Lee wechselt nach Darmstadt
Der SV 98 hat die gesuchte Verstärkung für die Mittelstürmerposition gefunden. Hojae Lee wechselt vom südkoreanischen Erstligisten Pohang Steelers an das Böllenfalltor.
Was für eine Moral der Lilien beim Pflichtspielauftakt 2025! Der SV Darmstadt 98 kommt trotz 0:2-Rückstand gegen Fortuna Düsseldorf zurück und packt sich dank eines 2:2-Unentschiedens einen Zähler aufs Punktekonto. Erstmals seit über 30 Jahren konnten die Südhessen somit in Düsseldorf überhaupt etwas Zählbares einfahren. Dementsprechend glücklich über das Zurückkommen und den Punktgewinn, aber auch kritisch mit Blick auf die beiden Gegentore zeigten sich die Darmstädter Protagonisten nach Abpfiff an den Mikrofonen. Wir haben Euch alle Stimmen zum Spiel zusammengefasst.
„Es war ein Spiel, das ein wenig Anlaufzeit benötigt hat. Wir haben in der ersten Halbzeit das Spiel eher kontrolliert, sind aber nicht zwingend geworden. Nach einem Ballverlust waren wir dann zu körperlos im Zweikampf und kassieren das 0:1. Aus meiner Sicht ein komisches Ergebnis zur Pause. Danach haben wir 20 richtig schlechte Minuten gespielt, in denen die Fortuna verdientermaßen das 2:0 macht und eventuell sogar ein drittes Tor hätte nachlegen können. Dann geht ein großes Kompliment an meine Mannschaft für die Moral. Obwohl sie in vielen kleinen Dingen heute nicht so sauber war und nicht ans Leistungslimit gekommen ist, ist es schlussendlich ein hochverdienter Punkt. Allerdings auch einer, der nach diesem Spielverlauf zwischenzeitlich nicht mehr unbedingt zu erwarten war.“
„Mein Empfinden war, dass der Gegner das Spiel in der ersten Halbzeit nicht kontrolliert hat. Beide Mannschaften haben sich eher egalisiert, es war eine ausgeglichene Partie. Wir haben nur einen Abschluss gegen uns zugelassen und hatten selbst ein paar Schussmöglichkeiten. Das Tor war dann super herausgespielt. So gehen wir mit einem guten Gefühl in die Pause. In der Halbzeit haben wir unser Positionsspiel gegen den Ball angepasst. Und zu Beginn der zweiten Halbzeit waren wir dann auch deutlich besser und hatten mehr Abschlüsse. Es zeichnete sich ab, dass wir uns dem 2:0 annähern. Am Ende sind wir aber selbst schuld, dass wir den Gegner durch einen individuellen Fehler sowie mit dem darauffolgenden Elfmeter wiederbelebt und wir dagegen die Siegerstraße verlassen haben. Ich bin daher maximal unzufrieden mit dem Ergebnis.“
„Es war der erwartet schwere Rückrundenauftakt von zwei Mannschaften auf Augenhöhe. Wir kommen die ersten Minuten gut rein und kontrollieren das Spiel. Auch hatten wir unsere Möglichkeiten. Aber durch einen Fehler von uns und ihrer einzigen Torchance in der ersten Halbzeit geht die Fortuna in Führung. Wir hatten dann in der ersten Halbzeit dennoch das Gefühl, dass hier noch nichts verloren ist. Das 0:2 war dann natürlich bitter. Doch wir haben eine gute Moral in der Mannschaft, um solche Spiele noch zu drehen. Das hat man heute gesehen. Daher bin ich stolz auf die Mannschaft.“
„Wir haben Willensstärke gezeigt. Es ist keineswegs einfach, hier nach einem 0:2 zurückzukommen. Natürlich will man immer gewinnen, aber diesen Punkt nehmen wir mit. Wir sind nach der Pause sehr schwer in die Partie gekommen, haben das 0:2 kassiert, aber danach haben wir immer mehr zu unserem Spiel gefunden. Das war wichtig, weil Düsseldorf so keine Sicherheit bekommen hat. Spätestens nach dem 1:2 wurde es für Düsseldorf richtig eklig und wir konnten weiter Druck aufbauen und das 2:2 nachlegen. Insgesamt können wir mit einem positiven Gefühl nach Hause fahren.“