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05.11.2026 / Profis

Nürnberg im Gegnercheck

Fehlende Sterne und gebrochene Rekorde: Der 1. FC Nürnberg blickt auf eine bewegte Vereinsgeschichte zurück, die immer wieder für besondere Momente gesorgt hat. Am Samstagmittag (07.11.) ist der SV Darmstadt 98 auswärts beim „Club“ zu Gast. Grund genug, den kommenden Gegner einmal genauer unter die Lupe zu nehmen.

Foto: Eibner-Pressefoto/Max Vogel

Der 1. FC Nürnberg gehört zu den traditionsreichsten Vereinen des deutschen Fußballs. Auch wenn der „Club“, wie er in Franken genannt wird, heute nicht mehr regelmäßig um die größten Titel mitspielt, blickt er auf eine äußerst erfolgreiche Vergangenheit zurück. Seine erfolgreichste Zeit erlebte der Verein in den 1920er-Jahren. Zwischen 1920 und 1927 sicherte sich der FCN gleich fünf deutsche Meisterschaften und prägte damit eine ganze Fußballgeneration. Mit insgesamt neun Meistertiteln steht Nürnberg bis heute auf Platz zwei der erfolgreichsten deutschen Meister hinter dem FC Bayern München. Auf dem Trikot ist davon allerdings nur ein Meisterstern zu sehen.

Die glorreiche Vergangenheit liegt inzwischen einige Jahrzehnte zurück. In 1968 feierte Nürnberg seine bislang letzte deutsche Meisterschaft. Nur ein Jahr später folgte der überraschende Abstieg aus der Bundesliga. Bis heute ist der FCN der einzige amtierende deutsche Meister, der in der darauffolgenden Saison den Gang in die zweite Liga antreten musste. Es war der Beginn einer wechselhaften Vereinsgeschichte mit zahlreichen Auf- und Abstiegen. Immer wieder gelang den Franken die Rückkehr in die Bundesliga, dauerhaft festsetzen konnte sich der Verein dort jedoch nicht. Eines ist über all die Jahre geblieben: die enge Verbindung zu seiner Heimatregion und eine treue Anhängerschaft, die den „Club“ auch durch schwierigere Zeiten begleitet.

Formkurve

Der 1. FC Nürnberg blickt auf einen erfolgreichen Saisonstart zurück. Nach zehn Spieltagen stehen für den „Club“ bereits 21 Punkte zu Buche, womit sich die Nürnberger aktuell den zweiten Tabellenplatz sichern.

Gegnerische Mannschaft Endergebnis Punkteausbeute
FC St. Pauli (A) 1:3 3
1. FC Kaiserslautern (H) 0:1 0
Energie Cottbus (A) 1:1 1
VfL Wolfsburg (H) 4:4 1
Karlsruher SC (A) 0:1 3

TOP SCORER - 2. Bundesliga

Top-Torjäger Top-Vorlagengeber
Mohamed Alí Zoma – 7 Tore Javier Fernández – 4 Assists
Piet Scobel – 5 Tore Eric Porstner – 4 Assists
Julian Justvan – 3 Tore Finn Becker – 3 Assists
Adam Markhiev – 3 Tore Julian Justvan – 2 Assists
Tim Janisch – 1 Tor Adam Markhiev – 2 Assists

Der Trainer

Miroslav Klose

Cheftrainer des 1. FC Nürnberg
  • Geburtsdatum (Alter): 09.06.1978 (48)
  • Geburtsort: Opole
  • Nationalität: Deutschland
  • Im Amt seit: 01.07.2024
  • Vorherige Trainerstationen: SCR Altach, Bayern München (Co-Trainer), Bayern München U17

Prunkstück

Der 1. FC Nürnberg gehört in dieser Saison zu den Teams, die besonders häufig aus der Distanz den Abschluss suchen. Dabei beweist der „Club“ auch ein gutes Auge für das Tor: Bereits fünf Treffer erzielte Nürnberg von außerhalb des Strafraums. Besonders treffsicher ist Adam Markhiev, der gleich drei dieser fünf Tore beisteuerte.

All Eyes on Adam Markhiev

Am 29. August 2026 läuft es für Adam Markhiev besonders gut. Beim 4:1-Heimsieg des 1. FC Nürnberg gegen Arminia Bielefeld trifft der Mittelfeldspieler gleich zweimal und wird zum Mann des Abends. Auch in den Wochen zuvor hatte der 24-Jährige bereits seine Qualitäten unter Beweis gestellt. Dabei ist sein Weg nach Nürnberg alles andere als gewöhnlich. Aufgewachsen ist Markhiev in Finnland, wo er bei Klubi 04 seine ersten Erfahrungen im Fußball sammelte. Nach seiner Zeit im Jugendbereich entschied er sich für einen Wechsel nach Lettland zum FK Spartaks Jurmala. Es folgten weitere Stationen im Herrenfußball und Erfahrungen in verschiedenen Ländern, ehe es ihn 2025 schließlich nach Deutschland zog. Beim 1. FC Nürnberg sollte für den Finnen ein neues Kapitel beginnen.

Dass er sich dort schnell zurechtfinden würde, zeigte sich bereits in seiner ersten Saison. Markhiev kam auf 26 Ligaspiele, erzielte ein Tor und bereitete einen weiteren Treffer vor. Inzwischen ist er aus der Nürnberger Mannschaft kaum noch wegzudenken. Nach sieben Spieltagen stehen bereits drei Tore und zwei Vorlagen auf seinem Konto. Besonders auffällig ist dabei seine Torgefahr aus der zweiten Reihe. Gleich dreimal war Markhiev in dieser Saison bereits mit einem Distanzschuss erfolgreich. Dazu kommen seine Zweikampfstärke und seine Präsenz im Mittelfeld. Qualitäten, die ihn zu einem wichtigen Faktor im Nürnberger Spiel machen.

Auch sein Trainer weiß, was er an dem 24-Jährigen hat. Für ihn ist Markhiev mittlerweile das Herz der Mannschaft. Aus dem Spieler, der 2025 nach Nürnberg kam, ist innerhalb kurzer Zeit eine feste Größe geworden. Für die kommenden Gegner dürfte es sich also lohnen, besonders auf ihn zu achten.

Foto: Leonhard Simon/Bundesliga via Getty Images

Blick in die Nürnberg-Vitrine

  • Deutscher Meister: 1919/20, 1920/21, 1923/24, 1924/25, 1926/27, 35/36, 47/48, 60/61, 67/68
  • Deutscher Pokalsieger: 1935, 1939, 61/62, 06/07
  • Deutscher Zweitligameister: 79/80, 84/85, 00/01, 03/04
  • Intertoto-Cup Sieger: 68/69
  • Süddeutscher Pokalsieger: 1918/19, 1923/24, 53/54

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