nicht unverdient, für uns aber ein Weckruf. Wir haben dann mit viel Leidenschaft gespielt und uns die Standards erarbeitet. Und diese müssen in diese Bereiche kommen und wir brauchen den Spieler, der dorthin geht, wo es wehtut und sie verwertet. So wie es Patrick heute als vorbildlicher Kapitän gemacht hat. Am Ende war es ein Spiel auf Augenhöhe, auf Grund der Darmstädter Leistung wäre auch ein Punkt in Ordnung gewesen. So freuen wir uns natürlich über die drei Zähler.“
„Die Niederlage ist sehr bitter. Es ist nichts Neues, dass die Heidenheimer sehr gute Standards schießen. Trotzdem ist die Art und Weise heute denkbar unglücklich. Wir sind nach dem Rückstand zurückgekommen, drehen das Spiel, nach dem 2:1 herrscht dann natürlich auch eine gewisse Euphorie. Und dann kassieren wir zwei Tore nach Ecken durch denselben Spieler. Natürlich müssen wir das besser verteidigen. Trotzdem hat mir unsere Art und Weise heute gefallen. Weil wir wieder mutiger waren und viele Dinge gut umgesetzt haben. Auch deshalb nervt die Niederlage und wir sind maximal enttäuscht darüber. Dennoch war es für uns wichtig, nach dem Spiel in die Kurve zu gehen und von den Fans so unterstützt zu werden. Das war sehr kraftvoll und echt. Und dieses Bild werden wir auch mitnehmen.“
„Es ist extrem bitter. Die Niederlage tut richtig weh, weil sie auf jeden Fall zu verhindern war. Die Mannschaft hat sich nicht belohnt für einen guten, engagierten und couragierten Auftritt. Das ist vor allem das, was heute weh tut. In den Spielen, in denen du besser bist, musst du etwas mitnehmen. Und genau so ein Spiel war es heute. Wir waren die bessere Mannschaft, verlieren aber durch die insgesamt drei Gegentore nach Standards. Dabei hatten wir uns viel vorgenommen, das hat man auch auf dem Platz gesehen. Selbst als wir 0:1 zur Pause zurückgelegen haben, haben wir die Ruhe bewahrt und uns gesagt, dass wir das Ding noch drehen werden. Das gelingt uns dann sogar. Doch ist es sehr bitter, das Spiel innerhalb von zwei Minuten zu verlieren. Die beiden Gegentore nach unserer Führung haben den Spielverlauf auf den Kopf gestellt. Klar kamen die Bälle gut rein, trotzdem können und müssen wir sie besser verteidigen. Jetzt gilt für uns, den Kopf oben zu behalten. Der Auftritt an sich muss uns Mut machen.“