Lilien unterliegen in Nürnberg
Der SV 98 muss weiterhin auf seinen ersten Auswärtspunkt der Saison warten. Die Lilien unterlagen beim Tabellenzweiten 1. FC Nürnberg mit 0:2 (0:0).
Trotz guter Chancen muss sich der SV 98 dem Tabellenzweiten aus Nürnberg mit 0:2 geschlagen geben. Wir haben die Stimmen zum Spiel zusammengefasst.
„Glückwunsch an Nürnberg zum Heimsieg. Wir haben eine sehr disziplinierte erste Halbzeit gespielt. In der ersten Halbzeit gab es auf beiden Seiten zwei Torchancen, einmal durch Weißhaupt für uns und einmal für den Club nach einer Ecke. Ansonsten ist nicht viel passiert. Das war auch unsere Idee: So wenig wie möglich passieren zu lassen, so lange es geht.
Nach der Halbzeit sind wir in einer Situation undiszipliniert. Wir haben den Rückraum nicht geschlossen und sind im Ballbesitz ein bisschen wild geworden. Das hat Nürnberg direkt ausgenutzt. Danach wurde es ein offneres Spiel und wir hatten eine Phase, in der wir aus meiner Sicht den Ausgleich machen müssen. Zwischen der 70. und 75. Minute hatten wir drei gute Situationen. Das 0:2 macht dann den Deckel drauf. Ich glaube nicht, dass zwischen den beiden Mannschaften so viel Unterschied war. Trotzdem hat Nürnberg den Heimsieg verdient.“
„Wir wussten, dass es ein ganz schweres Spiel wird. In der ersten Halbzeit haben wir nicht zu unserem Spiel gefunden, weil die Distanzen zu groß waren und wir keine Dynamik entfachen konnten. Die zweite Halbzeit war viel besser. Wir haben ein bisschen etwas angesprochen und dann war es schon ganz anders. Von der Positionierung, der Dynamik und dem ersten Kontakt her. In der ersten Halbzeit sind wir viel zu wild hin und her gelaufen. Danach hatten wir viel mehr Ruhe in den Positionen und haben dem Spieler am Ball vertraut, dass er die richtige Lösung findet. Das haben wir geschafft und dementsprechend auch das erste Tor gemacht, das früh in der zweiten Halbzeit gefallen ist und uns sehr geholfen hat. Wir wussten aber auch, dass Darmstadt eine sehr gute Mannschaft hat, die jederzeit zurückkommen kann. Deswegen hätte ich mir das zweite Tor früher gewünscht, aber wir sind sehr glücklich über die Punkte.“
„Wir waren gut organisiert und haben keine Chancen zugelassen. Die zweite Halbzeit haben wir allerdings schlecht angefangen. Die ersten zehn bis 15 Minuten waren ein bisschen wild, auch mit zu großen Abständen. Dann kassieren wir das Tor und laufen dem Rückstand hinterher. Trotzdem haben wir eine gute Reaktion gezeigt und hatten Chancen zum Ausgleich. Wir hatten auch bereits in der ersten Halbzeit ein paar Umschaltsituationen, die wir leider nicht gut ausgenutzt haben. Wenn man so tief verteidigt, kostet das Kraft. Das merkt man auch bei den Spielern, die anschließend umschalten müssen. Manchmal ist genau das entscheidend. Deswegen müssen wir in unserem Ballbesitz mehr Stafetten bekommen. Das ist eine Aufgabe für die gesamte Mannschaft. Ich möchte nicht die Schuld bei Einzelnen suchen, sondern wir nehmen das auf uns alle. Die Länderspielpause gibt uns nun Zeit, ein an uns zu arbeiten und die Köpfe ein wenig freizubekommen.“
„Das Ergebnis ist natürlich bitter. In der ersten Halbzeit haben wir keine richtige Torchance zugelassen. Ansonsten hatten sie eigentlich gar nichts. Man darf nicht vergessen, dass wir gegen die eine der besten Offensiven der Liga gespielt haben. Offensiv hatten wir selbst ein, zwei Nadelstiche. Das war auch unser Plan. Das erste Gegentor fällt dann aus einer Situation, die wir besser verteidigen müssen. Trotzdem haben wir danach Courage gezeigt und hatten ein, zwei Situationen, in denen wir den Ausgleich hätten machen können, wenn nicht sogar müssen. Wenn wir den Ausgleich machen, dann bin ich auf die Reaktion der Nürnberger gespannt. Aber so machen wir kein Tor und verlieren schlussendlich 0:2. Trotzdem müssen wir weitermachen, die vergangenen drei Spiele waren auch gut, heute ist es natürlich ein Rückschlag.“