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14.01.2024 / Profis

Halbzeit

Die Hinrunde der Bundesliga-Spielzeit 2023/24 ist in den Büchern. Und mit ihr viele wichtige Erkenntnisse für die Lilien. Das Heimspiel gegen Dortmund war ein Paradebeispiel für den bisherigen Saisonverlauf: Was man den Lilien nie vorwerfen kann. Und was für die Rückrunde noch besser werden muss. Erkenntnisse aus den ersten 17 Bundesliga-Begegnungen.

Foto: Holtzem

Die Einstellung stimmt

Auch gegen den BVB zeigten die Südhessen ihren Kampfgeist, wollten sich nicht vor dem Favoriten verstecken. Ja, der Etat und die individuelle Qualität beim den Schwarzgelben ist deutlich höher. Und dennoch schafften es die „Boys in blue“, den Champions-League-Teilnehmer insbesondere im ersten Durchgang vor Probleme zu stellen. Und im zweiten Spielabschnitt verwehrte lediglich eine Glanzparade von BVB-Keeper Kobel in Handball-Manier den Ausgleich. „Über 90 Minuten tut die Niederlage gegen Dortmund extrem weh“, bilanzierte Fabian Holland: „Selbst gegen so viel gegnerische Qualität hat jeder gespürt, dass mehr drin gewesen wäre. Das hat man in der Hinrunde in vielen Spielen gesehen. Und diese Partien müssen wir demnächst auch mal ziehen.“

Wir sehen in jedem Spiel, dass wir nicht chancenlos sind.

Fabian Holland nach dem BVB-Spiel

Nuancen fehlen – und werden in der Bundesliga gnadenlos bestraft

Wenn also das grundsätzliche Auftreten des SV 98 stimmt, warum weist das Punktekonto nicht mehr Zähler aus? Die Gründe hierfür sind vielfältig. In einigen Begegnungen der ersten Saisonhälfte zeigte man sich defensiv zu fehleranfällig, die Gegentor-Anzahl muss in den verbleibenden 17 Spielen für das große Ziel „Klassenerhalt“ heruntergeschraubt werden. Außerdem müssen die Lilien am anderen Ende des Feldes noch konsequenter mit den sich bietenden Torchancen umgehen. 20 erzielte Treffer sind zwar der beste Wert der am Tabellenende befindlichen Teams. Aber auch die Partie gegen Dortmund hat gezeigt, dass die Lilien aus den sich wenig bietenden Chancen noch mehr Kapital schlagen sollten. „Wir wissen natürlich, dass wir zu viele Gegentore kassieren. Wir wollen einen besseren Mix aus Offensive und Defensive hinbekommen“, blickte Holland voraus. Zur Wahrheit gehört auch, dass in einigen Partien das Spielglück oft nicht auf Seiten der Jungs vom Böllenfalltor war. Die Heim-Niederlagen gegen Köln, Wolfsburg und Bochum etwa waren klassische Unentschieden-Spiele. Es aber nur auf Pech herunterschrauben, würde zu kurz greifen. In den entscheidenden Momenten muss in den restlichen 17 Bundesliga-Spielen noch zupackender agiert werden. Holland: „Wir sehen in jedem Spiel, dass wir nicht chancenlos sind.“

Der SVD hat eine realistische Chance auf den Klassenerhalt

Die Vorzeichen vor der Saison waren eindeutig: Darmstadt wurde von quasi allen als krasser Außenseiter gehandelt. So gesehen sind die 10 Hinrunden-Zähler zwar enttäuschend in dem Sinne, dass die eigenen Punkte-Ambitionen innerhalb der Mannschaft höher waren und auch die Möglichkeit vorhanden war, die Halbserie mit mehr Zählbarem abzuschließen. Aber die Ausbeute kommt auch nicht völlig überraschend. Rund die Hälfte der Bundesliga-Aufsteiger stieg in der jüngeren Vergangenheit direkt wieder ab, und zählt man das zweite Bundesliga-Jahr derjenigen Teams hinein, die zunächst die Klasse gehalten hatten, steigert sich der Wert noch mal um ein Vielfaches. Und dennoch ist weiterhin alles drin: Zum Relegationsrang trennen die Darmstädter lediglich ein mickriges Pünktchen. Die Lilien mischen weiterhin voll um den Klassenerhalt mit.

Hessenderby calling

Zumal zum Rückrunden-Auftakt ein ganz besonderes Duell wartet: Hessenderby gegen Eintracht Frankfurt. Daheim am Bölle. Mehr Worte bedarf es eigentlich nicht. In der Schlussphase des ersten Pflichtspiel 2024, als langsam klar wurde, dass die Hausherren dem BVB zwar lange Paroli bieten konnten, es aber schlussendlich nicht zu einem Heimpunkt reichen dürfte, stimmten sich die Fans bereits auf das Aufeinandertreffen ein. Und nach Abpfiff auch die Mannschaft vor der Südtribüne. „Wenn man in die Kurve geht und sieht und spürt, wie man von den Fans motiviert wird, wie viel den Fans dieses Spiel auch bedeutet, dann will man eigentlich schon direkt wieder auf den Platz gehen und spielen“, gab der Lilien-Kapitän Einblick in die Szenen nach Abpfiff und lobte den eigenen Anhang für das gute Gespür. . Das Motto für den kommenden Samstag ist klar: Mit vereinten Kräften zu Derby-Punkten. Holland: „Wir sind auf jeden Fall heiß auf das Spiel und werden auch alles raushauen.“

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