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05.09.2026 / Profis

„Ernsthaftigkeit in unserem Spiel hat gefehlt“

Eine solide erste Halbzeit inklusive verschossenem Elfmeter und bitterem Gegentreffer kurz vor dem Pausenpfiff. Und eine zweite Hälfte, über die die Beteiligten sich hinterher mächtig ärgerten. Am Ende steht eine verdiente Niederlage zu Buche, entsprechend selbstkritisch gingen die Protagonisten auf Lilienseite mit sich ins Gericht. Die Stimmen zur 0:3-Pleite beim 1. FC Kaiserslautern.

Foto: SV 98
Florian Kohfeldt:

„Wir haben ein ordentliches Spiel gemacht bis zum Elfmeter. Danach hat einfach ein Stück weit die Ernsthaftigkeit in unserem Spiel gefehlt. Und das verstehe ich nicht, das muss ich ganz ehrlich sagen. Ich glaube weiterhin total an diese Mannschaft. Ich glaube auch an die Qualität dieser Mannschaft. Aber wir müssen schon alle ernsthaft Fußball spielen. Und das haben wir heute in vielen kleinen Situationen, bei zweiten Bällen, Bällen aus der Luft, kleinen Zweikämpfen, einfach nicht gemacht. Da waren wir nicht ernsthaft genug. Deshalb war das eine sehr, sehr schlechte zweite Halbzeit von uns. Womit ich aber nicht die Leistung der Gastgeber kleinreden will. Aber wir waren halt heute nicht gut und überhaupt nicht gut in der zweiten Halbzeit. Und darüber werden wir sprechen und uns auf nächste Woche Freitag vorbereiten. Es muss schon jeder Spieler erkennen, dass man Ergebnisse braucht. Und heute habe ich nicht bei jedem gespürt, dass es eben bis zum Letzten um das Ergebnis ging. Und das werde ich bei allem Glauben an die Mannschaft und bei allem Vertrauen in die Mannschaft auch intern sehr deutlich ansprechen.“

Torsten Lieberknecht:

„Ich denke, es war tatsächlich ein verdienter Sieg. Wir haben angesprochen, viel mehr über die Intensität zu kommen, um gegen eine Darmstädter Mannschaft zu bestehen, die nicht nur am Tabellenplatz, sondern an ihrer tatsächlichen Leistung gemessen wird. Aber es ist die 2. Bundesliga und Flo hat es auch gesagt: Es geht um Ergebnisse. Und das ist heute gelungen, weil wir in der zweiten Halbzeit intensiver geworden sind, mit und gegen den Ball. Und ansonsten darf man nicht vergessen, dass wir in der ersten Halbzeit auch diesen Spielmoment hatten mit dem verschossenen Elfmeter. Dann weiß man nie, wie so ein Spiel läuft. Das hat uns natürlich geholfen.“

Kai Klefisch:

„Wir alle haben uns das anders vorgestellt und uns sehr viel vorgenommen. Jetzt, vor allem nach den drei Spielen, die wir in der Liga nicht gewonnen haben, wollten wir eine Reaktion zeigen. Das ist uns nicht gelungen. Irgendwas, das Gefühl haben wir, hemmt uns noch ein bisschen. Klar ist auch, dass das Spielglück nicht auf unserer Seite war. Wenn der Elfmeter reingeht, kann das Spiel auch anders ausgehen. Ich finde, dass in der ersten Halbzeit Kaiserslautern eigentlich auch nicht viele Torchancen hatte, außer eben die eine Situation, die aus einem individuellen Fehler auf unserer Seite entsteht. Das wird dann knallhart bestraft und dann wird hier im Stadion so eine Energie erzeugt, worauf wir uns eigentlich auch vorbereitet hatten. Aber 3:0 dürfen wir auf keinen Fall verlieren. Jetzt haben wir in vier Liga-Spiele keinen Sieg geholt. Da müssen wir uns jetzt jeder an die eigene Nase fassen und das analysieren.“

Christopher Lannert:

„In den letzten Spielen gab es des Öfteren solche Situationen, die uns im Spiel dann irgendwie ins Negative gebracht haben. Mal eine rote Karte oder heute ein verschossener Elfmeter. Das sind alles Dinge, die passieren können. Gerade passieren sie allerdings zu häufig. Und logischerweise wird es dann schwer, Spiele zu gewinnen, wenn du solche Rückschläge in den Spielen verkraften musst. Wir müssen anfangen, solche Fehler, solche negativen Ereignisse aus dem Spiel wegzulassen. Ich fand auch, dass wir in der Phase rund um den Elfmeter ganz gut drin waren. Dann kriegen wir das Gegentor und sind im Anschluss ein paar Minuten schläfrig. In der Halbzeit haben wir uns vorgenommen, direkt wieder so reinzukommen wie eben vor dem Gegentor, um das Spiel wieder ein bisschen an uns zu reißen. Und allein an dem Ergebnis sieht man leider, dass es uns nicht gelungen ist.“

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