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20.12.2024 / Profis

„Faszinierend, dass die Mannschaft nicht aufhört“

Das letzte Spiel dieses Jahres steht an! Vor der Auswärtsaufgabe des SV Darmstadt 98 beim SSV Jahn Regensburg (22.12./13.30 Uhr) fand am Freitag (20.12.) die Pressekonferenz mit Florian Kohfeldt statt. In dieser beantwortete der Cheftrainer die Fragen zum kommenden Gegner, seinem Weihnachtswunsch und ging auch auf Spielsysteme und die Entstehung eines Matchplans ein. Wir haben die wichtigsten Aussagen für Euch zusammengefasst.

Personalupdate: Christoph Zimmermann, Fabian Holland, Matthias Bader und Paul Will fehlen bekanntlich. Klaus Gjasula fällt krankheitsbedingt aus. Ein Fragezeichen steht zudem hinter dem ebenfalls erkrankten Tobias Kempe. Fabian Holland soll Stand jetzt im Trainingslager wieder voll ins Mannschaftstraining einsteigen.

… über Weihnachtswünsche:

Drei Punkte in Regensburg wären natürlich ein schönes Weihnachtsgeschenk. Ich hoffe, dass wir das hinbekommen. Das wird aber nur mit hundertprozentiger Energie, Aufmerksamkeit und physischer Leistung funktionieren.

…über das anstehende Duell:

Auf dem Papier sind wir der Favorit. Das waren wir aber auch schon gegen Münster und Ulm. Deswegen bedeutet eine Favoritenrolle gar nichts. Viel wichtiger ist die inhaltliche Beschäftigung mit dem Gegner, welche mit Respekt abnötigt. Wir gehen davon aus, dass wir einen schweren Platz haben werden. Unser Spiel erfordert eine hohe Konzentration gerade auf diesem Boden. Wir wollen das Spiel gewinnen und unbedingt das Jahr so beenden, wie es sich für uns gut anfühlt. Es wird ein schweres Spiel. Diesen Gedanken, dass wir „nur noch in Regensburg“ spielen müssen, haben wir zu 0,0 Prozent. Ich spüre diesen auch bei keinem in der Mannschaft. Ich bin mit dem festen Vorhaben in die Woche gegangen, jedem diese Gedanken sofort zu erdrücken, wenn sie aufkommen sollten. Aber das musste ich gar nicht. Die Jungs trainieren weiterhin sehr gut und sind extrem hungrig.

…über den kommenden Gegner:

Trotz vieler negativer Erlebnisse hatte der Jahn in den letzten Wochen einen fußballerischen Aufwärtstrend. Sie haben ihr Defensivverhalten deutlich verbessert. Sie spielen ein wirklich gut organisiertes und hohes Pressing. Dazu ist Regensburg auf einigen Positionen mit sehr viel Tempo ausgestattet. Wir müssen also sehr wach sein und dürfen uns keine einfachen Fehler erlauben.

… über Spielsysteme:

Wir haben zuletzt 4-3-3, 4-2-2-2 und auch mit Raute gespielt. Wir haben es geschafft, dass wir nicht mehr in einer fixen Formation spielen. Unsere Basis ist das 4-2-2-2, aber das haben wir weiterentwickelt. Und wir schauen auch jetzt wieder, was die beste Variante für Regensburg sein wird. Wenn wir Probleme hatten, unsere Tore zu machen, dann eher gegen tiefstehende Gegner. Aber eigentlich ist es eine coole Situation, häufig den Ball 30 Meter vor dem gegnerischen Tor zu haben. Und wir haben in den letzten Wochen versucht, mit der Mannschaft weitere Lösungen dafür zu erarbeiten. Ich schwanke aktuell noch, wie es Regensburg angehen wird – ob tiefstehend oder mit hohem Pressing. Wir werden aber auf beide Varianten vorbereitet sein.

… über die Entstehung eines Matchplans:

Es freut mich, dass es der Mannschaft gefällt, was ich ihnen sage und es auch funktioniert. Aber kein Matchplan der Welt ist wichtiger als der einzelne Spieler oder seine Leistung. Die Idee eines Matchplans entsteht über die gesamte Woche. Wir haben Anfang der Woche eine Gegneranalyse, ich schaue mir selbst auch ganze Spiele des Gegners an. Dann haben wir im Trainerteam eine lange Sitzung, in der wir besprechen, was wir machen wollen. Der wichtigste Teil ist aber, dies den Spieler zu transportieren, damit sie erfolgreich sein können. Das erfolgt in Kombination aus Trainingsformen und Videoanalyse. Noch wichtiger ist aber, dass wir in unserer eigenen Stärke spielen. Was können wir? Was passt am besten auf den Gegner? Wir schneiden Teile unserer eigenen Spielidee aus, welche erfolgsversprechend sein und dem Gegner am meisten Probleme bereiten könnten. Das sind kleine, aber nicht unwichtige Prozente. Trotzdem ist am Ende die individuelle und mannschaftliche Leistung der Spieler entscheidend.

… über die Mentalität der Mannschaft:

Ich finde es faszinierend, dass die Mannschaft nicht aufhört. Ein Beispiel: Wir hatten Anfang der Woche zwei Tage frei. Am Dienstagvormittag komme ich aufgrund anderer Termine ans Stadion. Und sehe im Kraftraum zwei Drittel der Mannschaft. Das ist genau die Mentalität, die du brauchst, um erfolgreich zu sein. Ich spüre keine Müdigkeit im Team – weder körperlich noch mental. Trotzdem kannst du diesen Zustand nicht endlos aufrechterhalten. Die Mischung aus Anspannung und Entspannung ist wichtig. Wir freuen uns jetzt auf die Anspannung und ein cooles Spiel. Danach freuen wir uns aber auch genauso, mal zehn Tage mit den Familien zu verbringen.

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