Schee war’s
Die Lilien haben ihr Trainingslager in Bad Wörishofen erfolgreich beendet. Wir haben die Tage im Allgäu mit unserem Tagebuch begleitet.
Der SV Darmstadt 98 unterlag am Sonntag (2.3.) beim 1. FC Magdeburg mit 1:4. Gegen den nun Tabellendritten der 2. Bundesliga verloren die Südhessen trotz zwischenzeitlicher 1:0-Führung. Dementsprechend enttäuscht zeigten sich die Darmstädter Protagonisten nach Abpfiff an den Mikrofonen. Wir haben alle Stimmen zum Spiel für Euch zusammengefasst.
„Glückwunsch an Christian und den FCM zum Heimsieg. Bis zum 1:1 hat nichts auf diesen Sieg hingedeutet, bis dahin hatten wir ein herausragendes Spiel gemacht. Wenn wir unsere Chancen konsequent nutzen, dann können wir 3:0, vielleicht sogar 4:0 führen. Der Mannschaft muss ich den Vorwurf machen, dass wir nach dem 1:1, das bereits ein individueller Fehler war, die Ordnung verloren haben. Und dann ist eine Mannschaft wie Magdeburg in der Lage, so etwas auch zu bestrafen. 1:4 ist am Ende natürlich sehr hoch, das haben wir uns aufgrund der letzten halben Stunde aber selbst zuzuschreiben. Das ist sehr schade für uns, aber auch ein großes Kompliment an Magdeburg, die viel konsequenter gewesen sind. Wir hätten das Spiel zuvor auch für uns entscheiden können, das haben wir nicht gemacht. Darin lag heute der große Unterschied.“
„Wir hatten diese Art von Spiele in dieser Saison schon häufiger. Ein Gegner, der gut im Umschalten ist, tief steht und schwer zu bespielen ist. In der ersten Halbzeit hatten wir nur die eine Chance durch Kaars. Nach der Pause wollten wir es dann deutlich anders machen. Wir waren aber noch in unserem Trott aus der ersten Halbzeit und haben viele Fehlpässe gespielt. Dominik Reimann hat uns da auch im Spiel gehalten. Mit dem 1:1 haben wir dann Oberwasser bekommen, die Statik hat sich verändert und es wurde ein anderes Spiel. Nach dem 2:1 hatten wir das Gefühl, dieses Spiel heute zu gewinnen. Wichtig war, dass wir danach unnachgiebig waren und auch den dritten Treffer nachgelegt haben. Sonst hätte dieses Spiel auch nochmal in die andere Richtung kippen können.“
„Wir haben bis zum 1:1 wirklich gut und kompakt verteidigt und die Magdeburger auch ein wenig zur Weißglut getrieben. Wir haben geführt, das Stadion wurde ein wenig unruhig und wir hatten Chancen auf das 2:0. Nach dem Ausgleich – wo wir ein Foul ziehen müssen – haben wir dann komplett die Ordnung verloren und die Positionen nicht mehr gehalten. Dann wird es gegen so einen Gegner schwierig. Wir wollten keinen wilden Fußball spielen, aber nach der 60. Minute wurde es wild. Das war nicht der Plan. Und zwar zurecht, weil wir dann ja gesehen haben, was passiert. Wir wurden zu weit auseinandergezogen und dann macht es Magdeburg richtig gut.“
„Wir sind sehr enttäuscht, gerade weil wir es in der ersten Halbzeit brutal gut machen. Da haben wir kaum Chancen von Magdeburg zugelassen. Dann kommen wir auch gut aus der Pause. Wir hatten gute zehn bis 15 Minuten nach dem Seitenwechsel, in denen wir ein paar Mal in Überzahl aufs Tor zulaufen. Wenn du da das 2:0 machst und den Gegner damit killst, wird es für Magdeburg schwierig, nochmal zurückzukommen. Beim 1:1 hätten wir ein taktisches Foul ziehen müssen. Warum wir dann am Ende so auseinanderfallen, ist schwer zu erklären.“