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03.12.2024 / Profis

„Es tut weh, so auszuscheiden“

Ein aufopferungsvoller Kampf der Lilien mit einem bitteren Ende. In der letzten Minute der Nachspielzeit verlor der SV Darmstadt 98 beim SV Werder Bremen mit 0:1. Dementsprechend enttäuscht über das Ausscheiden zeigten sich die Darmstädter Protagonisten an den Mikrofonen. Was sagen Marcel Schuhen, Kai Klefisch und Sportdirektor Paul Fernie? Wie ordnen die beiden Cheftrainer das Pokalduell im Weserstadion ein? Wir haben alle Stimmen zum Spiel für Euch zusammengefasst.

Foto: SV 98
Florian Kohfeldt:

„Glückwunsch an Werder und Ole zum Weiterkommen. Insgesamt war es von uns ein herausragendes Spiel. Wir haben 10 bis 15 Minuten gebraucht, um mit der Spielgeschwindigkeit von Werder klarzukommen. Dann haben wir ihr Spiel bis zur 94. Minute neutralisiert. Selbst sind wir nicht so gefährlich geworden, wie wir es wollten. Trotzdem hatten wir immer wieder Aktionen, in denen nur ganz wenig gefehlt hat, um sich durchzuspielen. Zum maximal ungünstigsten Zeitpunkt bekommen wir das Gegentor. Es tut weh, so auszuscheiden. Wir haben sehr lange eine großes Fragezeichen dahinter gesetzt, wer hier heute in die nächste Runde kommt. Der Wettbewerb ist für uns hier zu Ende, was sehr schade ist. Aber auf diese Leistung können wir aufbauen.“

Ole Werner:

„Darmstadt hat sehr gut verteidigt. Wir waren aber auf ihr kompaktes Auftreten eingestellt und haben es selbst defensiv in der Absicherung sehr gut gemacht. Wir hatten zudem eine vernünftige Raumaufteilung bis zum gegnerischen Strafraum, wo es Darmstadt dann aber auch gut verteidigt hat. Sie hatten immer wieder einen Fuß dazwischen. Wichtig war insgesamt, dass wir drangeblieben sind. Unterm Strich sind wir happy, dass wir in der nächsten Runde sind. Unverdient ist das mit Sicherheit nicht. Denn es war ein hartes Stück Arbeit.“

Kai Klefisch:

„Es ist absolut bitter und ärgerlich. Wir haben eine aufopferungsvolle Leistung gebracht und wurden leider nicht dafür belohnt. Man hat auf dem Feld gemerkt, dass wir den Gegner zum Nachdenken gebracht haben. Wir haben uns viel vorgenommen und viele Emotionen reingebracht. Wir mussten natürlich viel verteidigen und haben immer wieder versucht, Nadelstiche zu setzen. Bremen musste während des Spiels viel ändern. Wir wollten den Gegner ärgern und immer wieder eklig sein. Das ist uns 90 Minuten gelungen – und am Ende bekommst du dann so ein Ei. Das ist mehr als ärgerlich. Zumal sich das letzte Foul von uns vor dem Freistoß auf dem Feld nicht als Foul angefühlt hat. Insgesamt nehmen wir viel Positives mit. Werder Bremen ist natürlich keine Laufkundschaft. Wir haben einem Bundesligisten über 90 Minuten Paroli geboten.“

Marcel Schuhen:

„Wir sind das Ganze heute etwas defensiver angegangen gegen einen richtig guten Gegner. Wir haben wenig zugelassen, viele Bälle geblockt und richtig gut verteidigt. Es ist dann sehr bitter, dass dieses Spiel in der letzten Aktion entschieden wird. Zumal ich nicht glaube, dass es zuvor ein Foulspiel gewesen ist. Natürlich geht Isac ein wenig nach Außen und es sind noch Spieler in der Mitte, aber diese können ihre Hände bekanntlich nicht mehr benutzen, um einen freien Schuss von Isac abzuwehren. In so einem Spiel entscheiden Kleinigkeiten. Und wenn diese Kleinigkeiten dann auch nicht auf unserer Seite sind, wird es noch schwerer als sowieso schon. Das Gegentor ist unfassbar blöd, aber leider passiert. Trotzdem waren wir heute nah dran und ich kann der Mannschaft für die Mentalität und die Einstellung nur ein großes Kompliment machen. Wir haben aber wieder gesehen, wozu wir in der Lage sind. Wir können auf jeden Fall mitnehmen, dass wir an das glauben, was uns der Trainer mitgibt. Denn auch heute war jeder Spieler bereit, den Plan umzusetzen.“

Paul Fernie:

„Es ist sehr bitter und sehr schade. Wir hätten mehr verdient gehabt. Die Jungs haben es super gemacht und den Matchplan super umgesetzt. Wir wollten den Gegner nerven, das haben wir geschafft. Wir hatten zudem den einen oder anderen Umschaltmoment, haben diesen aber nicht ausnutzen können. Der Freistoß vor dem Gegentor war dann sehr fraglich und das Gegentor kurz vor Schluss umso bitterer. Aber dieses Spiel wird uns stärker machen. Wir haben uns gegen eine sehr starke Mannschaft gut präsentiert. Daher bin ich stolz auf die Mannschaft und das gesamte Trainerteam.“

Die Pressekonferenz nach dem Spiel:

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